Geschichte der
Erkenntnistheorie
Was ist die
Erkenntnistheorie?
Eine Disziplin der Philosophie
Ø
früher war die Philosophie die
Gesamtwissenschaft
Ø
im 4.J v Chr. erste Unterteilung von Xenokrates
In 3 Disziplinen:
1.Logik
alles was mit denken und
sprechen zu tun hat
2.Physik
alle Naturwissenschaften
(emanzipieren sich bald zu selbstständigen Disziplinen)
3.Ethik
praktische Philosophie, alles
was das menschliche Handeln betrifft
Ø
alle Disziplinen hängen miteinander zusammen
Ø
Bsp Stoa, Obstgarten: Logik=Zaun, Physik=Bäume,
Ethik=Früchte
Ø
In der Neuzeit wurde die Philosophie immer
weiter unterteilt
Ø
Heute 2 Teilung:
1.
Praktische Philosophie
2.
Theoretische Philosophie
3.
(Geschichte der Philosophie)
Ø
Geschichte der Philosophie:
Sonderstellung, a priori, nicht
empirisch, man muss die Geschichte immer präsent halten.
Ø
Eine dieser Disziplinen ist die
Erkenntnistheorie
·
Sie war in der antike die Königsdisziplin
·
die Möglichkeit unseres Wissens ist die zentrale
Frage
·
bis zu den 70ern vorherrschende Theorie
·
heute ist die praktische Philosophie wichtiger
Ø
Erkenntnistheorie (Terminus)
·
Begriff entstand 1910/20
·
Entstand vor allem durch“Bedeutung und Aufgabe“
1862 von Eduard Zeller
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Wie kommt unsere
Erkenntnis zustande?
Erkenntnispsychologie:
Was passiert mit uns damit wir bestimmte
Erkenntnis erreichen?
Einteilung der Seele in die Vermögen
Sinnlichkeit und Verstand
im 20 Jhdt Sinnlichkeit das eigentliche
Erkenntnisvermögen
Assoziationstheorie:
Was wie assoziiert werden kann, zB Hume
Erkenntnisphysiologie:
wird im 20 Jhdt wichtiger als die
Erkenntnispsychologie.
Hirnforschung, Neurophysiologische
Untersuchungen.
Welche Neurologischen Prozesse sind für die
Erkenntnis wichtig?
Problem: Wir nehmen Gefühle, Farben,etc
nicht als Gehirnströme war.
Wissenschaftliche Frage: Welche
Korrelation besteht zwischen Physiologie und dem Bewusstsein?
Wie weit reicht
unsere Erkenntnis?
2 Positionen:
1.
Erkenntniskritik
2.
keine Gewissheit über die Wahrheit
3.
Streitfragen sind nicht entscheidbar
4.
Wahrheit: Aussage stimmt mit der Wirklichkeit
überein
5.
Skandal in der Antike denn die Theorie stellt
jegliche Wissenschaft in Frage
1.
Gegner der Skeptiker
2.
wir sind zur gewisser Erkenntnis fähig
3.
Sinnestäuschung, keine falschen Sinne sondern
falsches Verständnis
4.
Sensualisten: Wahrnehmung entspricht den
sinnlichen Empfindungen
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Evolutionäre Erkenntnistheorie:
Wenn unsere ganze Erkenntnis falsch wäre,
würden wir nicht mehr existieren.
Unsere Erkenntnis bestimmt unsere
Handlungen, wären alle Handlungen falsch, hätte uns die Evolution bereits
verdrängt.
Wissenschaftstheorie:
- hat sich aus der Erkenntnis etabliert
- KE Dühringer „Logik und
Wissenschaftstheorie
- Leistungsfähigkeit der empirischen
Wissenschaftserkenntnis wird hinterfragt
- zB Was kann eine sinnvolle wissenschaftliche
Aussage sein (zB Wiener Kreis)
Mit welchen Methoden kann ich zu
wissenschaftlicher Erkenntnis kommen?
Induktionisten: Vom Besonderen aufs
Allgemeine
Deduktionisten: Vom Allgemeinen aufs
Besondere (zB Popper)
Zusammenfassung Kuwi
Was sind Kulturwissenschaften?
