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Einzelhandel .doc

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Faculty
Economics
Discipline
Business Studies
Document category
Paper
University, School
BHAK Monsbergergasse Graz
Additional information
2004
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Einzelhandel

Eintelhandelsbetriebe setzten ihre Waren an Haushalte ab.

Unterscheidungsmerkmale der Betriebsformen des Einzelhandels:

1. Einbindung in Vertriebssysteme

Formen größerer Vertriebssysteme sind:

  • Handelsketten: Eigentümer errichtet Filialen, besorgt die Verwaltung und große Teile des Einkaufs (Billa)
  • Franchisesysteme: einzelne Betriebe werden vom jeweiligen Eigentümer geführt, der Franchisegeber schreibt aber die Sortimentsgestaltung, das Shop-Design, Art der Warenpräsentation vor und besorgt den Einkauf bzw. die Produktion (Palmers, Benetton)
  • Verbundgruppen: rechtlich selbstständige Unternehmen führen gemeinsam den Einkauf oder die Kommunikationspolitik durch (Intersport)

 

2. Verkaufsmethoden

2.1 Bedienungssystem

  • Fremdbedienung: Kunde wird nach seinen Wünschen gefragt, die Ware wird ihm vorgelegt und, wenn notwendig erklärt.

 

  • Selbstbedienung

 

Ware ist frei zugänglich und kann vom Kunden ohne Mitwirkung des Verkäufers ausgewählt werden.

Man unterschiedet:

Vorwahl: Der Kunde informiert sich selbst. Erst über Wunsch wird er vom Verkäufer beraten und bedient (Elektrogeschäften)

Volle Selbstbedienung: Der Kunde wählt die Ware selbst und bringt sie ohne Mithilfe eines Verkäufers zur Kassa (Lebensmitteleinzelhandel)

Voraussetzungen für die Selbstbedienung:

  • Weitgehend selbstverkäufliche Waren
  • Selbstbedienungsgerechte Verpackung
  • Höhere Anforderung an Verkaufsfläche und Einrichtung

 

Auswirkungen für den Einzelhandelsbetreib:

  • Einsparen von Arbeitskräften
  • Senkung der Kosten
  • Schaffung eines erhöhten Kaufreizes

 

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Wichtig ist das der Kunde sich wohl fühlt und sich gut orientieren kann.

a.) Shop-Design

Beschäftiget sich mit der optimalen Gestaltung des Geschäftslokales, wie z.B. Aufstellung der Regale, Beleuchtung der Waren, Platzierung der Kassen

Regalierungsformen im Lebensmittelhandel

1.) Längs-Regalierung: Regale stehen parallel zur Hauptlaufrichtung

Vorteile:

  • einfache Grundrissplanung

Nachteile:

  • Mittelbereich ist eher schwach frequentiert, weil es nur wenige Möglichkeiten zum abbiegen gibt
  • Hoher Laufanteil, wenn Kunden nur wenig Artikel suchen
  • Wenig Orientierungspunkte

 

2.) Quer-Regalierung: Regale stehen im 90°-Winkel zur Hauptlaufrichtung.

Vorteile:

  • Einfache Grundrissplanung
  • Bessere Orientierungsmöglichkeiten
  • Besserer Einblick in die Regareihen

Nachteile:

  • Langweilige, abwechslungsarme Verkaufsfläche

 

3.) Diagonal-Regalierung: Regale stehen im 45°-Winkel zur Haupt-Laufrichtung

Vorteile

  • Kunde wird an allen wichtigen Warengruppen vorbeigeführt
  • Abwechslungsreiche Verkaufsfläche
  • Orientierungspunkte für den Kunden
  • Mittelzone wird besser frequentiert
  • Kunde kann kürzeren Weg wählen

Nachteile:

  • Aufwendige Grundrissplanung
  • Höherer Platzbedarf
  • Unübersichtlicher

 

b.) Warenpräsentation (Space Management)

 

Die Warengruppen werden so platziert, dass ein Umsatzoptimum erreicht wird.

 

Folgende Funktionen sollen erfüllt werden:

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  • Zeitersparnis bei der Suche
  • Erninnerung an Artikel
  • Anregung zum Kauf wenig bekannter oder unbekannter Artikel
  • Vergleichmöglichkeiten zwischen Produkten

 

Verkaufsaktive Landenzonen sind:

  • Rechte Seiten
  • Gangkreuzungen
  • Vorspringende Flächen
  • Bedienungsabteilungen
  • Kassenzone

 

Verkaufsschwache Ladenzonen sind:

  • Linke Seiten
  • Mittelgänge
  • Ecken
  • Einganszone
  • Zurückspringende Flächen
  • Umfeld von Bedienungsabteilungen
  • Bereich vor und nach Rolltreppen

 

Innerhalb eines Regals

  • Sicht- und Griffzonen in der Regalmitte sind die besten Zonen
  • Unteren Regalbereiche sind nicht leicht sichtbar (hier werden Waren für den täglichen Gebrauch platziert z.B. Mehl)
  • Oberen Regalbereiche (Reckzone) ist eine eher verkaufsschwache Zone

 

3.) Das Sortiment

Wird gekennzeichnet durch:

  • Die artgemäße Zusammensetzung
  • Die Sortimentsbreite
  • Die Sortimentstiefe

 

a.) Artgemäße Zusammensetzung

Möglichkeiten:

