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Eruierung des pH-Optimums von Trypsin, Pufferwirkung des Blutes und Blutgruppenbestimmung .docx

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Faculty
Natural Science
Discipline
Biomedical Sciences
Document category
Protocol
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2011, Zoologisches Proseminar, Ebermann Ernst
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Protokoll - Physiologie

1          Eruierung des pH-Optimums des Trypsins

1.1.1          Theoretischer Hintergrund

Trypsin ist ein Verdauungsenzym, das zu den Peptidasen zählt und im Dünndarm aktiv ist. Wie jedes Enzym hat Trypsin ein pH-Optimum, bei dem es am meisten Substrat umsetzen kann.

Da im Dünndarm basische Bedingungen herrschen, ist anzunehmen, dass auch das pH-Optimum von Trypsin im basischen Bereich liegt. Um das festzustellen wurde folgendes Experiment durchgeführt:


1.1.2          Durchführung des Experiments

Material und Methode sind im Skriptum „Zoologisches Proseminar – WS 2011/12“, Teil Physiologie, Aufgabe 4 – pH-Optimum des Trypsins, angegeben. Nach diesem Skriptum wurde verfahren, mit den Unterschieden, dass statt einer Caseinlösung eine Albuminlösung verwendet wurde, und statt 0,4ml Trypsin 0,8ml verwendet wurden.

(Anmerkung: die Durchführung hat nicht funktioniert! Vermutung liegt beim Reagenz; hier wurden also andere Ergebnisse verwendet)

1.1.3          Ergebnisse


pH

E1

E2

E3

E4

E5

E6

E7

Mittel

Probe 1

7

BLANK

BLANK

BLANK

BLANK

BLANK

BLANK

BLANK

BLANK

Probe 2

5

0,002

0,002

0,042

0,087

0,015

0,015

0,003

0,024

Probe 3

7

0,015

0,021

0,035

0,095

0,030

0,049

0,004

0,041

Probe 4

8,3

0,009

0,032

0,021

0,137

0,037

0,090

0,017

0,049

Probe 5

9,8

0,018

0,059

0,631

0,111

0,040

0,100

0,009

0,056

Probe 6

11,5

0,005

0,015

0,025

0,101

0,036

0,007

0,015

0,029

Aktivität von Trypsin in Abhängigkeit vom pH (Mittelwert der Ergebnisse aller Gruppen):

Anmerkung: Probe 1 wurde in den Diagrammen nicht berücksichtigt, da uns diese Probe als Leerwert diente.

 

 

1.1.4          Diskussion der Ergebnisse

 

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2          Pufferwirkung des Blutes

2.1.1          Theoretischer Hintergrund

Die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichtes ist von großer funktioneller Bedeutung für den Organismus. So ist etwa die ionale Zusammensetzung von Proteinen und damit etwa auch die Enzymaktivität, Membraneigenschaften etc. von der H+-Ionen-Konzentration der Umgebung abhängig.

Ein länger andauernder Anstieg der H+-Ionen-Konzentration um den 2-3 fachen Betrag, d.h. ein pH-Abfall von 0,3-0,5 Einheiten, ist bei hochorganisierten Organismen letal.

Die Konstanthaltung des pH-Wertes des Blutes und der Extrazellulärflüssigkeit ist ein wichtiges Kennzeichen biologischer Systeme, und wird trotz Entstehung saurer bzw. basischer Valenzen im Stoffwechsel zwischen 7,35-7,40 aufrechterhalten.


Die Konstanthaltung des pH-Wertes des Blutes erfolgt im Wesentlichen durch vier Puffersysteme:

·         Kohlensäure/Bikarbonat: (CO2 + H2 ↔ HCO3- + H+): Anteil von ca. 75% unseres Puffersystems

·         Hämoglobin/Oxyhämoglobin in den Erythrocyten: ca. 23%

·         Primäres Phosphat/Sekundäres Phosphat: H2PO4- ↔ H+ + HPO42-: ca. 1%

·         Plasmaproteine: ca.1%[1]

Aus chemischer Sicht handelt es sich bei einem Puffer um ein Gemisch aus einer schwachen Säure und dem dazugehörigen Salz (z.B. Essigsäure und Natriumacetat) oder einer schwachen Basen und dem dazugehörigen Salz (z.B. Ammoniak und Ammoniumchlorid).

