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Energy Management / Energy Business
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Technische Universität Graz - TU
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2008
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Energy Management / Energy Business

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Grundlagen Energiewirtschaft – Prüfungsfragen 1 HERKUNFT DER ENERGIE UND BEDEUTUNG DER ENERGIEWIRTSCHAFT 1.1 Welche sind die ursprünglichsten Formen der Energie von welchen sich alle anderen Ener

Fragen zur Lernkontrolle

1 HERKUNFT DER ENERGIE UND BEDEUTUNG DER ENERGIEWIRTSCHAFT

1.1 Welche sind die ursprünglichsten Formen der Energie von welchen sich alle anderen Energieformen ableiten?

       Isotopenzerfall im Erdinneren und der Restwärme aus der Erdentstehung (Erdwärme)

       Planetenbewegung in Verbindung mit der Massenanziehung (Gezeitenenergie)

       Thermonukleare Umwandlung in der Sonne (Sonnenenergie)

problematisch ist die eindeutige Zuordnung der verschiedenen Erscheinungsformen, Bspw. Windenergie resultiert aus der Atmosphärenbewegung (Sonneneinstrahlung +

Erdrotation)

1.2 Welche Energieträger kennen Sie? Gliedern Sie diese nach erschöpflichen und unerschöpflichen Energieträgern!



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1.3 Erklären Sie den Unterschied zwischen Reserven und Ressourcen?

RESSOURCE

Bekannte und vermutete Vorkommen, die wirtschaftlich nutzbar (gewinnbar) sind oder für eine wirtschaftliche Nutzung (Gewinnung) in absehbarer Zukunft in Frage kommen

RESERVE

Bekannte Vorkommen, die wirtschaftlich nutzbar (gewinnbar) sind

1.4 Was ist die McKelvey-Box?


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Die Sichtweise der absoluten Knappheit der fossilen Energieträger greift aus folgenden Gründen ökonomisch zu kurz:

 

Erstens sind noch längst nicht alle Reserven entdeckt,

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zweitens sind nicht alle abbaubaren, bereits entdeckten Reserven bei der heutigen

Preislage abbauwürdig.

und drittens sind nicht alle bekannten Reserven mit der heutigen Technik abbaubar.

Dieser Zusammenhang wird anschaulich durch die McKelvey-Box dargestellt.

Die fossilen Energieträger werden zuerst aus den entdeckten Reserven mit den geringsten Förderkosten gewonnen (effektive Reserven). Sind diese Reserven nahezu erschöpft, verringert sich das potenzielle Angebot, was unter normalen

Marktbedingungen eine Preissteigerung zur Folge hat.

Diese Preissteigerung löst sowohl angebots- als auch nachfrageseitig Reaktionen aus, die wieder zu einer Verringerung der Knappheit führen.

Angebotsseitig werden bekannte, aber aufgrund der hohen Förderkosten bisher noch nicht ausgebeutete Reserven abbauwürdig (potenzielle Reserven).

Zusätzlich lohnt es sich, nach neuen Reserven zu suchen, die die erwarteten Erträge aus dem Verkauf der fossilen Energieträger die Such- und Förderkosten nun übersteigen

(hypothetische und spekulative sowie zufällig zu findende Reserven).

Die Forschung wird weiter intensiviert, um mit technischen Mitteln die Such- und

 

Erschließungskosten zu senken, sodass in absehbarer Zukunft nicht-wirtschaftliche

Reserven abbauwürdig werden. Auch die mit heutiger Technik nicht abbaubaren Reserven können dank neuer Fördertechniken abbaufähig werden.

 

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Ressourcen einzusparen oder zu substituieren. Wenn möglich werden die Ressourcen recycelt.

Aber nicht nur die Preisentwicklung der fossilen Energieträger selbst beeinflusst deren Nachfrage, sondern auch die Preisentwicklung anderer Energieträger. Denn werden nicht-fossile Energieträger günstiger, so werden die fossilen Energieträger relativ teurer, womit deren Verbrauch sinkt. Eine Folgerung aus der McKelvey-Box ist deshalb, dass eine absolute Aussage über die Beschränktheit der Energiereserven nicht möglich ist.

Es lässt sich lediglich feststellen, dass nicht-erneuerbare Energieträger begrenzt vorhanden sind und bei dem heutigem Verbrauchs- und Preisniveau schnell abgebaut werden.


