Europa –
neue Länder, neue Perspektiven
Neue Grenzen, neues
Denken
Vielfältige
Prozesse der europäische Integration im Hintergrund der Verschiebung, Aufhebung
und Entstehung neuer Grenzen.
Nach
2. Weltkrieg à Trennung von West
und Ost à Eiserner Vorhang
2
Weltanschauungen:
- Westen: Marktwirtschaft
und Demokratie
- Osten: Planwirtschaft
und Kommunismus
Seit
50er-Jahren mehrere Aufstände gegen kommunistische Herrschaft.
- Aufstände
in Ungarn (1956)
- Prager
Frühling
in Tschechoslowakei (1968)
Wurden
mit Militärgewalt der Sowjetunion niedergeschlagen.
Solidarnosc: entstand in Polen
1980, ist eine von der Regierung unabhängige Gewerkschaft, Unterstützung der
katholischen Kirche und Papst Karol Woityla, konnte sich als 1.
nicht-kommunistische Bewegung im Ostblock dauerhaft etablieren
1989
Fall des Eisernen Vorhangsà
durch Politik der Öffnung unter Michael Gorbatschow möglich à ohne Waffengewalt, nach Jahrzehnte
langen Kaltenkrieg
1990
Wiedervereinigung Deutschlands (BRD und DDR) neuen Bundesländer gehören zur
EU, Aufbauprozess, Strukturwandel bringt Modernisierung und Probleme im
wiedervereinten Land.
Integrationsprozess in fas allen mittel-
und osteuropäischen Ländern.
1991
und 1993 schloss EU mit CZ, SK, H, Bulgarien, Rumänien ein
Assoziierungsabkommenà hat Länder
wirtschaftlich an EU gebunden.
1990er
im Südosten Europas Probleme:
Slowenien
u. Kroatien 1991 unabhängig erklärt à
Jugoslawienkrieg brach aus, ethische Konflikte à Zerfall des Staates.
Slowenien
Mitglied der EU. Kroatien à
Beitrittsverhandlungen.
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2004
EU à 25 Mitglieder, weitere Länder –
Beitrittsverhandlungen, Integration in EU.
1. Europäische
Integration als Prozess
Das
Ziel ist klar, der Weg beschwerlich
Präambel
des EG-Vertrages:
- In
dem festen Willen, die Grundlagen für einen immer engeren
Zusammenschluss der europäischen Völker zu schaffen,
- Entschlossen, durch
gemeinsames Handeln den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer
Ländern zu sichern, indem sie die Europa trennenden Schranken beseitigen,
- Entschlossen, durch diesen
Zusammenschluss ihrer Wirtschaftskräfte Frieden und Freiheit zu wahren und
zu festigen, und mit der Aufforderung an die anderen Völker Europas, die
sich zu den gleichen hohen Zielen bekennen, sich diesen Bestrebungen
anzuschließen.
Magisches
Vieleck der Wirtschaftspolitik:
Ziele
der Wirtschaftspolitik: sozial gerechte Einkommensverteilung, Ausgeglichene
Leistungsbilanz, Stabile Kaufkraft der Währung, Einschränkung der
Staatsverschuldung, Ausgeglichenes Budget, Vollbeschäftigung, Ökologisches
Gleichgewicht, Optimales Wirtschaftswachstum
Marshallplan
und Bemühungen der europäischen Staaten macht Wiederaufbau möglich.
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Beneluxländer
und Italien nahmen auch an der EGKS teil.
1958
EWG und EAG
Ziel
der EU:
Wirtschaft vernetzen, gemeinsamer Markt (Binnenmarkt)
4
Freiheiten:
freier Warenverkehr, freier Dienstleistungsverkehr, freier Kapitalverkehr,
freier Personenverkehr und weiter Freizügigkeit
Wettbewerbspolitik
fördert die Schaffung eines einheitlichen Wirtschaftsraumes.
Ziele
schwer erreichbar.
2
Grundprinzipien leiten im freien Warenverkehr die EU:
- Das
Cassis-de-Dijon-Prinzip: ein Produkt das in einem Mitgliedsland
rechtmäßig in Verkehr gebracht worden ist, darf auch in jedem anderen
Mitgliedslang eingeführt und verkauft werden. Ausnahmen: gibt es
aus Gründen der öffentlichen Sittlichkeit, Ordnung, Sicherheit und
Gesundheit, wenn das Leben von Menschen, Tieren, Pflanzen sowie das
nationale Kulturgut oder das gewerbliche und kommerzielle Eigentum gefährdet
sind.
- Die
Dassonville-Formel: Neben Zöllen sind auch Maßnahmen gleicher Wirkung
verboten, also Handelsregelungen, die den innergemeinschaftlichen Handel
tatsächlich oder potenziell behindern.
