El Niño und seine globalen Auswirkungen
El Niño (das Kind:
Christkind) wird eine in unregelmäßigen Abständen auftretende Klimaerscheinung
genannt bei welche die Wind und Meeresströmungen im Pazifik verändert, und
primär die Westküste Südamerikas betrifft, aber weltweite Folgen mit sich
bringt.
Normalzustand und Entstehung: Der Südostpassat an der Westküste Südamerikas ist normalerweise für die
westwärts gerichtete Meeresströmung und den sogenannten Humboldstrom
verantwortlich. Das Wasser dieser Strömung staut sich an der
indonesisch-australischen Inselbrück, die Meeresoberfläche liegt dort etwa
30-50cm höher als an der Westküste Südamerikas. Auch erwärmt sich das Meer nach
Westen hin. Dies führt in Folge zu einer tieferen Thermokline an der Westseite
des Pazifiks, und zu einer sehr niederen Thermokline an der Ostseite. Das Kalte
Tiefenwasser kann so leichter an die Oberfläche kommen (upwelling), dies ist
die Ursache für die Kaltwassergebiete in Südamerika.
Diese Zirkulation der
Luftströmung wird Walker Zirkulation genannt.
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Dabei senkt sich nun die
Thermokline durch das heranströmende warme Wasser ab, das Upwelling und damit
verbundene kalte Auftriebswasser wird unterbunden und es kommt zu einer starken
Erwärmung des Meeres um 5-8K vor der Westküste Südamerikas.
Auswirkungen Regional:
Durch das wärmere Meerwasser
kommt es zu einem absterben der Meeresflora und Fauna mit verheerenden Folgen
für die Fischerei in Ecuador und Peru.
Das zugeführte Warmwasser
führt zu enormen Verdunstungen über dem Meer, die entstehenden Wolken werden
nach Westen getrieben und fallen in Form von extremen Starkregen an den
Küstengebieten Ecuadors und Perus ab. Überschwemmungen und Muren sind die
Folge.
Auswirkungen Global
Gegenteilige Auswirkungen zur
Westküste Südamerikas hat El Niño in den Regionen Australiens und Indonesiens.
Hier verspätet sich der lange erwartete Monsunregen über mehrere Monate, das
Wasser wird immer knapper, besonders in den Trockengebieten Australiens werden
die Buschbränden nicht mehr vom Regen gelöscht, Viehherden müssen oft
notgeschlachtet werden. Weiters kommt es zu großen Ernteausfällen in Australien.
In Gebieten wie Rio de
Janeiro oder La Paz liegt die Durchschnittstemperatur während El Niño 6-10K
über normal!
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Für Kanada und Europa sind
extrem warme Winter zu prognostizieren, an den Küsten Kaliforniens und Mexikos
kommt es zu orkanartigen Stürmen und langanhaltenden Regen sowie in der Folge
zu Schlammlawinen und Überschwemmungen.
Mexiko ist durch eine große Anzahl von Hurrikans
betroffen, welche erst durch die warme Meeresströmung entstehen können (mind.
27° Wassertemperatur nötig).
Auch in Kenia und Somalia
(Südostafrika) kommt es zu starken Regenfällen und Überschwemmungen während El
Niño der Zusammenhänge ist aber schwer erklärbar da diese Gebiete am
indischen Ozean liegen. Doch El Niño setzt enorme Energien frei und verändert
so auch die Strömungsrichtungen weit entfernter Wolkenbänder.
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