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1.5 Was sind die Besonderheiten der Energiewirtschaft?


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2 ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN

2.1 Erläutern Sie die Begriffe Primär-, Sekundär-, End- und Nutzenergie!

Primärenergie

Als Primärenergie wird jene Energie bezeichnet, die noch keine Umformung erfahren hat bzw. die man direkt nutzen kann. (z.B. Erdöl, Biomasse, Erdwärme, Kohle).

Sekundärenergie

Sekundärenergie wird durch Umwandlung der Primärenergie gewonnen. Bei diesem

Schritt fallen Umwandlungs- bzw. Verteilungsverluste an (z.B. Diesel, Elektrizität).

 

Endenergie

 

Die Endenergie (= Gebrauchsenergie) steht für den Verbraucher zur Umwandlung in Nutzenergie zur Verfügung (z.B. Elektrizität, Öl, Pellets).

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Nutzenergie

Jene Energie, die nach dem letzten Umwandlungsschritt dem Endverbraucher zur

Verfügung steht (z.B. Licht, Wärme) Æ Endenergie - Verluste


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2.2 Skizzieren Sie den Aufbau eines Energieflussbildes! Welche Bereiche sind für Energieeffizienzmaßnahmen besonders relevant?

Bereiche:

¾  Gebäude (Warmwasser, Raumwärme)

¾  Verkehr

¾  Prozesswärme

3 GLOBALE DIMENSION DER ENERGIEWIRTSCHAFT

3.1 Was sind die „Strategischen Ellipsen für Erdöl und Erdgas“!

Prinzipiell sind die Strategischen Ellipsen für Erdöl und Erdgas identisch.

Die Ellipsen beschreiben die Gebiete auf der Welt, welche die größten Vorkommnisse aufweisen. Æ vom Nahen Osten bis Nordwest-Sibirien (~70% der Weltöl- & -erdgasreserven)

3.2 Welche sind die bedeutendsten Erdgas-Lieferländer für Europa?

~44 % des Erdgases werden importiert

¾  Norwegen ist der wichtigste Energieexporteur (~9%)

¾  restlicher Import Russland und Algerien


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4 ENERGIE IN EUROPA UND ÖSTERREICH (ENERGIEFLUßBILD)

4.1 Skizzieren Sie das österreichische Energieflussbild und wo fallen die größten Verluste an?

 

 

Die größten Verluste (~1/3) treten bei der Umwandlung zw. Endenergie und Nutzenergie auf.


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5 ASPEKTE DER AKTUELLEN ENERGIEWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNGEN – DER G8-GIPFEL UND DIE ENERGIESTRATEGIE DER EUROPÄISCHEN UNION

5.1 Welche Länder gehören zu den sog. G8 und G5 und wie sind die Anteile der weltweiten Treibhausgasemission auf diese beiden Gruppen ungefähr verteilt?

G8-Staaten (~43% Treibhausgasemission der Welt 2004)

1.    Deutschland

2.    Frankreich

3.    Italien

4.    Japan

5.    Kanada

6.    Russland

7.    Vereinigte Staaten (~20% Treibhausgasemission)

8.    Vereinigtes Königreich

G5-Staaten (~26% Treibhausgasemission der Welt)

1.    China (~18% Treibhausgasemission)

2.    Indien

3.    Brasilien

4.    Südafrika

5.    Mexiko


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5.2 Welches Ziel wurden am G8-Gipfel 2007 hinsichtlich der Reduktion der Treibhausgasemissionen beschlossen?

EU, Kanada und Japan wollen bis 2050 den CO2-Ausstoss auf die Hälfe reduzieren.

Schwellenländer (China, Indien, Brasilien, Mexiko & Südafrika) sollen auch miteinbezogen werden.

Wichtige Strategie:

       Steigerung der Energieeffizienz (vor allem bei Verkehr und Gebäuden)

       Durch finanzielle Anreize, vernünftige finanzpolitische Maßnahmen

       Mindeststandards für Energieeffizienz und Aufklärungskampagnen soll zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerung beitragen werden

 

       Industrie durch freiwillige Selbstverpflichtungen mit einbinden

 

 

5.3 Welche energiewirtschaftlichen Bereiche wurden beim G8-Gipfel als prioritär angesehen?


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