Erziehung-Bildung-Sozialisation
Kapitel 1:
Grundbegriffe Erziehung/Bildung/Sozialisation
1.
Nennen Sie
wichtige Eckpunkte der Entwicklung von Bildungswissenschaft
·
Nachdenken
über Erziehung und Bildung fand schon in der Antike statt
·
Als
Universitätsfach wird Pädagogik erst 1779 im Zeitalter der Aufklärung gegründet
·
Vorher:
Pädagogik = Nebenfach der Philosophie
·
In dieser
Zeit entstand auch das Schulwesen, welches die Bedeutung der Pädagogik
steigerte und man erhoffte sich den Fortschritt in Wirtschaft, Recht und Kultur
·
Wechselnde
gesellschaftliche Bedeutung
·
Im 19.
Jahrhundert wurde die Eigenständigkeit der Pädagogik gefordert, welche bis 1960
an Lehrerausbildung, Philosophie und Psychologie gekoppelt ist
·
Erst 1960
ist Pädagogik als Einzelfach an einer Universität vorhanden,
Lehrerbildungsstätten werden geschlossen und in Universitäten integriert
·
Heute
findet man das Fach als Pädagogik, Erziehungswissenschaft und immer öfter als
Bildungswissenschaft an verschiedenen Hochschulen
2. Nennen Sie
zentrale Merkmale von Wissenschaft
·
Wissenschaft
beabsichtigt Phänomene und Zusammenhänge für den Menschen versteh- und
erklärbar zu machen und bedient sich hermeneutisch-kritischer sowie empirischer
Zugänge
·
Orientiert
sich dabei an Denkstilen, Theorierichtungen und Paradigmen
·
Versucht
Gewissheiten zu begründen und Ordnungen zu stiften
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
·
Wissenschaft
muss den Anspruch auf Objektivität haben
·
Wahrheitsverpflichtung
ist ein enges Kriterium von Wissenschaft
3. Diskutieren Sie
den Anspruch der Wissenschaften auf Objektivität und Gewissheit in ihren
Ergebnissen
·
Wissenschaft
ist eine an allgemeinen Aussagen und Theorien orientierte Deutungsweise von
Mensch und Welt und hat die Intention, Phänomene und Zusammenhänge für den
Menschen verstehbar und erklärbar zu machen
·
Wissenschaftliche
Konzepte und Annahmen sind in hohem Maße von soziokulturellen Faktoren
abhängig (z.B. Deutung der gewonnenen Erkenntnisse, geltende Voraussetzungen,
Lebensformen, Weltbildern, usw.)
·
Wissen ist
unabgeschlossen und entwickelt sich ständig weiter
ü
durch
Neuerkenntnisse oder Veränderung der soziokulturellen Faktoren
·
kann bis zu
vollständigem Paradigmenwechsel führen
·
Wissenschaft
kann somit als fortschreitende Annäherung an die so genannte Wahrheit
beschrieben werden
·
Diese
Aspekte machen deutlich, dass es sich bei wissenschaftlichem Wissen um eine
„vorläufige Gewissheit“ handelt
·
Dieses
„vorläufiges Wissen“ muss wertfrei und objektiv sein
·
Soziokulturelle
Faktoren , welche in die Wissenschaft mit einfließen , lassen die Frage nach
Objektivität aufkommen, da die Durchsetzung einer von mehreren konkurrierenden
wissenschaftlichen Wahrheiten von Geltungskriterien, Macht und Anerkennung
abhängig gemacht wird
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
·
Hierbei
muss allerdings beachtet werden, dass eine Wissenschaft aus einer
Wissenschaftsgemeinschaft besteht und sich in diesem Kreis nur Wissen
durchsetzen kann, dass auch intersubjektiv begründet ist
Zusammenfassend:
ü
Wissenschaft
hat durchaus den Anspruch auf Objektivität und Gewissheit in ihren Ergebnissen
ü
Gerade
aufgrund dieses Anspruches werden durch ständiges kritische Hinterfragen des
gängigen wissenschaftlichen Wissens erst Revisionsprozesse in Gang gesetzt,
welche Defizite der Erfüllung des Anspruchs an Gewissheit und Objektivität
wiederum minimieren
ü
Wissenschaft
muss den Anspruch auf Objektivität haben
ü
Wissenschaft
ist die Annäherung an die sogenannte Wahrheit
4. Welche Bedeutung
haben Theorien für die Wissenschaft von Bildung?
