Postindustrielle Gesellschaft 1973 publizierte Daniel Bell, der sich vor allem einen Namen als amerikanischer Soziologe und Journalist gemacht hat und u.a. von 1992 – 2000 Präsident der Tocquevil
Universität Karlsruhe Institut für Politikwissenschaf­ten und Sozialforschung Seminar: Didaktik der Sozialkunde Dozent: Dr. Louis Fortig Sommersemester 2008 Historisches Lernen Hausarbeit
Folgen der demographischen Alterung für die sozialen Sicherungssysteme:­ 1.) Probleme: - längere Ausbildungszeiten - frühere Beendigung des Arbeitslebens - Ungleichgewicht zwischen Beitragszahle
Migration – Reaktion und Folgen Der neue Weg zum Rassismus? Die Tendenz zur Migration hat in den vergangenen drei Jahrzehnten signifikant zugenommen und lässt sich vor allem auf die Globalisierun
Kurze Zusammenfassung der ca. 560 Seiten des Buches: Kromrey, H. Empirische Sozialforschung. Stuttgart: UTB. 2006.
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Empirische Sozialforschung und empirische Theorie
1.1 Vorbemerkung zur
Situation empirischer Sozialwissenschaft
1.1.1 Funktion von Wissenschaft in der Gesellschaft
Früher gab es Wissenschaft nicht; das
Wissen wurde mündlich über Generationen weitergegeben. Comte prägte den Begriff
Soziologie: Sie sollte empirisch soziale Erscheinungen studieren & Gesetze
aufzeigen.
Comte postulierte für die Entwicklung von Gesellschaften das Dreistadiengesetz:
Individuelle Erkenntnisfähigkeiten, Wissenschaft & Zivilisation durchlaufen
drei Entwicklungsstadien zunehmender Aussonderung & Konkretisierung
(theologisch-fiktives, metaphysisch-abstraktes & positiv-reales Stadium).
Da
die Bedeutung verbindlicher Zielvorgaben von Religion und Tradition schwand, sollte
die Wissenschaft neue Orientierungs- und Legitimationsgrundlagen für das
menschliche, soziale und politische Handeln liefern. Sie sollte unbestreitbare,
handlungsleitende Erkenntnisse auf Grund empirischer Daten liefern.
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1.1.2 Zum Verhältnis von Wissenschaft und Praxis
Wenn Alltagswissen & wissenschaftliche Erkenntnis
übereinstimmen, werden Forschungsbefunde begrüßt, um damit bereits getroffene
Entscheidungen zusätzlich zu legitimieren & „wissenschaftlich abzusichern“.
Wenn Alltagswissen & wissenschaftliche Erkenntnis nicht übereinstimmen,
werden Forschungsergebnisse v.a. dann akzeptiert, wenn das Alltagswissen unter
geänderten Rahmenbedingungen nicht mehr funktioniert.
1.1.3 Zum Verhältnis von Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung
Forschungslogik & -methodik sind aufgrund des Vorgehens
in der Grundlagenforschung entwickelt & begründet worden. Der Großteil emp.
Forschung wird aber durch anwendungsorientierte Fragestellungen initiiert.
Forscherverhalten
läuft oft darauf hinaus, Kompromisse zw. den Anforderungen zu finden. Prinzipiell
gehen beide von der gleichen Methodologie aus. Unterschiede in Aufgabenstellung
& Bedingungen der Projektdurchführung führen dazu, dass methodol.
Prinzipien nicht in gleichem Maße realisiert werden können.
1.1.4 Zum Verhältnis von wissenschaftlicher „Erfahrung“ und
Alltagserfahrung
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1.2.2 Ordnung, Struktur, Gesetzesmäßigkeiten
1.2.3 Empirische Erfahrung als Grundlage des Wissens
Emp.
Wissen kann nur durch Beobachtung & in Auseinandersetzung mit der Realität
abgesichert werden. Die Art der Auseinandersetzung mit der Realität & die
Regeln der kontrollierten Beobachtung variieren aber.
