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Energieversorgung
und Gewinnung
von Gas in der BRD
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Inhaltsverzeichnis
Thema
Seite
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Allgemeines
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Erdgas
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Deutschland
ist abhängig vom Import 4
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Energieverbrauch
in der BRD 5
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Pipeline
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Die
neue Ostseepipeline 7
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Interessen
an der Ostseepipeline 8
Allgemeines zu Erdgas
Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das in
unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es tritt häufig zusammen mit Erdöl auf, da es auf ähnliche Weise entsteht.
Erdgase bestehen hauptsächlich aus hochentzündlichem Methan, unterscheiden sich aber in ihrer
weiteren chemischen Zusammensetzung.
Als fossiler Energieträger dient es hauptsächlich
der Beheizung von Wohn- und Gewerberäumen, als
industrielle Prozesswärmeenergie, zur elektrischen Stromerzeugung und in kleinem
Umfang als Treibstoff für Kraftfahrzeuge. Hinzu
treten mengenmäßig bedeutsame Anwendungen als Reaktionspartner in chemischen
Prozessen, wo wiederum sein Energiereichtum zum Tragen kommt. Diese sind
z. B. die Ammoniaksynthese im Haber-Bosch-Verfahren
(Stickstoffdüngemittel), die Eisenerzreduktion im Hochofenprozess oder die Herstellung von Wasserstoff.
Allgemeines zu
Mineralöl
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Im
allgemeinen Sprachgebrauch sind mit Mineralölen vor allem Treibstoffe, wie Benzin, Diesel und Kerosin, Bunkeröl, Heizöl sowie aus Erdöl
gewonnene Schmierstoffe
gemeint.
Dies ergibt sich aus der, nach der Ausweitung der Erdölförderung im
19. und 20. Jahrhundert, fast vollständigen Deckung des Bedarfs durch
Erdölprodukte und der ebenfalls überwiegenden Nutzung als Heiz-, Treib- und
Schmierstoffe. Auch hochraffinierte medizinische Weißöle für
Anwendungen in der Kosmetik
und in der Medizin zählen zu den
Mineralölen.
Allgemeines zu
Steinkohle
Steinkohle ist ein schwarzes, hartes, festes Sedimentgestein, das
durch Karbonisierung von Pflanzenresten (Inkohlung) entstand
und zu mehr als 50 Prozent des Gewichtes und mehr als 70 Prozent des Volumens
aus Kohlenstoff besteht.
Damit handelt es sich um einen Sammelbegriff für höherwertige Kohlen. Die Steinkohle wird auch „Schwarzes Gold“ genannt. Sie ist ein fossiler Energieträger
und wird im wesentlichen zur Strom-, zur
Wärmeerzeugung und zur Koksproduktion
genutzt.
Erdgas
Der deutsche Erdgaskonsum 2007 entsprach der Energie von
925 Milliarden Kilowattstunden. Der Anteil des Verbrauchs von Erdgas als
Primärenergie lag in Deutschland bei 22,7 Prozent. In der Bundesrepublik heizen
laut BDEW ( Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft ) 18,4 Millionen
Haushalte mit Erdgas, das sind rund 48 Prozent. Mit Heizöl werden etwa 31
Prozent der Wohnungen beheizt. Fernwärme kommt auf einen Anteil von 13
Prozent.
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BDEW - Angaben knapp einem Viertel des 2007 in Deutschland verbrauchten Gases.
Weitere 16 Speicher sind im Bau oder in Planung.
Erdgas wird durch
Bohrungen entweder in reinen Erdgasfeldern gewonnen oder als Nebenprodukt bei
der Erdölförderung. Da das
Erdgas in der Regel unter hohem Druck (manchmal ca. 600 bar) steht, fördert es
sich sozusagen von selbst, sobald das Reservoir einmal geöffnet ist. Im Laufe
der Zeit nimmt der Gasdruck der Lagerstätte stetig ab. Die Exploration erfolgt
heutzutage zunächst mit dreidimensionalen physikalischen Seismographen, dann
durch geochemische Methoden und schließlich durch eine Erdbohrung.