  • Ausrichtung am Material oder Art der Güter (z.B. Eisenwaren, Lederwaren, Textilien)
  • Ausrichtung nach Bedarfskreisen: Artikel unterschiedlichen Materials die zu einem Bedarfskreis gehören werden angeboten (z.B. Einrichtungshäuser bieten Möbel, Vorhangstoffe, Tapeten etc. an)

 

b.) Sortimentsbreite und Sortimentstiefe

 

Breite und enge Sortimente:

Umfassen eine große Zahl von Warengruppen (z.B. Einrichtungshaus oder Warenhaus)

 

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Tiefe Sortimente umfassen innerhalb einer Warengruppe eine größere Zahl von Artikeln (z.B Varianten nach Qualität, Muster, Farbe, Preis, Größe)

Flache Sortimente umfassen in einer Warengruppe nur wenige Varianten

Im Algemeinen begegnet man

Breiten und flachen Sortimenten (Warenhäuser)

Engen und tiefen Sortimenten (Spezialgeschäften)

Nebenleistungen im Einzelhandel

  • Vor dem Kaufabschluss: Beratung
  • Bei der Lieferung: Verpackung, Zustellung, Aufstellung und Einschulung
  • Nach der Lieferung: Service

 

4.) Der Preis

Preisentscheidung:

  • Diskontpreise
  • Konventionelle Preise
  • Exklusive Preise

 

Diskontpreise: Waren werden zu Preisen verkauft die unter den üblichen Einzelhandelspreisen liegen.

Diskonter hofft durch seine Niedrigpreispolitik einen großen Umsatz zu erzielen.

Konventionelle Preise: Preise werden mittels eines angemessenen Aufschlages auf den Einstandspreis berechnet (33-50%).

Exklusive Preise: Waren werden zu Preisen verkauft die erheblich über den üblichen Einzelhandelspreisen liegen.

Gemischte Preispolitik

Einige Sortimentsteile werden zu Diskontpreisen und andere Sortimentsteile werden zu Konventionellenpreisen angeboten.

 

Sonderangebotspolitik:

Kombiniert werden; Preis, Platzierung im Verkaufslokal, Werbung

Ziel ist es den Kundenverkehr im Geschäft zu erhöhen. Man hofft, dass Sonderangebotjäger auch andere Artikel erwerben.

 

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5.) Der Standort

Standortentscheidungen:

  • Nähen der Abnehmer:

Einzelhandelsbetreibe die Waren des täglichen Bedarfs führen, suchen Standorte in der Nähe dicht besiedelter Gebiete (Wohnblocks) oder in der Nähe von Gebieten mit dichten Fußgängerverkehr (Straßenbahnhaltestellen)

  • Konkurrenz:

 

Konkurrenz als negativer Standortfaktor: Betriebe die Waren des täglichen Bedarfs anbieten (Lebensmittel) meiden die Nähe von gleichartigen Betreiben.

Konkurrenz als positiver Standortfaktor: Bei Waren des längerfristigen Bedarfs (Suche, Kleidung) kommt es durch räumliche Konzentration (Agglomeration) in bestimmten Straßenzügen oder Stadtvierteln zu einer größeren Auswahlbreite die Kunden anzieht.

Agglomeration kann brachengleich (Viele Möbelgeschäfte in einer Straße) oder brachenverschieden (Einkaufszentren) sein.

  • Verkehr

Der zunehmende Verkehr in den Städten und die Schwierigkeit Parkplätze zu finden veranlasst viele Betriebe ihnen Standort in verkehrsgünstig gelegene Stadtrandlagen mit ausreichend Parkplätzen zu verlegen.

  • Raumkosten

 

Betriebsformen des Einzelhandels

Wesentliche Unterscheidungsmerkmale sind vor allem:

  • Sortiment
  • Betriebsgröße
  • Preispolitik
  • Verkaufsnethode

 

 

 

1.) Betriebsformen mit tiefen Sortimenten im Non-Food-Bereich:

 

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Kleinbetriebe führen oft nur eine Schmale Hauptartikelgruppe (Spezialgeschäft für Hüte)

Mittelbetriebe spezialisieren sich auf einen Bedarfskreis (Fachgeschäft für Autozubehör)

Großbetriebe werden als Fachmärkte bezeichnen (Baumarkt)

2.) Betriebsformen mit Lebensmittel als Hauptsortiment

Kleinbetriebe des Lebensmittelhandels dienen ausschließlich zur Nahversorgung und haben breite und flache Sortimente oder tiefe Sortimentsteile und flache Zusatzangebote (Delikatessengeschäft).

Je Größer die Betreibe werden desto umfangreicher wird das Zusatzangebot.

3.) Warenhäuser

Sind Großbetriebe des Einzelhandels und bieten eine Vielzahl von Sortimentsteilen im Non-Food-Bereich an (Kleidung, Einrichtung, Haushalt usw.)

4.) Einkaufszentren und Shopping Citys

Hier werden Sortimente aus dem Non-Food-Bereich sowie Lebensmittel angeboten. Ein wesentliches Merkmahl ist die gemeinsame Überdachung.

5.) Einkaufsstraßen

Findet man in den Innenstädten

6.) Sonderformen des Einzelhandels

  • Versandhandel (Kataloge, Postversand)
  • Internetvertreib
  • Teleshopping (eigene Fernsehkanäle)
  • Factory Qutlets (Hersteller vertreib seine eigene Waren)
  • Direktvertreib (Verkauf findet in den Wohnungen der Kunden statt)
  • Conveniece Stors (Betriebe die Tabakwaren, Zeitschriften, Getränke ect. anbieten, Tankstellenshops)

 

 

 

 


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