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Erziehungsstile (Page 4).doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Educational Science / Pedagogy
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2008
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Educational Science / Pedagogy

Ausgewählte Bereiche der Sozialisation im Kindesalter
Ausgewählte Bereiche der Sozialisation im Kindesalter Definitionen von Sozialisation Dieter Geulen: -Sozialisation ist die Entwicklung der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion mit einer spezif


5.3. Unterschiedliche Positionen


Allerdings fragen sich dennoch viele, ob es überhaupt sinnvoll ist, von definierten Schichten auszugehen und nach schichteneigentümlichen Erziehungsstilen zu suchen.


Ein Vorschlag wäre eine andere Gruppeneinteilung, die etwa von den umfassenden Funktionen der Angehörigen dieser Gruppe innerhalb der Gesamtgesellschaft ausgehen. Aufgrund unterschiedlicher Wirkungsweite im Beruf, unterschiedliches Maß an Verantwortung etc. entwickeln sich Techniken der Leistungsbewältigung, die dann auch in der Erziehung wirksam werden.

Ewert meint, den Begriff der Schicht zu lassen, ihn aber nur als eine Bereichsangabe zu sehen, die bestimmte Lernumwelten angibt, in denen ein Kind aufwächst. Aufgabe soll es nicht sein, Schichten zu analysieren oder Wechselwirkungen zwischen Schichten und Erziehungsverhalten herauszuarbeiten.

Wichtiger ist es festzustellen, wie diese Lernumwelt aussieht und ob es von da her nun Wechselwirkungen auf Erziehungsverhalten gibt?

Sicherlich wird das Leben in den Familien von den Schichten beeinflusst. Die allgegenwärtige Frage ist nur, ob es wesentliche unterschiedliche Erziehungsstile in den verschiedenen Schichten gibt. Zutreffend ist: je niedriger die Schicht, um so autoritärer die Erziehung.

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Andere wiederum, sehen die Einteilung in Schichten durchaus positiv. Es ist sinnvoll, aus diesem großem Bereich einzelne konkrete prüfbare Variablen herauszusuchen.

Wichtig ist jedoch, die definierten Erziehungsstile unabhängig von ihren eigenen Ursachen zu halten, wie auch von ihren Wirkungen, denn sonst kommt man aus „diesem Fließen“ nicht heraus und kann nichts fixieren.

In den bestimmten Bevölkerungsgruppen spielen Gewohnheiten eine massive Rolle. Diese bei der Betrachtung von Erziehungsstilen auszuklammern, wäre nicht gerechtfertigt. Es gibt starke Abhängigkeiten von schichtbeschreibbaren Kriterien wie Vorbildung, Einkommen und Wohnbezirk.

Bei der Untersuchung von Glueck (1963) an amerikanischen, jugendlichen Kriminellen hat man bestimmte partielle Bestände entdeckt, die bestimmten Schichten zuzuordnen sind. So herrscht ein fast totaler Ausfall auf dem Gebiet des Ästhetischen in den unteren Schichten.

„Wenn wir uns letzten Endes mit menschlichen Verhalten beschäftigen, dann kann ich eigentlich keinen Grund sehen, irgendwelche Variablen auszuschließen, von denen bekannt ist oder vermutet werden kann, dass sie auch in diesem Verhalten nachweisbar ihren Niederschlag finden, ob das nun eine soziologische Klassenzugehörigkeit ist, Schichtzugehörigkeit, wie immer sie definiert sei, oder sonst was.“


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Wie bereits oben gezeigt, unterscheiden sich die verschiedenen Schichten z.B. durch unterschiedliche Wertorientierung. Grund dafür ist vermutlich, dass Angehörige der Mittelschicht einen höheren Lebensstandart gewöhnt sind und somit eine deutlich bessere Ausbildung genießen können.

Aufgefallen ist mir, dass viele Menschen voller Selbstzweifel und mit Unsicherheit, im Bezug auf die Erziehung ihrer Kinder, reagieren.

Man braucht in diesem Zusammenhang nur mal das Finanzielle zu betrachten. Wenn ein Elternteil, oder im schlimmsten Fall auch beide arbeitslos ist bzw. sind, ist es auch für die Kinder schwer, positiv in die Zukunft zu blicken. Durch diese finanzielle Situation, sind vor allem die Eltern deprimiert und können so auch die Kinder nicht ausreichend motivieren.

Ein anderes Problem der Unterschicht ist die hohe Anzahl der Alleinerziehenden. Auch dies wirkt sich vermutlich nicht positiv auf die Entwicklung und Sozialisation der Kinder aus. Somit schließt sich der Kreis wieder, denn „unvollständige“ Familien haben meist auch finanzielle Probleme.

Wenn dann auch noch Schwierigkeiten in der Schule auftauchen und Nachhilfe benötigt wird, dann wird es für die Betroffenen sehr schwierig.

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