Wie viel
Integration verträgt die EU
- Es
gab bisher 5 Erweiterungsrunden.
- Noch
nie ist ein ganzer Staat aus der EU ausgetreten, Ausnahme ist Grönland
(1985) als autonomer Teil von DMK.
- Austritt
aus der EU ist wie bei jedem völkerrechtlichen Vertrag möglich.
- EU
hat mehr Vor- als Nachteile.
Beitritt
oder Austritt – mehr als eine wirtschaftliche Modellrechnung
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Modell: x-Achse Anzahl der
ML, y-Achse Grenzkosten und Grenzerträge.
Je
mehr ML beitreten, desto höher werden die Grenzkosten und desto niedriger die
zusätzlichen Erträge.
Solange
die Grenzerträge höher sind als die Grenzkosten, können Staaten aufgenommen
werden. Irgendwann könnte der Fall eintreten, dass die Grenzkosten gleich hoch
sind wie die Grenzerträge. Dann ist ein Beitritt ökonomisch nicht sinnvoll.
Leder weitere Beitritt würde zu höheren Kosten als Erträgen führen, wäre also
wirtschaftlich unsinnig.
Wie
stark ist die EU integriert?
Die
Integration der EU ist eine Verbindung der ML in verschiedenen Bereichen. Die
EU ist heute die am stärksten integrierte internationale Organisation der Welt.
- Freier
Handel:
Freihandelszone, Zollunion, Binnenmarkt, WWU, politische Union
- Gemeinsamer
Außenzoll:
Zollunion, Binnenmarkt, WWU, politische Union
- Freie
Mobilität der Produktionsfaktoren (5 Freiheiten): Binnenmarkt,
WWU, politische Union
- Wettbewerbspolitik
für einen fairen Wettbewerb, Regionalpolitik für schwache Regionen: Binnenmarkt,
WWU, politische Union
- Gemeinsame
Fiskalpolitik:
WWU (Vorgabe eines Rahmens durch die Maastrichkriterien und Koordination
der Wirtschaftspolitik) politische Union
- Gemeinsame
Währung:
WWU (für jene ML, di den Euro als Währung annehmen wollten und konnten)
politische Union
- Gemeinsame
Außen- und Sicherheitspolitik; Zusammenarbeit in Justiz und Polizei: politische
Union
1.3
Wer darf beitreten? Wie läuft der Beitritt ab?
Geregelt
im Artikel 49 des EU-Vertrages
Kopenhagener
Kriterien:
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- Eine
funktionierende Marktwirtschaft, die dem Wettbewerb in der EU standhalten
kann (wirtschaftliches Kriterium)
- Die
Übernahme der gemeinsamen Regeln, also des EU-Rechts (EU-rechtliches
Kriterium)
Die
EU unterstützt die Beitrittskandidaten auch finanziell, um Infrastruktur und
Wirtschaft zu verbessern.
Beitrittsprozess:
- Antrag des Bewerberlandes:
- Rat: Kenntnisnahme
- Kommission: Stellungnahme
- Rat: Kenntnisnahme und Entscheidung über weiteres
Verfahren
- Beitrittsverhandlungen:
- Rat: Verabschiedung Entwurf
- Kommission: Stellungnahme
- Beitrittsakt:
- Parlament: Zustimmung mit absoluter Mehrheit
- Rat: Einstimmiger Beschluss
- Unterzeichnung der Mitgliedsstaaten und der Bewerber
- Ratifikationsprozess:
- EU, Rat, Parlament
- Bewerberland (Parlament, Referendum)
- EU-Mitgliedsstaaten (Parlamente)
- Inkrafttreten des Beitritts
Artikel
6 des EU-Vertrages
- Die
Union beruht auf den Grundsätzen der Freiheit, Demokratie, der Achtung der
Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie Rechtsstaatlichkeit; diese
Grundsätze sind allen Mitgliedstaaten gemeinsam
- Die
Union achtet die Grundrechte wie sie in der am 4. November 1950 in Rom
unterzeichneten Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten gewährleistet sind und wie sie sich aus den gemeinsamen
Verfassungsüberlieferungen der Mietgliedsstaaten als allgemeine Grundsätze
des Gemeinschaftsrechts ergeben.
- Die
Union achtet die nationale Identität ihrer Mietgliedssaaten.
- Die
Union statten sich mit Mitteln aus, die zum Erreichen ihrer Ziele un zur
Durchführung ihrer Politiken erforderlich sind.
1.5 Was
brachte die Öffnung der Märkte gegenüber den MOEL?
Osterweiterung
à Beitritt der neuen
ML
Wirtschaftsbeziehungen
intensivierten sich bereits vor dem Beitritt, dass lassen folgende Faktoren
erkennen:
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