Ergänzende Mitschrift
zu Systematik der Arzneipflanzen
Bryophyta (Moose), Pteridophyta
(Farnartige)
Bryophyta (Moose)
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heteromorph: 2 Generationen die anders aussehen
-
Sporophyt (= Mooskapsel, Sporenkapsel) sitzt auf Gametophyt
(Grüne Moospflanze)
-
Gonotroph: eine Generation sitzt parasitär auf der
vorhergehenden
-
Leitbündel: Assimilate von oben nach unten geleitet (sehr weitlumig)
-
Moose können Stoffwechsel bei Wassermangel einstellen
-
Rhizoide: wurzelähnliche Haare, Organ der Moose und Farne
-
..-oid = „ähnlich“
-
Sexualorgane: Antheridien ♂; Archegonien ♀ ..
bis zu Gymnospermen erhalten!
-
Aus befruchteter Eizelle wächst Sprorophyt
Exogamie:
-
begeißelte ♂ Gameten (2 lange Peitschengeißeln); Antheridien
-
Archegonien bilden festsitzende Eizelle
-
Halskanalzellen umgeben Halszellen innen
o
Verschleimen; locken Spermatozoiden mit Duftstoffen
an
o
Nach Befruchtung entsteht diploider Sporophyt (=
Kapsel)
o
Kapsel bildet durch Meiose Sporen (haploid)
o
Reißen auf und setzen Sporen frei
-
Angiosperme besitzen keine Archegonien
-
Bei den Moosen haben Archegonien den komplizierteren
Aufbau
à
Reduzierung bei Farnen und noch stärker bei Gymnospermen
(keine Halskanalzellen)
Brunnenlebermoos (Merchantia polymorphia):
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-
„Brutkörper“ werden rein mitotisch in Bechern gebildet
(Form der vegetativen Vermehrung)
-
Archegonien- und Antheridienstände
-
Laubmoose sind immer folios (z.B.: Polytrichum formosum)
-
Foliose Lebermoose:
o
Blättchen sind Phylloide (Blattähnliche, keine
echten Blätter!)
o
Rhizoide wirken wie Docht (saugen Wasser nach oben)
o
„Kapuzen“ speichern Wasser
Torfmoose (Sphagnidae):
-
Moor ist ein Teppich aus Torfmoosen (darauf nur
spezialisierte Pflanzen z.B.: Sonnentau)
-
Hochmoore haben keine Verbindung zum Boden
-
Beziehen daher keine Mineralien aus dem Boden
-
Karnivore Pflanzen auf dem Moosteppich haben einen Vorteil
(Mineralstoffquelle)
-
Torf IST Moos: kann bis zu 12m dick werden, seit Eiszeit
gewachsen (sehr langsam!)
-
Saures Milieu verhindert die Remineralisierung des Mooses
-
Kapsel hat keinen Stiel (gehört noch zum Gametophyten)
-
„Wasserzellen“ (kernlos, ohne Chlorophyl):
o
haben viele Löcher zur Wasseraufnahme
o
fleischartige Struktur als Wasserspeicher
-
keine spezielle Wasserleitung ( Transport nur durch Dochteffekt)
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Moose haben sich aus den Grünalgen entwickelt (abgeleitet)
-
Erste Landpflanzen vermutlich im Uferbereich (stark
wasserabhängig; vor 400 Mio. Jahren)
-
Universum: 13,7 Milliarden Jahre alt
Rhynia (Gruppe der Urfarne) war „Prototyp“ der 1.
Landpflanzen
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Spross, Wurzel, gabelig verzweigter Stamm (dichotom,
steinschleuderartig)
-
Sporangien (über Wind verbreitet)
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-
400 Millionen Jahre alt!
Farnartige ≠ Farne:
-
Karbon (vor 360 Millionen Jahre): Pflanzen bildeten unsere
Kohle, O2 Abschluss, hoher Druck, hohe Temperatur à Sedimentation
-
Kambrium, Ordovidizium: Algenzeit
-
Silur, Devon: Landpflanzenentstehung (Bedecktsamer erst
Ende Kreide!)