1.2.4 Ein Missverständnis: standardisiert = quantitativ
Quantitative
Forschung:
Zielorientiertes Vorgehen, das die „Objektivität“ der Resultate durch möglichst
weitgehende Standardisierung aller Teilschritte anstrebt & das zur
Qualitätssicherung die intersubjektive Nachprüfbarkeit des gesamten Prozesses als
zentrale Norm postuliert.
Standardisierung:Die erhobenen Informationen sollten den
Charakter von „Daten“ haben.
Die Datenerhebung vollzieht sich stets
gleich: für alle identisches Erhebungsinstrument, gleicher Typ von Kontakt bei
allen Informanten, gleichartiges Verhalten des „Informationssammlers“.
Die
Bezeichnung „quantitative Methoden“ ist erst auf der Stufe der Datenanalyse
zutreffend, da es sich bei statistischen Verfahren um „quantitative Methoden“
handelt. Ihr Einsatz setzt quantifizierbare (unmittelbar auszählbare), nicht
aber quantitative (Qualitäten abbildende) Daten voraus.
Auch qualitative
Informationen (z.B. Geschlecht) können standardisiert als Daten erhoben werden.
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1.3.1 Begriffserklärung
Empirische
Wissenschaft beruht auf Erfahrung durch die menschlichen Sinne, was ohne Rückgriff auf Theorien nicht
möglich ist. Für eine
standardisiert-quantitativ vorgehende empirische Sozialforschung, kann der Kritische
Rationalismus (Variante der Forschungslogik) als die vorherrschende
Leitmethodologie gelten.
1.3.2 Einige Prinzipien der empirischen Forschungsmethode in der Version
des KR
Prinzip: Aussagen emp. Wissenschaften müssen prinzipiell
an der Erfahrung scheitern können. Konsequenzen:
§Empirischer Bezug der Begriffe: Verwendung
von Begriffen die sich auf die erfahrbare Realität beziehen.
§Empirischer Bezug der Gesamtaussage: Aussagen müssen eine Beschreibung von
Zusammenhängen bieten, die auch prinzipiell erfahrbar sind.
§Sätze müssen so formuliert sein, dass
sie prinzipiell widerlegbar sind.
Als emp. Aussagen nicht zugelassen:
analytisch wahre, „logische“ Aussagen: Tautologien, per definitionem wahre
Aussagen, Existenzaussagen/„Es-gibt“-Sätze → sind emp. nicht widerlegbar,
da niemals alles überprüft werden kann!
Asymmetrie zw. Falsifikation und
Verifikation
HAKEN:
Der Fall muss beobachtbar
sein. Die Beobachtung muss mit den Fakten übereinstimmen.
Fazit:
Aussagen der
Erfahrungswissenschaften sollen über die Realität eines Gegenstandsbereiches
informieren..
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§Hypothesen können mit Beobachtungsergebnissen
übereinstimmen, aber nie endgültig bewiesen (verifziert) werden.
Doch gerade
Aussagen, die Geltung unabhängig von Raum & Zeit beanspruchen (nomologische
Hypothesen) soll die empirische Wissenschaft (gem. KR) anstreben.
§Aussagenlogik: Entweder hat eine Aussage die
Eigenschaft „wahr“ oder „nicht wahr“.
§Ein All-Satz kann nie endgültig
verifiziert werden, was nicht heißt dass er niemals endgültig wahr sein könnte.
Es heißt nur, dass die mögliche Wahrheit der Aussage nicht endgültig verifiziert
werden kann.
§Hypothesen die Tests standgehalten haben
= bewährte Aussagen mit eingeschränkter
Reichweite.
§Aus bewährten Aussagen sollen umfassendere
Hypothesen mit höheren Infogehalt formuliert werden →Erfahrungswissenschaft
tastet sich an „wahre Aussagen“ heran, durch Versuch & Irrtum, Ausscheiden falscher
Hypothesen, verschärftes Testen bestätigter Hypothesen, Erweiterung bewährter
Hypothesen.
1.3.3 Probleme und Dilemmata bei der Suche nach empirischen „Gesetzen“
1.3.4 Hypothesen und Theorien
§Ziel empirischer Forschung: systematische Erfassung von
Zusammenhängen in Form von Theorien.
Empirisch bewährte Theorien sind nichts
anderes als die „Systematisierung des gesammelten Wissens“.
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