 

2.1.2          Durchführung des Experiments

 

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2.1.3          Ergebnisse

2.1.3.1         Ergebnisse meiner Gruppe:


Verbrauch NaOH [mL]

Umschlagspunkt (pH-Wert)

Probe 1

H2O

0,45

8

Probe 2

Plasma

2,2

9

Probe 3

Puffer

3,2

9

Verbrauch HCl [mL]

Umschlagspunkt (pH-Wert)

Probe 4

H2O

0,1

5

Probe 5

Plasma

2,5

3

Probe 6

Puffer

1

5


Umschlagspunkte für:

Kongorot: pH = 3-5

Thymolphtalein: pH = 8-10










2.1.3.2         Ergebnisse aller Gruppen:



Gruppe

Probe

Verbrauch NaOH [ml]

Umschlagpunkt (pH-Wert)

Probe

Verbrauch HCl [ml]

Umschlagpunkt (pH-Wert)

1

1 (Wasser)

0,15

8

4 (Wasser)

0,05

5

2 (Plasma)

5,5

10

5 (Plasma)

5

1

3 (Puffer)

4

8

6 (Puffer)

0,75

4,5

2

1 (Wasser)

0,05

9

4 (Wasser)

0,05

4,5

2 (Plasma)

3,5

10

5 (Plasma)

1

3 (Puffer)

3,5

8,5

6 (Puffer)

0,75

5

3

1 (Wasser)

0,45

8

4 (Wasser)

0,1

5

2 (Plasma)

2,2

9

5 (Plasma)

2,5

3

3 (Puffer)

3,2

8

6 (Puffer)

1

5

4

1 (Wasser)

0,15

7

4 (Wasser)

2 (Plasma)

2,25

8

5 (Plasma)

3 (Puffer)

4,55

8

6 (Puffer)

0,8

5

5

1 (Wasser)

0,4

8

4 (Wasser)

0,1

6

2 (Plasma)

6,7

11

5 (Plasma)

>19

1

3 (Puffer)

3,95

8

6 (Puffer)

1,5

6

6

1 (Wasser)

0,1

8

4 (Wasser)

0,05

6

2 (Plasma)

3,5

10

5 (Plasma)

3 (Puffer)

3,3

8

6 (Puffer)

0,8

5

7

1 (Wasser)

0,1

6

4 (Wasser)

0,1

7

2 (Wasser)

2,75

11

5 (Plasma)

4,3

1

3 (Plasma)

3,4

8

6 (Puffer)

0,8

5




2.1.4          Diskussion der Ergebnisse

Wie erwartet, zeigt das Blutplasma in Probe 2 eine gute Pufferwirkung, wenn es mit einer Base versetzt wird. Bei Probe 5, in dem sich ebenfalls Blutplasma als Puffer befand, konnte keine Aussage getroffen werden, da die Plasmaproteine mit dem Indikator Kongorot einen Komplex bilden, weshalb dieser nicht umschlagen kann.

Die Proben 1 und 4, welche keinen Puffer enthielten, schlugen bereits nach sehr geringen Mengen der zugesetzten Säure bzw. Base um, da keinerlei Pufferwirkung vorhanden war.



3          Blutgruppenbestimmung

 

3.1.1          Theoretischer Hintergrund

 

Die wichtigsten Blutgruppensysteme (von ca. 300 bekannten) sind das so genannte AB0- sowie das Rhesussystem. Es gibt im AB0-System vier Blutgruppen, nämlich - A, 0, B, und AB
Die Zusatzbezeichnungen "positiv" oder "negativ" beziehen sich auf den Rhesusfaktor
(Antigen D).

3.1.2          Material und Methode

 

Auf einen zuvor mit A – B – AB – D beschrifteten Objektträger tropft man zu jedem der vier Unterteilungen einen Tropfen des gleichen Blutes hinauf.

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Die Bluttropfen werden nun mit den Antiseren vermischt und es wird beobachtet, ob eine Klumpenbildung sichtbar ist.

3.1.3          Ergebnisse

 

Nach ein paar Minuten ist eine Aggultination mit Anti A, Anti AB und Anti D ersichtlich.

3.1.4          Diskussion

 

Anhand der Agglutinationen ist davon auszugehen, dass es sich um die Blutgruppe A handelt. Da es auch mit Anti D verklumpt, liegt der Rhesusfaktor positiv vor.



[1] Vgl. Skriptum Zoologisches Proseminar – WS 2011/12.

Teil: Physiologie I (2011), S. 5.


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