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Entstehung von Erdöl und Erdgaslagerstätten .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
Paper
University, School
Friedrich-Gymnasium Wien
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Herr Pimpelhuber
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Erdöl und Erdgaslagerstätten

Entstehung

Erdöl ist der wichtigste Energielieferant. Über ihn wird 35% des Primärenergieverbrauches abgedeckt.

Das Ausgangsmaterial für die Entstehung von Erdöl ist Plankton. Plankton ist der Überbegriff für pflanzliche und tierische Lebewesen, wie z.B. Algen und kleine Krebstierchen die freischwebend und nahe an der Wasseroberfläche leben, wo es viel Licht und Sauerstoff gibt.

Wenn das Plankton im Meer stirbt, dann sinkt es in sauerstoffarmes Tiefenwasser ab und häuft sich am Meeresboden an. Dort wird es von Sedimenten wie Ton und Sand überlagert. An Flussmündungen geschieht das natürlich am Schnellsten. Durch die Überlagerung der Planktonschicht mit Sedimenten, kann keine Verwesung stattfinden, weil der Sauerstoff fehlt.

Durch den fehlenden Sauerstoff beginnt das organische Plankton allerdings zusammen mit den Sedimenten zu faulen und es bildet sich Faulschlamm. Anschließend werden die organischen Substanzen im Faulschlamm von anaeroben Bakterien zersetzt. Dabei entsteht sehr zähflüssiges Bitumen, also Schwerstöl. Der Rest des Faulschlammes wird durch anhaltende Sedimentation und die damit verbundene Druckzunahme zum Muttergestein gepresst.

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Erdgas hingegen entsteht erst in 4000 bis 6000 Metern Tiefe, bei einer Temperatur von ungefähr 120° bis 180° C.

Nach der Entstehung beginnt die Migration, also die Wanderung des Erdöls und des Erdgases nach oben. Diese Wanderung in höhere Gesteinsschichten wird durch die anhaltende Druckzunahme im Muttergestein hervorgerufen. Das Erdöl und Erdgas steigt solange durch Spalten im Gestein auf bis es auf eine undurchlässige Schicht, wie Schieferton oder ein Salzstock, trifft.

Wenn das Erdöl nicht mehr weiter aufsteigen kann, spricht man von einer Falle, unter der sich das Erdöl und das Erdgas im Speichergestein ansammeln. Das Speichergestein ist eine Gesteinsschicht mit vielen kleinen Hohlräumen, also Poren, in denen sich das Erdöl und das Erdgas anlagern. Außerdem wird das Wasser in den Speichergesteinen, wie Sandstein oder Kalk, verdrängt, da Öl und Erdgas eine geringere Dichte haben.

Deshalb sammelt sich Wasser unter Erdöl und Erdgaslagerstätten. Wenn allerdings keine undurchlässige Schicht die Migration stoppt, dann tritt das Erdöl oder das Erdgas an der Oberfläche aus und es können Ölkuhlen oder ewige Feuer entstehen. Normalerweise trifft das Erdöl oder das Erdgas aber auf Fallen.

Es gibt drei Haupttypen von Fallen: die Antiklinale, die Verwerfung und den Salzstock.

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Eine Verwerfung ist eine Bruchstelle im Gestein, an der sich Gesteinsmassen aneinander vorbeischieben wenn sie nicht schon versetzt sind. Oftmals entsteht durch die Verschiebung von undurchlässigem Gestein eine Struktur, die das Erdöl oder das Erdgas auf ihrem Weg nach oben hindert, wodurch die Verwerfungsfallen entstehen.

Da Erdöl oder Erdgas Salz nicht durchdringen können, gehören Salzstöcke auch zu den Fallen.

Zusammenhänge mit Plattentektonik

Durch Grabenbildung entstehen oftmals Ozeane. Außerdem bieten die Grabenbrüche, die auch in einen Kontinent hineinragen können Sedimentationsraum, der notwendig für die Bildung von Erdöl- bzw. Erdgaslagerstätten ist.

Das bedeutet: bei der Suche nach Erdöl oder Erdgas kann man auf bestimmte Anzeichen achten, die auf eine Lagerstätte hindeuten. Z.B. deuten Gebiete in denen weiträumig und oberflächennah marine Sedimente vorkommen auf eine Lagerstätte hin. Aber auch Gebiete, die mit Sedimenten von jungen Faltgebirgen überdeckt wurden auf. Weitere Anzeichen sind Sedimentfüllungen in tektonischen Gräben, sowie Sedimente am Meeresboden in flachen und küstennahen Gebieten.

 


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