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Europäische Bewegungskulturen (2003) .doc

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Sport and Recreation
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Europäische Bewegungskultur:

1.Vorlesung 6.10.2003

Sportwissenschaften

Definition Sport = aus dem Lateinischen portare und dem Französischen disporte und bedeutet auseinander tragen, zerstreuen, unterhalten.

Laut Duden:

1.     Planmäßige ..???

2.    Gesamtheit der verschiedenen Leibesübungen

3.    Sportart

4.    Liebhaberei und Hobby

17. bzw. 18. Jh.

Sport nur für Adelige die es sich leisten konnten. Sport war wetten auf Sklaven die Laufen, auf Pferderennen, Hunderennen usw. Ziel: Zerstreuung

19. Jh. Sport löst bei uns alte ‚Begriffe wie Leibesübungen und Gymnastik ab.

1. Deutschsprachige Definition: Sport ist das System, die Regel, die Methode, in welche gewisse Zeitvertreibe, gewisse Leibesübungen als den eines Gentlemen einzig und allein würdigen Beschäftigung betrachtet wird.

19Jh. Industrialisierung – Neue Arten von Körperlichen tun entsteht.

Beginn des 19.Jh. Methodisierung des Fußballspiels kommend aus China und Italien.

Durch Handelsbeziehungen Ausbreitung nach Hannover, Prag, Le Havre.

Im 19.Jh. Erstes Fußballspiel in Graz auf der Passamtwiese.

-      Fußball verdrängt andere Sportarten

England è Sport

Europa è Turnen (Friedrich Jahn Erfinder des Begriffs Turnen kommt von Turnier)

 

 

 

 

 

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Beginn des 19.Jh. Körperliche Ertüchtigung der Deutschen.

-      Turnen: Massenbewegung, körperliche Ertüchtigung.

-      Sport: Sportverein, Spitzenleistung

-      Gymnastik: 15. Jh. Herr Ring entwickelt ein System bei dem alle Körperteile in Bewegung sind. Weil es Platz sparend ist, ist es ideal für Schulen.

In Schulen kommt es zum Streit ob Turnen oder Gymnastik gelehrt werden solle.

Turnen wurde ende des 19.Jh. zum Ariabegriff.

Konkurrenz zwischen den Begriffen Sport und Turnen: Turner durften nicht an Sportwettkämpfen teilnehmen und umgekehrt. Bsp.: Schwimmen – Turner und Sportler durften nicht gegen einander antreten.

Entwicklung der Begriffe in Österreich und Deutschland:

Begriff

Österreich

Deutschland

Leibesübungen

1735

1610

Gymnastik

1786

1751

Sport

1841

1828

Definition bewegen:

  1. Wiegen, gewogen
  2. Lage verändern, verändern

 

Bewegungsstrukturen:

-      Renaisence è Kraftbetont auf Geschicklichkeit ausgelegt (Fußball, Calcio, Faustball)

-      Barock è Sportarten bei denen wenig geschwitzt wird – weil waschen wegen Syphilis gefährlich ist.

Sportarten die mit Geschicklichkeit und mit wenig körperlicher Anstrengung ausgeübt werden können (Tennis, Ballspiele mit Luft gefüllten Bällen)

Ursprungstheorien:

  1. Diem: Alle ursprünglichen Bewegungen sind kultisch.
  2. Angeborener Bewegungsdrang
  3. Arbeitsprozess, Lebenserhaltung – körperliche Betätigung aus Übung (Speerwerfen, Pfeil und Bogen schießen)
  4. Huizinga: Körperliche Betätigung durch spielerische Betätigung. Spieltrieb aus denen Wettkampfsituationen entstehen können.
  5. Vergleich mit Tieren: Rangkämpfe.

 

Rösch

Biologischer Aspekt:

  • Gesundheit
  • Lebenserhaltung
  • Körperliche Entwicklung
  • Natürlichkeit
  • Ausgleich

 

Psychischer Aspekt:

  • Spiel
  • Freude
  • Kreativität
  • Psychische Entwicklung
  • Wagnis

 

Mensch und Gesellschaft in zeitlicher und räumlicher Dimension.

Geschichte des Sports

 

Sozialer Aspekt:

  • Freizeit
  • Kultur
  • Gemeinschaft
  • Krieg
  • Nation
  • Gesellschaft
  • Geselligkeit

 

Pädagogischer Aspekt:

  • Spielerziehung
  • Bewegungserziehung
  • Gesundheitserziehung
  • Freizeiterziehung
  • Ästhetik
  • Gewöhnung
  • Freisein

 

Herr Kurz – Sinnmuster:

 

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Bei den Griechen gab es immer die Frage warum: warum Wettkampf, warum Boxen, warum Laufen..

