ENTSTEHUNG DER ALPEN
1. Geosynklinalphase:
Zu Beginn des
Mesozoikums (Trias – vor 250 Mio. Jahren) waren alle Kontinente im
Superkontinent
Pangäa vereint. Der heutige Alpenraum war ein Teil davon und lag im
Bereich der
Tropen.
Die Basis der
Alpen bildet ein Sockel, der aus Gesteinen des variszischen Gebirges
besteht. Das
ist jenes Gebirge, das vor den Alpen existierte und noch im Perm wieder
weitgehend
abgetragen wurde.
Die Böhmische
Masse im Mühl- und Waldviertel ist der nach weitgehender Abtragung
verbliebene
Rest dieses Gebirges. Heute findet man noch innerhalb des Alpenkörpers
Reste des
ehemaligen variszischen Gebirges ( z.B. Granitgneise im Tauernfenster).
Großteil des
Alpenraums war damals vom Tethysmeer bedeckt.
Wie heute in
der Südsee oder Karibik kam es damals in den Schelfbereichen des
Tethysmeeres
zur Ablagerung von Kalksedimenten ( Korallenriffe wuchsen).
Das ist das
Baumaterial der heutigen Kalkalpen.
In
der Jurazeit ( 205 Mio. Jahren ) reißt die kontinentale Kruste innerhalb des Pangäa
– Kontinents auf und es kommt zur Bildung von zwei neuen
Kontinenten: Laurasia im
Norden
und Gondwana im Süden .
Zwischen
der Tethys im Osten und dem sich bildenden Atlantik im Westen entsteht
im
Bereich
der späteren Alpen ein neuer, kleiner Ozean (Ozean brach auseinander,
Platten
bewegten sich auseinander (ozeanischer Rücken), ein tiefer Meerestrog bildete
sich)
Ø der Penninische Ozean. Die
Triasablagerungen wurden von Juraablagerungen
überdeckt.
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der
Gesteinsbildung festgelegt, die heute die drei wesentlichen Bauelemente der
Alpen
bilden:
a.
Helvetikum (Schelfbereich, zu Europa gehörend)
b.
Penninikum (Tiefseebereich zwischen Europa und Afrika)
c.
Ostalpin ( zu Afrika gehörender Schelfbereich)
2. Tektogenese:
Zu Beginn der
Kreide (140 Mio Jahren) begann sich die Bewegungsrichtung
umzukehren.
Der Penninische Ozean wurde an einer Subduktionszone unter dem
Ostalpin
versenkt.
Am Kontinentalrand entstand entlang
der Subduktionszone ein Tiefseegraben, in dem durch Plattenbewegungen
laufend Schlamm abgelagert wurde ( heutige Flyschzone)
3. Orogenese:
Im Tertiär (
65 Mio.) gerieten beim Crash der beiden Kontinente Afrika und Europa
Teile des
früheren Kontinentalrandes weit unter die afrikanische Platte. Dabei wurden
viele
Gesteine des Ostalpins und des Penninikums metamorph (Tauernkristallisation
=
Ostalpines
Kristallin)
Durch
Auftriebsbewegungen kam es zur Heraushebung der Alpen (
5mm/Jahr), die
auch heute
noch anhält (0,5 mm / Jahr)
Die
zentrale Aufwölbung fand vor allem im Bereich der Tauern und Zentralalpen
statt.
Dadurch
glitten die darüberliegenden ostalpinen Decken nach Norden ( Kalkalpen/ Grau-
wackenzone)
und Süden ( Kalkalpen/ Kristallin) ab.
Meer
zog sich im Bereich der Alpen zurück. ( Molassebecken)
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4. Morphogenese:
Abtragungsphase setzt ein; Verwitterung und
Veränderung durch exogene
Kräfte / im
Pleistozän ( Eiszeit) vor rd. 2 Mio. Jahren überformt und modelliert –
Schneegrenze
damals 1100-1400m tiefer als heute, Eis formte Täler (Trog-oder U-Tal),
Gletscher-
Zungen bis
ins AV, zurückgeblieben: Kare / Karseen, U-Täler, Terrassen, Zungenbeckenseen
4 Eiszeiten:
Günz-Mindel-Riß-Würm
Der Bau der Ostalpen
Kreidezeit bis Tertiär – mächtigen Sedimentmassen der
alpinen Geosynklinale gefaltet und in Decken überschoben – Reste älterer
Gebirge miterfasst (Böhm. Masse) – Faltung und Deckenschub und auch Hebung in
Laufe von Millionen Jahren in mehreren Phasen – Produkte der gleichzeitigen
Abtragung in angrenzenden Meereströgen abgelagert.
Penninische Decken der Westalpen tauchen an
der Linie Bodensee-Rheintal-Splügenpaß-Comosee unter die Ostalpinen
Decken ( Zentralalpen, Schieferalpen, nördl.Kalkalpen).
Helvetischen Decken am Nordrand der Alpen
(Flyschzone). Südl. Kalkalpen ein Teil der Dinarischen Decken.
Beim „ Überschieben“ der einzelnen „Decken“kam es zur
Erscheinung geoloischer „Fenster“, wie z.B. „Tauernfenster“ (zwischen
Brenner und Katschberg) oder des „Engadiner Fensters“ der Rätischen Alpen in
der Ostschweiz.
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Während der Eiszeit, ( Pleistozän), die Alpentäler von
mächtigen Eisströmen erfasst. Kare – Karseen, Kerb-zu Trogtälern, Eis reichte
bis in Alpenvorland,
Mehrere Warmzeiten dazwischen, 4 Vereisungsperioden
unterschieden: Günz-Mindel-Riß-Würmvereisung (nach Alpenflüssen
benannt)
Nach der letzten Vereisung Rückzug der Gletscher. Moränenwälle
und Zungenbeckenseen weisen auf einstige Vereisung hin. Gletscher der
Ostalpen auf über 3000m Höhe zurückgegangen. Heute nur noch die höchsten
Erhebungen des westl. Teils der Ostalpen vergletschert.
In den letzten 20 Jahren enormer Gletscherrückgang, wirkt
sich auf die Ökologie drastisch aus.
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