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Essstörungen-Fettsucht Magersucht Bulimie .rtf

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Faculty
Natural Science
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Biomedical Sciences
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Ettenreichgasse
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2011
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Essstörungen

Essstörungen (allgemein):

Zunächst will ich klären, was Essstörungen überhaupt sind:

Störungen beim Essverhalten äußern sich durch ein gestörtes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper. Es gibt verschiedene Arten von Essstörungen. Die meisten Essgestörten leiden an Bulimie, Magersucht oder Binge-Eating, doch auch Fettsucht ist weit verbreitet.

Allerdings sind mehr als 90% der Essgestörten weiblich. Wenn eine Person Mahlzeiten auslässt, lieber alleine, oder auch sehr viel isst, wenn sie nur noch mit Kalorien beschäftigt ist, oder schon zahlreiche Diäten gemacht hat, sich nach Mahlzeiten den Finger in den Hals steckt, deutet das auf eine Essstörung hin.

Aufbau:

Als erstes will ich jede Form kurz erklären, die Risiken erläutern, einige Zahlen zu Essstörungen nennen, und dann zu den einzelnen Krankheitsbildern genaueres sagen.

Risiken:

Natürlich zieht eine Essstörung auch Risiken nach sich. Dabei müssen zwei Arten unterschieden werden.

a) Physische Risiken: Die körperlichen Risiken sind vielfältig und teilweise nicht mehr rückgängig zu machen.

- durch zu starken Gewichtsverlust Schwächung des

Immunsystems

- bei Übergewicht Kreislaufprobleme z.B. Herzinfarkt

- Vitaminmangel bei Magersucht

 

b) Psychische und soziale Risiken:

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- Depressionen

- in manchen Fällen bis hin zum Selbstmord

- Abbruch aller sozialen Kontakte aus Angst vor der

Entdeckung des Problems

- finanzielle Sorgen z.B. wegen Kosten für

Lebensmittel und Medikamente

Essstörungen:

Beginnen wir mit der wahrscheinlich bekanntesten: Der Magersucht. Auch Anorexia nervosa genannt:

Bei der Magersucht verweigern die Betroffenen die Nahrung und verfolgen ihr Ziel, immer schlanker zu werden, mit unerbittlicher Härte. Jeder 2. Magersüchtige kennt aber auch Anfälle von Ess-Brech-Sucht, die ich nun kurz erklären will: Wenn Menschen von Bulimie (Bulimia nervosa) betroffen sind haben sie den Wunsch dünner zu sein, obwohl sie normalgewichtig sind, ohne aber ihr übermäßiges Essverlangen zügeln zu können.

Deshalb versuchen sie, ihr Ziel durch Erbrechen und/oder Medikamentenmissbrauch zu erreichen. Das Binge-Eating äußert sich ähnlich wie die Bulimie durch wiederholte Heißhungerattacken, die oft in Stresssituationen ausgelöst werden, allerdings ohne anschließendes Erbrechen oder Gebrauch von Abführmitteln.

Dafür sind die Schuldgefühle nach den Fressattacken auch typisch. Zuletzt einiges über Fettsucht (Adipositas): Hier müssen zwei Arten unterschieden werden: Die normale Fettsucht und die Latente Fettsucht. Zuerst Adipositas allgemein: Die Betroffenen essen regelmäßig mehr, als ihr Körper braucht. Äußerlich sind sie durch Übergewicht gekennzeichnet.

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Zahlen zu Essstörungen:

Knapp zwei Drittel aller weiblichen Jugendlichen haben bis zum 18. Lebensjahr schon mal eine Diät gemacht. Allein in Österreich leiden mindestens 220.000 Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren an Magersucht oder Bulimie.

Etwa 3,7 Millionen Menschen sollen unter gefährlichem Untergewicht leiden. Mehr als 100.000 Menschen leiden an Anorexie, 600.000 an der Ess-Brech-Sucht. 5-10% der Magersüchtigen sind Männer. Von den Mädchen und Frauen zwischen 15 und 35 Jahren leiden fast 1% an Magersucht, an Bulimie 3-4%.