·
Funktion:
etwas in einem Zusammenhang zu erkennen, was ohne sie nicht gesehen würde
·
Durch sie
können Dinge ihrer Wissenschaft klarer, deutlicher, komplexer, vielschichtiger
und kritischer betrachtet werden
·
Phänomene
werden abgegrenzt und in ihrer pädagogischen Dimension verstanden
·
theoria
-> etwas aus der reflexiven Distanz betrachten und erkennen
·
deuten und
erkennen unsere Welt und stiften Sinn und Zusammenhänge
·
sind eine
Grundlage für alle wissenschaftlichen Erklärversuche
5. Was ist
wissenschaftliches Wissen im Unterschied zu Meinen und Glauben?
Meinen:
·
man ist
sich nicht ganz sicher, ob etwas wirklich so ist, wie man meint
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Glauben:
·
drückt
stärkere Überzeugung aus
·
subjektive
Überzeugung, dass sich etwas in einer bestimmten Weise verhält
·
man kann es
aber nicht belegen
Wissenschaftliches
Wissen im Unterschied:
·
muss
intersubjektiv begründet sein
·
der
Anspruch, dass jeder es genau so sieht wird gestellt
·
ist zwar
wandelbar, aber jeder kann/soll zustimmen
·
Wissen mit
begründbaren Sätzen und Urteilen
·
Ist auf
Zustimmung der Wissenschaftlichen Gemeinschaft angewiesen
·
Belegbar
6. Erklären Sie den
Unterschied zwischen wissenschaftlichem Wissen, Professionswissen und
Alltagswissen
Pädagogisches
Alltagswissen:
·
Was jeder
in irgendeiner Form zu Erziehung sagen kann
·
Lösung von
Problemen im Alltag
·
Durch
Sozialisation, Familie, Medien, Freunde begründet
·
Professioneller
Rat wird meist erst dann eingeholt, wenn praktisches Alltagswissen keine
Problemlösung parat hat
Professionswissen:
·
Haben z.B.
Bildungswissenschaftler, die in pädagogischen Berufen arbeiten
·
Wissen
durch Ausbildung (Studium)
·
Wird erst
im Berufsalltag erworben
·
Sucht die
Probleme, die im Berufsalltag entstehen, vor dem Hintergrund wissenschaftlich
begründeter Konzepte zu lösen oder zu behandeln
Wissenschaftliches
Wissen:
·
Von beiden
anderen Wissensformen zu unterscheiden
·
Wird in
Beschäftigung mit der Wissenschaft von Bildung erworben
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
·
Ohne das
wissenschaftliche Wissen bliebe das Professionswissen auf Reflexionsniveau des
Alltagswissens
Kapitel 2: Der
Grundbegriff Erziehung
1. Diskutieren Sie,
ob von Erziehung gefordert werden kann, dass Auschwitz sich nicht wiederhole
·
Adorno
fordert von der Erziehung, dass so etwas wie Auschwitz sich nicht wiederhole
·
Für ihn ist
die Mündigkeit der eigentliche Sinn der Erziehung
·
Der zu
Erziehende soll zur kritischen Selbstreflexion und Autonomie erzogen werden
In Bezug auf die
Forderung, dass sich Auschwitz nicht wiederhole bedeutet das:
·
Der zu
Erziehende soll in der Lage sein, über sich selbst und sein Handeln kritisch
nachzudenken
·
Soll nicht
blind eine vorgegebene Meinung bzw. Überzeugung übernehmen, so wie es in der
Zeit des Nationalsozialismus der Fall war
·
Ein
wichtiger Punkt zur Vermeidung ist die Aufklärung der Menschen in der Familie
aber auch anderen Institutionen wie Schule und Freizeitstätten
2. Diskutieren sie
den Unterschied von Absicht und Wirkung am Beispiel Kafkas
·
„Brief an
den Vater“ von Kafka handelt von einem Brief an seinen Vater, in dem Kafkas
eigene Erfahrungen von Erziehung beschrieben werden
|