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Epilepsie Erscheinungsformen Ursachen und Behandlung .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Psychology
Document category
Paper
University, School
BG/BRG Oeversee Graz
Additional information
2007
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Versuchsplanung Eine wissenschaftliche Hypothese behauptet eine mehr oder weniger präzise Beziehung zwischen zwei oder mehr Variablen, die für eine bestimmte Population vergleichbarer Objekte oder

Epilepsie

Erscheinungsformen – Ursachen – Behandlung


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Spezialgebiet für Biologie und Umweltkunde

8A

Jahrgang 2006/07


Inhaltsverzeichnis

Einführung................... 3

Begriffsbestimmung................ 3

(Patho-) Physiologische Vorgänge................ 3

Oligo-Epilepsie und Gelegenheitsanfälle.......... 4

Das Erscheinungsbild epileptischer Anfälle........ 4

Große Anfälle – kleine Anfälle................ 4

Herdförmige (fokale, lokale, partielle) Anfälle............. 5

Generalisierte Anfälle................... 6

Epilepsieformen................ 7

Symptomatisch – idiopathisch – kryptogen............ 7

Fokale Epilepsien............... 7

Generalisierte Epilepsien.............. 9

Ursachen..................... 11

Disposition und Realisation............. 11

Symptomatische (und kryptogene) Epilepsien........... 11

Idiopathische Epilepsien.................. 12

Sonderformen.................. 12

Reflex-Anfälle................... 12

Latente Epilepsien................. 13

Psychische Veränderungen bei Epilepsie............ 13

Psychische Störung als Symptom der Primärerkrankung.......... 13

Anfall- und traumatisch bedingte psychische Störungen..... 13

Diagnostik.................. 14

Symptom – Syndrom – Krankheit............... 14

Anamnese................... 14

Klinische Untersuchung............. 14

Apparative Untersuchungen................. 15

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Akuttherapie.................... 16

Langzeittherapie.................... 16

Kausale und symptomatische Behandlung........... 16

Die chirurgische Epilepsie-Therapie.......... 17

Alternativbehandlungen und Außenseitermethoden........... 17

Prognose..................... 18

Quellen................. 20


Einführung

Begriffsbestimmung:

Ein cerebraler (cerebrum, lat. = das Gehirn) bzw. epileptischer Anfall ist die Antwort des Gehirns auf einen störenden, irritierenden oder schädigenden Reiz. Diese Reiz-Antwort geht dabei mit krankhaft übersteigerten elektrochemischen Erregungsvorgängen der Nervenzellen des Gehirns einher.

Von Epilepsie spricht man dann, wenn bei einem Menschen epileptische Anfälle immer wieder spontan auftreten (chronisch rezidivieren).

(Patho-) Physiologische Vorgänge:

Die Funktion einer Nervenzelle ist im wesentlichen durch elektrische und chemische Vorgänge im Zytoplasma, an der Zellmembran und in der unmittelbaren Umgebung der Zelle bestimmt.

Eine ruhende, inaktive Nervenzelle ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zellwand gegenüber dem Inneren der Zelle positiv geladen ist. Die Höhe dieses Spannungsgefälles (Ruhepotential) zwischen dem Zellinneren und der Zellwand beträgt rund 70 mV (mit negativer Polarität im Zellinneren).

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Der Zusammenbruch des ursprünglichen Potentials wird Aktionspotential genannt, und ist für die Weitergabe von Signalen (Information) zuständig.

Das Membranpotential wird im wesentlichen durch Ionen hervorgerufen, die sich im Zytoplasma und außerhalb der Zelle befinden. Durch Ionenkanälchen kann ein Austausche der Ionen von außen nach innen und umgekehrt stattfinden.

Die Steuerung an den Ionenkanälchen erfolgt entweder durch Spannungsänderungen im Bereich der die Kanäle bildenden Proteine oder durch definierte chemische Substanzen (sog. Neurotransmitter).Man unterscheidet erregende und hemmende Transmitter – Substanzen.

Bei einer epileptischen Nervenzelle ist die Depolarisation (Entladung) besonders intensiv und löst nicht nur ein Aktionspotential, sondern eine große Anzahl davon aus. Nach einer Phase der Unerregbarkeit (Hyperpolarisation) kommt es anschließend wieder zur Herstellung des ursprünglichen Ruhepotentials (Repolarisation).

Diese Folge von unterschiedlichen Polarisationsvorgängen mit lang anhaltender Depolarisation und Aussendung zahlreicher Aktionspotentiale bei der epileptischen Nervenzelle nennt paroxysmale Depolarisation (PDS); sie ist der wesentliche Mechanismus bei der Entladung einer epileptischen Nervenzelle.

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Oligo - Epilepsie und Gelegenheitsanfälle:

Einige Menschen erleiden in ihrem Leben nur einen oder sehr wenige Anfälle, haben also keine chronische Epilepsie, hier spricht man einer Oligo – Epilepsie.

Manche Anfälle treten als Gelegenheitsanfälle auf, sie sind also nicht spontan, sondern an bestimmte auslösende Situationen gebunden. Sie treten meist bei akuten Erkrankungen bzw. gesundheitlichen Störungen auf, beispielsweise bei Infektionen, Stoffwechelstörungen oder aber Schädel-Hirn – und Stromverletzungen.

Manche dieser Schädigungen rufen bei jedem Menschen epileptische Anfälle hervor, andere dagegen nur bei entsprechender Disposition (Veranlagung).

Die häufigsten Gelegenheitsanfälle sind sie sog. Fieber- oder Infektionskrämpfe. Darunter versteht man epileptische Anfälle im Kindesalter im Rahmen fieberhafter extra - cerebraler Infektionen. Das Risiko, nach einem ersten Fieberkrampf weitere Anfälle zu bekommen, liegt bei 30 – 40 %; eine genetische Disposition ist häufig.

Im Jugend- und Erwachsenenalter sind Gelegenheitsanfälle vor allem im Zusammenhang mit Alkoholgenuss bedeutsam, da Alkohol ein Nervengift ist, und somit epileptische Anfälle auslösen kann.

 

Das Erscheinungsbild epileptischer Anfälle

 

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Es gibt aber auch Anfälle, die nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen werden, z.B. Missempfindungen (sensible Anfälle, wie Taubheitsgefühl), real nicht vorhandene Sinneswahrnehmungen (sensorische Anfälle, wie Lichtblitze) oder emotionale Phänomene (psychische Anfälle, wie Angst).

Die Palette der epileptischen Anfälle ist außerordentlich reichhaltig, da kaum eine Funktion des Gehirns nicht auch in Form eines epileptischen Anfalls in Erscheinung treten kann. Ein internationales Schema (Internationale Klassifikation epileptischer Anfälle) hat sich aber seit Beginn der 1980er Jahre durchgesetzt.

Große Anfälle – kleine Anfälle:

Zu den großen Anfällen gehört insbesondere der Grand-mal-Anfall. Bei ihm stürzt der Patient (meist ohne Vorwarnung) zu Boden, dabei oft mit einem Schrei; die Augen sind offen, dabei oft verdreht. Der Kranke ist am ganzen Körper steif, sein Kopf häufig nach hinten übergestreckt und die Fäuste sind meist geschlossen.

Diese sog. tonische Phase dauert bis zu 30 Sekunden und wird dann durch die klonische Phase abgelöst: es kommt zu rhythmischen Zuckungen (Kloni) an Armen, Beinen und im Gesicht. Diese Phase dauert ungefähr 30 – 90 Sekunden. Wegen dieser typischen Abfolge wird ein solcher Anfall tonisch-konischer Grnd mal genannt.


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