Beim Bohren nach Erdgas
wird häufig eine Tiefe von 4 – 6 Kilometer, bei Erkundungsbohrungen manchmal
bis 10 Kilometer erreicht. Es gibt für Erkundungsbohrungen, auch Bohrer, die
nicht nur senkrecht sondern auch schräg bis horizontal ins Gestein bohren
können. Beim Bohren muss das Gestein zerstört werden, das Gestein muss während
des Bohrvorganges nach oben befördert werden, ein Mantel muss den Bohrhohlraum
schützen.
Erdgastrocknung
Die Trocknung von
Erdgas, d. h. der Entzug von Wasser, ist ein wesentlicher Vorgang bei der
Erdgasaufbereitung.
Bei ungenügender Trocknung kann es zur Bildung von Methanhydraten kommen.
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Transport
und Speicherung
Erdgas kann durch
technische Verfahren auch in andere Aggregatzustände versetzt werden, die einen
Transport ohne Pipelines ermöglichen.
Gemein ist allen Verfahren eine Verringerung des Volumens, wodurch sie sich unter anderem auch
besser als Ersatz für Kraftstoff aus Mineralöl eignen.
Verfahren zur
Erdgaskomprimierung:
·
Komprimiertes
Erdgas (CNG – Compressed Natural Gas) (Komprimierung,
Druckbehälter)
·
Verflüssigtes Erdgas (LNG – Liquefied Natural
Gas) (Gasverflüssigung durch Kompression und/oder
Kühlung)
·
GtL – Gas-to-Liquids (Umwandlung in flüssige
Kohlenwasserstoffe)
Rohrleitungen
Der Druck in
Gasleitungsrohren gestaltet sich je nach Transport und Verteilung
unterschiedlich. Die aus Stahl bestehenden Ferntransport-Rohrleitungen auf dem
Festland haben einen Durchmesser von etwa 1,4 Metern, sie stehen unter einem
Druck von etwa 84 bar, und sie sind in der Regel ca. 1 Meter unter der Erde
verlegt. Alle 100 bis 150 Kilometer muss eine Kompressorstation für neuen Druck
sorgen.
Ein weiter Transport von
Erdgas kann zu einem erheblichen Energieverbrauch durch Pumpen führen. Bei 4700
Kilometern müssen etwa 10 % der Energie des Erdgases für den Pumpenbetrieb
verwendet werden. Zur Begrenzung von Gefahren durch Lecks, die einen
ungehinderten Gasaustritt ermöglichen könnten, werden außerdem in gewissen
Abständen Schieber in einer Pipeline angebracht. In einer Steuerzentrale kann
der Rohrdruck des Gasnetzes fern überwacht werden. Dieses Netz wird von den
großen Gasherstellern geleitet.
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Deutschland ist abhängig vom Import
Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Rund 97 Prozent des benötigten Mineralöls,
83 Prozent des Gases, 61 Prozent der Steinkohle werden importiert.
Uran muss sogar zu 100 Prozent importiert werden. Fast die Hälfte davon bezieht
Deutschland aus Kanada, ein Viertel liefert Großbritannien. Knapp ein Fünftel
werden aus Russland und acht Prozent aus Frankreich importiert.
Der größte
Energielieferant Deutschlands ist die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)
einschließlich Russland. Sie liefern 41 Prozent des Erdöls, 37 Prozent des Gases,
19 Prozent des Urans und 8 Prozent der Kohle.
Daneben wird Erdöl hauptsächlich aus Norwegen, dem Vereinigten Königreich,
Libyen und Syrien importiert. 26 Prozent des Erdgases liefert Norwegen. Aus den
Niederlanden kommen 18,8 Prozent. Das ist geringfügig mehr als Deutschland im
Inland an Gas gewinnen kann. Schließlich
fördert Deutschland 14 Prozent des Erdgases selbst, einen Großteil davon in
Niedersachsen.
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Energieverbrauch und Versorgung
Anders als in vielen anderen Industriestaaten ist der Energieverbrauch in
Deutschland seit vielen Jahren weitgehend stabil. Er erreichte bereits 1979
sein Maximum.
Die Energieversorgung Deutschlands ist breit verteilt.
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