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El Nino und seine globalen Auswirkungen .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
Summary
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
2007
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El Niño und seine globalen Auswirkungen

 

El Niño (das Kind: Christkind) wird eine in unregelmäßigen Abständen auftretende Klimaerscheinung genannt bei welche die Wind und Meeresströmungen im Pazifik verändert, und primär die Westküste Südamerikas betrifft, aber weltweite Folgen mit sich bringt.

Normalzustand und Entstehung:
Der Südostpassat an der Westküste Südamerikas ist normalerweise für die westwärts gerichtete Meeresströmung und den sogenannten Humboldstrom verantwortlich. Das Wasser dieser Strömung staut sich an der indonesisch-australischen Inselbrück, die Meeresoberfläche liegt dort etwa 30-50cm höher als an der Westküste Südamerikas.

Auch erwärmt sich das Meer nach Westen hin. Dies führt in Folge zu einer tieferen Thermokline an der Westseite des Pazifiks, und zu einer sehr niederen Thermokline an der Ostseite. Das Kalte Tiefenwasser kann so leichter an die Oberfläche kommen (upwelling), dies ist die Ursache für die Kaltwassergebiete in Südamerika.

Diese Zirkulation der Luftströmung wird ‚Walker Zirkulation‘ genannt.

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Dabei senkt sich nun die Thermokline durch das heranströmende warme Wasser ab, das Upwelling und damit verbundene kalte Auftriebswasser wird unterbunden und es kommt zu einer starken Erwärmung des Meeres um 5-8K vor der Westküste Südamerikas.

Auswirkungen Regional:

Durch das wärmere Meerwasser kommt es zu einem absterben der Meeresflora und Fauna mit verheerenden Folgen für die Fischerei in Ecuador und Peru.

Das zugeführte Warmwasser führt zu enormen Verdunstungen über dem Meer, die entstehenden Wolken werden nach Westen getrieben und fallen in Form von extremen Starkregen an den Küstengebieten Ecuadors und Perus ab. Überschwemmungen und Muren sind die Folge.

Auswirkungen Global

Gegenteilige Auswirkungen zur Westküste Südamerikas hat El Niño in den Regionen Australiens und Indonesiens. Hier verspätet sich der lange erwartete Monsunregen über mehrere Monate, das Wasser wird immer knapper, besonders in den Trockengebieten Australiens werden die Buschbränden nicht mehr vom Regen gelöscht, Viehherden müssen oft notgeschlachtet werden.

Weiters kommt es zu großen Ernteausfällen in Australien.

In Gebieten wie Rio de Janeiro oder La Paz liegt die Durchschnittstemperatur während El Niño 6-10K über normal!

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Für Kanada und Europa sind extrem warme Winter zu prognostizieren, an den Küsten Kaliforniens und Mexikos kommt es zu orkanartigen Stürmen und langanhaltenden Regen sowie in der Folge zu Schlammlawinen und Überschwemmungen.

Mexiko ist durch eine große Anzahl von Hurrikans betroffen, welche erst durch die warme Meeresströmung entstehen können (mind. 27° Wassertemperatur nötig).

Auch in Kenia und Somalia (Südostafrika) kommt es zu starken Regenfällen und Überschwemmungen während El Niño – der Zusammenhänge ist aber schwer erklärbar da diese Gebiete am indischen Ozean liegen. Doch El Niño setzt enorme Energien frei und verändert so auch die Strömungsrichtungen weit entfernter Wolkenbänder.


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