Postindustrielle Gesellschaft 1973 publizierte Daniel Bell, der sich vor allem einen Namen als amerikanischer Soziologe und Journalist gemacht hat und u.a. von 1992 – 2000 Präsident der Tocquevil
Universität Karlsruhe Institut für Politikwissenschaf­ten und Sozialforschung Seminar: Didaktik der Sozialkunde Dozent: Dr. Louis Fortig Sommersemester 2008 Historisches Lernen Hausarbeit
Folgen der demographischen Alterung für die sozialen Sicherungssysteme:­ 1.) Probleme: - längere Ausbildungszeiten - frühere Beendigung des Arbeitslebens - Ungleichgewicht zwischen Beitragszahle
Migration – Reaktion und Folgen Der neue Weg zum Rassismus? Die Tendenz zur Migration hat in den vergangenen drei Jahrzehnten signifikant zugenommen und lässt sich vor allem auf die Globalisierun
Statt
einer empirisch messbaren Kriteriumsvariablen tritt ein nicht direkt messbares Konstrukt (Faktor). Von dem
wird angenommen, dass es die Ausprägungen der Indikatorvariablen bewirkt. Die
für die ermittelten Faktoren auf Basis eines additiven Modells berechenbaren
Ausprägungen je UE gelten dann als Indexwert der UE.
Unterschiede „Messen durch
Indexbildung“ und „strukturtreues Messen“:
5.6 Der
sozialwissenschaftliche Spezialfall: Messen durch Befragung
Standardisierter
Fragebogen: typisches,
generalisiertes Messinstrument der emp. Sozialforschung: Prinzipiell können alle
Sachverhalte Gegenstand standardisierter Datenerhebung sein.
Der Fragebogen
impliziert keine Beschränkungen dahingehend, welches Messmodell realisiert werden
soll. Zu differenzieren ist aber nach der Funktion von Befragter &
Interviewer in der Mess-Situation:
§Direktes Messen von Merkmalen am
Befragten als Untersuchungsobjekt: Befragter reagiert auf „verbale Stimuli“, Interviewer ist
„messende Person“. →Befragter ist VPN, seine Antworten sind Indikatoren
für Merkmale, Interviewer beobachtet & protokolliert Þ Strukturtreue Abbildung.
Daten von
Indikator-Variablen zusammengefasst als Indexwerte Þ Messen durch Indizes.
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Formale
Voraussetzungen damit diese Wertezuweisung durch Befragter als Messung gilt:
§Das Objekt der Beurteilung ist
eindeutig definiert.
§Das zu messende Merkmal (Variable)
ist eindeutig definiert und operationalisiert.
§Eine Mess-Skala (Vergleichsmaßstab)
existiert und ist eindeutig definiert.
§Die Befragten können Objekt &
Variable intersubjektiv identifizieren & die Messskala intersubjektiv
übereinstimmend darauf anwenden.
Zusätzliche Voraussetzungen bei einer Evaluation
(„Qualitätsmessung“):
§Das Kriterium der Beurteilung
(Qualitätsmerkmal) ist eindeutig definiert.
§Ergänzend ist ein (Vergleichs-)
Standard vorgegeben.
§Kriterium & Standard von allen
gleich interpretiert & intersubjektiv übereinstimmend angewandt.
5.7 Zuverlässigkeit
(Reliabilität) der Messung
Gütekriterien emp. Sozialforschung: Validität der Operationalisierung.
Reliabilität der Messung. Zuverlässigkeit ist ein „technisches“ Problem: In
welchem Maße arbeiten die zur Messung verwendeten Instrumente „fehlerfrei“ bzw.
zeigen den „wahren Wert“ der Indikatorvariablen korrekt an?
Reliabilität:Intertemporale (bei
wiederholter Messung desselben Phänomens bringt das Messinstrument die gleichen
Ergebnisse hervor), intersubjektive (versch.
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Beziehung
zw. Gültigkeit & Zuverlässigkeit: Die Gültigkeit kann niemals höher sein als die Zuverlässigkeit
des Messinstruments. Zuverlässigkeit ist eine notwendige aber keine
hinreichende Bedingung für Gültigkeit.