Die
kulturwissenschaftliche Neuausrichtung der Geisteswissenschaften gründet auf
einem
„Kulturbegriff,
dessen Teile etwa auch die Naturwissenschaften und die Geisteswissenschaften
selbst
sind. Kultur bedeutet eben zweierlei: Sie ist der Inbegriff aller
menschlichen Arbeit und Lebensformen und
sie ist ein Teilsystem dieser allgemeinen
Kultur,
unterschieden etwa von den Bereichen Technik, Wirtschaft und Politik. Die Rede
von
technischer Kultur, wirtschaftlicher Kultur und politischer Kultur steht dazu
nicht
im Widerspruch; sie markiert vielmehr nur den Übergang vom Begriff der Kultur
im
besonderen Sinne ( zu dem auch der sogenannte ‚Kulturbetrieb‛ gehört) zum
Begriff
der
Kultur im allgemeinen Sinne, gemeint ist wieder Kultur als Inbegriff aller
menschlichen
Arbeit und Lebensformen.
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Ø Gewi
wurde ersetzt durch kuwi (Versuch)
Ø Dilthey
versuchte die Gewi Wissenschaftstheoretisch zu ergründen
Ø Wissenschaftsdualismus
Nawi & Gewi
Ø Gewi
= verstehen
Ø Nawi
= erklären (Kausalität)
Ø Niederschlagung
der Diskrepanz von Nawi und Gewi
Ø Kultur
ist nicht nur Kulturbegriff sondern Nawi, Gewi und Sowi
Ø
Zu den kulturellen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
kulturwissenschaftlicher
Neuorientierung
1.
Wissenschaftshistorische und technologische Faktoren
Innovationen
im Bereich der Biowissenschaften (Atom, Genom), der Informations-- und Technikwissenschaften
sowie der Medientechnologien (Facebook, Twitter)
2.
Politische Faktoren
Postkolonialismus,
Globalisierung, Europäische Integration (Eu, BRD+DDR, Migration)
(Literatur von Kolonialgebieten)
3.
Gesellschaftliche Faktoren
Studentenrevolte
von 1968, Bürgerrechtsbewegungen
(Machtverhältnisse wurden aufgezeigt, Bürgerliche Werte
in Frage gestellt, neue Studienrichtungen zB Jüdisch, AfroAmeri.,. Erinnerung
und Gedächtnis der Shoah)
4. Kunsthistorische
Faktoren
Kunst
und Literatur der Postmoderne als Herausforderung für die Philologien und
die traditionellen Kunstwissenschaften (neue Kunstformen
zB Happenings, Hochkultur wird obsolet zB Konzepte wie Schönheit wurden
erworben durch die Sozialisation und sind nicht Trans-kulturell, Kultur soll
nicht elitär sein, Demokratisierung der Kultur)
!Kulturbegriff wird erweitert = alle menschlichen Lebensformen im
Gegensatz zum klassischen Begriff der die Hochkultur meint!
Kennzeichen kulturwissenschaftlicher Praxis
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Ø Vernetztheit
Vernetzung
auf internationaler und interdisziplinärer Ebene
Ø Internationalität
Theorieimporte
aus dem anglo-amerikanischen Raum:
2.1 Cultural Studies (Richard Hoggart, Raymond
Williams, Stuart Hall):
2.
Gruppe von Literaturwissenschaftlern aus
Cambridge
3.
kommen nicht aus der hohen Gesellschaft
4.
inspiriert von der marxistischen
Gesellschaftstheorie
5.
Gesellschaftspolitische Intervention
2.2 New Historicism (Stephen Greenblatt):
Berkley
Ø sozialer
Kontext ist wichtig im Gegensatz steht dazu der New Criticism
Ø man
untersucht Texte aus der Renaissance (Shakespeare aber auch triviale wie
Kochrezepte)
Ø nicht
nur Ästhetik, sondern wie ist das Kunstwerk entstanden
2.3 Theorieimporte aus dem französischen Raum:
Ø Strukturalismus
(Gérard Genette, Claude Lévi-Strauss)
Ø Poststrukturalismus
(Jacques Derrida, Roland Barthes)
3. Selbstreflektivität
Perspektive
von Wissenschaftlern um ihre eigene Arbeit zu hinterfragen
3.1 Linguistic Turn
Wahrnehmung
von Wirklichkeit wird strukturiert durch die Sprache
Bsp:
Inuit kennen vielmehr Begriffe für Schnee als wir.
4. Kontextualität
universale
Wahrheiten wurden vom Strukturalismus gesetzt, die nicht empirisch sind.
(dagegen
wehrte sich auch der New Historicism)
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