-
Gondwanaverbreitung (durch Kontinentalverschiebung)
o
Madagaskar schon damals separat (endemische
Organismen)
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ursprüngliche Pflanzen: keine Verholzung
-
Mikrophylle: kleine, echte Blätter (Gametophyt spielt nur
untergeordnete Rolle)
-
Rhizom: Speichergewebe im Wurzelbereich
o
Protostele à
ursprüngliche Leitungsorgane
-
Mykorrhizen treten mit ersten Landpflanzen auf
-
Stelen: Leitbündelsystem; Actinostelen von Protostelen
abgeleitet
-
heute sind noch 2 Gattungen und 3 Arten erhalten
Schachtelhalme:
-
wirtelig verzweigte Seitentriebe
-
gut definierter Stamm; keine Spaltöffnungen
(Spaltöffnungen nur bei Cuticula nötig)
-
zentrales Leitbündel:
o
Xylem (leitet Wasser, stark verdickte Zellwände,
sternförmige Actinostele)
o
Phloem (Zuckerlösung fließt von alleine nach unten)
Lycopodiales: („Bärlappgewächse“)
-
Gametophyt kann Archegonien und Antheridien bilden (mitotisch)
-
Sporen wegen Aluminiumeinlagerungen (in Vakuole) früher
als Schießpulver verwendet
-
Mikrophylle
-
Bilden Isosporen
-
Sprosse teilweiße anders (Sporangium sitzt auf Mikrophyll)
à
in Ständen zusammengefasst („Sporophylähre“, „Blütenstand“)
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o
Gametophyt (= Prothallium)
à
enthält Antheridien und Archegonien (= zwittrig) à
diploider Sporophyt wächst
Selaginellales (Moosfarne):
-
Heterosporie (Megasporangien = Makrosporangien)
Lepidodendron („Schuppenbaum“):
-
dichotone Verzweigungen
-
zapfenartige Strukturen (Sporophylstände)
-
Mikrophylle
-
Nur im Kern Xylem, sonst gibt verstärktes Rindengewebe
Festigkeit
-
Calamiten (baumartige Schachtelhalme): mehrere Meter hoch
Equisetales (Schachtelhalme):
-
verzweigte Sprosssysteme
-
echte Mirkophylle an den Nodi („Knoten“) miteinander
verbunden
-
Sporophylle bilden Isosporen (meiotisch)
-
Wirtelständig (mehr als 2 Blätter auf gleicher Höhe)
Equisetum arvense
(„Acker-Schachtelhalm“)
-
bilden Sprosse zur Ernährung
-
durch eingelagerte Silicate sehr fest („Schmirgeleffekt“ à Zinn polieren)
Psilotopsida: gehören zu den
echten Farnen
Pteridopsida: (echte Farne)
-
oft an sehr feuchten Standorten (am Wasser, hohe
Luftfeuchtigkeit)
-
manche an trockene Standorte angepasst
-
„Schwimmfarne“, baumförmige..
-
Blätter = Wedel eingerollt (mehrfach gegliedert) à Wedel = 1 Blatt
o
Trophophylle (für Photosynthese)
o
Sporophylle (für Sporenbildung)
-
Sporangien sitzen in Gruppen zusammen (Sorus, Schleier und
Kappe)
o
Anulus: Zellreihe die auf Sporangien aufsitzt
(ungleichmäßig verdickte Zellen)
Bei Trockenheit
schrumpfen diese Zellen und die Sporangien reißen an „Sollbruchstelle“ auf à schleudern Sporen aus
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Leptosporangiatae („Baumfarne“)
-
sehr dünne Sporangienwand
-
kein sekundäres Dickenwachstum
-
auch in kühl gemäßigten Regenwäldern
-
Rhizom als Speicherform
o
z.B.: Adlerfarn (Rhizom 50m lang, 1000 Jahre alt!)
-
vegetative Vermehrung über Stecklinge
Hydropterides („Wasserfarne“)
-
heterospor
-
Salvinia: schwimmt frei auf der Wasseroberfläche
Samenpflanzen / Gymnosperme
-
Gnetopsida gehören zu Coniferopsida
-
Großteil der Spermatophyta ist angiosperm (erst in Kreide
entstanden)
-
GW heteromorph
o
Haploider Gametophyt auf Pflanzen
o
Samen = Sporophyt [zool. Samen: männlicher Gamet,
bot. Samen: Sporophyt]
o
Männliche „Pollen“ sind auch bei Angiospermen zu
finden
-
Pollenverbreitung durch Wind: viele Pollen
-
Zapfen = weiblicher Blütenstand à Samen – Deckschuppen – Komplex
-
Kernphasenwechsel (KPhW): diplohaplontisch (kurz haploid,
lang diploid)
-
Samenanlage: Ort, wo aus einer diploiden Zelle durch Meiose
der Gametophyt entsteht (oft nur Kerne à
Embryosack)
o
Integument = Hüllschicht
o
Eizelle wird befruchtet (Zygotenbildung) / Blüte
wird bestäubt
o
Aus Megasporangium bleiben viele Sporen übrig
(Embryoernährung)
-
Progymnosperme fast zeitgleich wie Psilophyta entstanden
(Devon)
-
„Gymnosperm“ ist eine Organisationsstufe!
o
Keine direkte Verwandtschaft trotz vieler
Gemeinsamkeiten
o
Keine monophyletische Gruppe
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