Außerdem hat eine Studie ergeben, dass nur 50% der magersüchtigen wieder ganz gesund werden. Von den Bulimie-Erkrankten werden nach dem Ende der Therapie ungefähr 45% symptomfrei eingeschätzt. Allerdings sanken die Heilungsquote so ab, dass ca. zwei Drittel nicht vollständig gesund werden.

Bei rund 16,8% verläuft die Essstörung tödlich. Bis zu 15% der Kranken starben an Folgen der Magersucht. Mit dieser Sterblichkeitsrate bringt die Anorexie mehr Tote als jede andere psychiatrische Störung.

Fettsucht (Adipositas):

Adipositas ist ein weltweites Problem. Es leben genauso viele dicke Menschen wie Dünne auf der Erde. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Fettleibigkeit als das größte chronische Gesundheitsproblem.

 

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Ursachen der Fettsucht:

Im großen und ganzen kann man sagen, dass die Adipositas meist durch „Frustessen“ ausgelöst wird. Die meisten Betroffenen „regeln“ ihre Probleme, indem sie zum Essen greifen, statt sich mit ihnen auseinander zu

setzen.

- Seelischer Stress durch Familienprobleme, Streit mit Eltern, führen zur

Fettsucht.

- Um Konflikte zu lösen greift man zum Essen, Gefühle werden dadurch

unterdrückt.

- viele esssüchtige Menschen, halten dem Schönheitsideal der

Gesellschaft nicht stand.

- Da sie unter ihrem Übergewicht leiden, bilden sie weiterhin

Minderwertigkeitsgefühle.

- Sie fühlen sich dick, faul, gefräßig, abgestempelt und von der

Gesellschaft ausgegrenzt.

- Bei Diäten tritt der sogenannte „Jojo-Effekt“ auf, nach Tagen des

Hungerns können sie sich nicht mehr gegen ihren Hunger wehren.

Auch der Druck der Gesellschaft, trägt in großen Stücken dazu bei, viele „Dicke“ fühlen sich nicht akzeptiert, sie werden ausgeschlossen. Obwohl viele nichts für ihr Gewicht können, es ist erblich veranlagt, schieben sie die Schuld immer zu sich selbst und fangen wiederum an zu Essen.

Auswirkungen der Fettsucht:

Durch das enorme Übergewicht bei den vielen Betroffenen, leidet der Körper stark.

 

- Knochen, Gelenke, Muskeln werden durch das Gewicht stark belastet.

- Blutdruck steigt.

- Bei vielen tritt die Zuckerkrankheit, Diabetes, auf.

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Belastung.
- Karies tritt häufiger auf, wird durch die ungesunden Essgewohnheiten

hervorgerufen.

- Es bilden sich vermehrt Gallensteine. Es treten häufig

Wirbelsäulenschäden auf.

Adipositas kann auch als Obesitas oder Fettleibigkeit bezeichnet werden. Es handelt sich um eine übermäßige Bildung oder Vermehrung von Fettgewebe. Adipositas Fettsucht zu nennen ist medizinisch nicht korrekt, weil es meistens nichts mit einer Sucht nach Fett zu tun hat! Wenn eine erwachsene Person einen BMI (Body-Mass-Index) von 25 besitzt, spricht ein Arzt von Übergewicht, ab 30 von Adipositas.

Somit ist Adipositas ein Schweregrad von Übergewicht.

Magersucht (Anorexia nervosa):

Was ist Magersucht überhaupt?

Magersucht ist eine Essstörung, an der mehr als 100.000 Mädchen und junge Frauen, meistens zwischen 13 und 20 Jahren, leiden. Männer sind nur zu 5% betroffen, aber die Zahl der männlichen Magersüchtigen steigt immer weiter an, denn auch sie stehen unter dem Druck schlank und schön zu sein.

Meistens halten die Betroffenen eine Strenge Diät oder verweigern die Nahrung ganz. Magersucht ist eine seelische Krankheit, die den Körper nur als Ausdrucksmittel benutzt. Bei der Magersucht gibt es keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem die Anorexie ausbricht oder geheilt wird. Alles baut aufeinander auf, oder hängt mit anderen Problemen zusammen.


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