Messwerte können noch so „zuverlässig“
sein: sobald unangemessene Indikatoren ausgewählt & gemessen werden, sind
die Resultate nicht gültig (Messinstrument misst etwas anderes, als es messen
soll).
6. Auswahlverfahren
Definition & Auswahl von
untersuchungsrelevanten Merkmalen, UE & geeignete Messverfahren.
§Vollerhebung (VE): Datenerhebung erstreckt sich auf
sämtliche Elemente der Grundgesamtheit.
§Teilerhebung: es werden nur für eine Teilmenge der
möglichen Fälle Daten gesammelt.
§Einzelfallstudie: nur ein einziges Objekt ist
Untersuchungsgegenstand.
§Stichprobe: Objekte werden (für Teilerhebung) nach
festgelegten Regeln aus der Gesamtheit ausgewählt.
Ziel: über aktuelle
Untersuchungsfälle hinaus zu Aussagen über die Gesamtheit der mögl. Fälle kommen.
Verknüpfung von Stichprobendaten mit Aussagen über die GG kann in 2 Richtungen
erfolgen:
§Repräsentationsschluss: Anhand der Ergebnisse kann man
Verallgemeinerung auf die GG vornehmen.
§Inklusionsschluss: Ausgangspunkt ist eine Theorie, die anhand
der Resultate getestet werden soll.
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§GG: Menge von Individuen/Fällen/Ereignissen auf die sich
die Aussagen der Untersuchung beziehen sollen & die im Hinblick auf Fragestellungen
& Operationalisierung vorher eindeutig abgegrenzt werden muss.
§Ä„angestrebte GG“: Vollzählige
physische Anwesenheit der GG (Idealfall) ist meist nicht möglich → GG
soll zumindest symbolisch repräsentiert sein (Kartei, Liste).
§Erhebungs-GG (Auswahl-GG): Gesamtheit von Fällen, aus der
faktisch die Stichprobe gezogen wird: die im Zeitraum des Auswahlverfahrens
prinzipiell erreichbare Gesamtheit der Untersuchungs-bzw.
Erhebungseinheiten
(falls Auswahlverfahren direkt auf die UE gerichtet), oder die repräsentierte GG
(falls Auswahlverfahren sich auf eine symbolische Repräsentation der
angestrebten GG stützt).
§Unterscheidung zw.
angestrebter GG & Erhebungs-GG: Können erheblich voneinander abweichen; je größer die
Abweichungen, umso schwerer die Konsequenzen für die Repräsentativität der Ergebnisse.
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Die Info soll sich auf Objekte beziehen, die Gegenstand
der emp. Untersuchung sind (→UE).
6.2Anforderungen an die
Stichprobenkonstruktion
Stichprobe muss ein verkleinertes
Abbild der GG sein (Heterogenität der Elemente, Repräsentativität der
Variablen). GG muss emp. definiert sein & mit der Erhebungs-GG
übereinstimmen; nur so kann ein Auswahlplan für eine repräsentative Stichprobe
erstellt werden.
Die Stichproben-Elemente müssen definiert sein. Das
Auswahlverfahren muss angebbar sein. Die Stichprobe muss repräsentativ sein.
Repräsentativität: Kongruenz zw. angestrebter
Gesamtheit & tatsächlich repräsentierter Gesamtheit. Die Frage lautet: „Welche
Grundgesamtheit bildet die Stichprobe ab?“ Ohne präzise Angabe der angestrebten
GG kann man über die Repräsentativität einer Stichprobe nichts sagen.
Um sie abzuschätzen,
versucht man die Zielgesamtheit zu rekonstruieren, um zu erschließen, welche
die angestrebte GG sein soll.
Inferenzpopulation: GG über die auf Basis der
vorliegenden Stichprobe Aussagen gemacht werden können.
6.3 Typen von
Auswahlverfahren (Überblick)
Nicht zufallsgesteuerte Auswahlen: Repräsentativität wird dadurch
angestrebt, dass bestimmte Merkmale der Erhebungseinheiten & evtl. ihre
Verteilung in der GG als Auswahlkriterien benutzt werden. Nicht
zufallsgesteuerte A. sind nur hinsichtlich der Merkmale repräsentativ, die als
Auswahlkriterien benutzt wurden.