Für viele Dinge (vor allem solche die sie sich nicht erklären konnten) wurden Götter eingesetzt z.B.: Argon für Wettkampf è überall wo Gott Argon auftritt wird ein Wettkampf ausgetragen.

Prähistorie:

- Höhlenmalereien

- Alle Völker sind Naturvölker

Bewegungen: Laufen, Tanzen, Springen.

Warum kam es zu Festen mit Sportveranstaltungen?

v  Gestaltungsstreben (Rangkämpfe)

v  Frauen (Brautargone)

v  Festliche Anlässe (Geburt, Begräbnis, Hochzeit usw.)

In der Ilias ist erstmals genau eine Sportveranstaltung mit 8 Wettkämpfen genau beschrieben.

Auf Kreta kämpfen Gladiatoren am Grabe von großen Persönlichkeiten.

Den olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ gab es früher in China, Persien und Europa nicht (auch nicht bei den olympischen Spielen). Der Erste wurde Geehrt alle anderen waren Verlierer.

Anders in Asien – dort fanden Spiele ohne Wettkampf statt – alle spielen zusammen statt gegeneinander – haben das argonale Denken nicht entwickelt.

2.Vorlesung 20.10.2003

Erste Belege = Fundgegenstände

Problem bei Fundstücken: Zeichnungen und Figuren stellen immer Besonderheiten der Damaligen Zeit – und keine Dinge des Täglichen Lebens dar.

100000 Jahre v. Chr. à Bearbeitete Steine.

Bilddarstellung à 2/3 der Bilder stellen Pfeil und Bogenschützen dar è daher ist anzunehmen das Pfeil und Bogenschießen etwas Besonderes ist.

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Erforschung der Naturvölker in Ozeanien, Afrika, Australien, Eskimos, Asien, Polynesien.

Grundbewegungen auf der ganzen Welt:

-      Gehen

-      Laufen

-      Springen

-      Klettern

In jedem Volk gibt’s spezielle Bewegungsformen:

Australien: Speerwerfen mit Wurfholz – bis zu 80m weit.

Mexico: Lauf hinter einem Ball im Wettstreit zwischen zwei Dörfern 270km weit.

Afrika: Jagdgebiet bis zu 50km Durchmesser – weite Märsche bzw. Läufe.

Zweikampfverhalten:

Ringen in allen Hochkulturen – mit unterschiedlichen Regeln.

-      Körper einfetten

-      Faustkämpfe

Wenn Wasser in der Nähe der Siedlungen war dann gab’s Zweikämpfe im Wasser – auf Booten oder im Surfen (Polynesien)

Häufigste Bewegungsform ist aber überall der Tanz.

Nordamerikanische Indianer spielen verschiedene Ballspiele.

Argonales Prinzip: Argon è Gott in Griechenland

Ist der Drang sich im Wettkampf zum messen

In Griechenland Wettkämpfe aller Art – auch Malen, Küssen, Architektur, Vortragen, usw.

Bei vielen Kulturen (Naturvölkern fehlt das Argonale Prinzip) Menschen Spielen zusammen ein Spiel – rein spielerischer Charakter ohne Wettkampfgedanke.

Neolithische Revolution (Neusteinzeitliche Revolution):

Übergang vom Jäger und Sammler zum Ackerbau und Viehzüchter (zwischen 10000 und 8000 v. Chr.)

 

Sesshaftigkeit

Entwicklung: Zähmung von Tieren, -Entwicklung des Ackerbaus.

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Erstmals Wahl zum König, erste Priester, erste Beamte die zuständig für eine gerechte Verteilung der Nahrung usw. waren.

Durch die Beamten gibt’s erste schriftliche Aufzeichnungen – wer, wann, was bekommen bzw. gebracht hat. Linear A und B auf Kreta.

Hochkulturen entstehen in der Nähe von Flussläufen, z.B.: in Mesopotamien nahe Euphrat und Tigris, in der Nähe des Niels Jangtse usw.

In diesen Hochkulturen gibt es plötzlich soziale Differenzierung der Menschen durch körperliche Bewegung. Z.B.: Priester können gewisse Tänze andere nicht, Krieger können mit Waffen umgehen andere kennen sich bei Ackerbau aus..

Überall entstehen große Kasten sklavenähnlicher Menschen und kleine Kasten Reicher mit besonderen Aufgaben.

Wichtig: Bei Ackerbau und Viehzucht erstmals Einschränkung der körperlichen Bewegungen durch soziale Unterschiede è jede soziale Schicht hat ihre eigenen Bewegungen die andere nicht können oder dürfen.

Sport unter Herrschern:

In Ägypten: Kultläufe um zu beweisen dass die körperliche Fähigkeit das Volk zu führen noch vorhanden ist.

In anderen Kulturen: Z.B.: Schnackseln vor Zuschauern mit Dienerinnen am Feld – zum selben Zweck wie oben.

 


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