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Einstellung und Verhalten von Biobäuerinnen und Biobauern im Wandel der Zeit .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Agricultural / Horticultural Studies
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University, School
Universität für Bodenkultur Wien - BOKU
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2010
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Einstellung und Verhalten von Biobäuerinnen und Biobauern im Wandel der Zeit

„Zusammenfassung“

Bruckner, Christina 0652020 227

Gruppe: 3 Biologischer Landbau

Betreuerin: Mag. Ulrike Tunst – Kamleitner

Abgabetermin: 7.1.2010


Im bearbeiteten Artikel „Einstellung und Verhalten von Biobäuerinnen und Biobauern im Wandel der Zeit behandeln Manuela Larcher und Stefan Vogel das äußerst komplexe Thema Biolandbau und subjektive Meinungen dazu.

Ich habe den Text ausgewählt, da ich mich sehr für die verschiedenen Stellungnahmen der betroffenen Landwirtinnen und Landwirte interessiere, die für Außenstehende nicht so leicht verständlich sind.

Der besprochene Artikel beschäftigt mit sich der subjektiven Sicht der befragten Bäuerinnen und Bauern. Im Zuge der Studie wurden 74 Betriebe mit unterschiedlichsten Charakteren untersucht. Grundlage für eine Untersuchung der Veränderung der Einstellung bilden zum einen Interviews, die 1991 mit den Bäuerinnen und Bauern, kurz nach der Umstellung ihres Betriebes auf Biolandbau geführt wurden, und zum anderen eine 2004 geführte Befragung der selben Betriebe.

Die Zunahme der Biobetriebe, der bestellten Fläche und der Bioprodukte, sowie der damit verbundene steigende Konkurrenzkampf sind wesentliche Veränderungen. Weiters führen die befragten Landwirtinnen und Landwirte den EU Beitritt Österreichs und eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, aber im positiven Sinne auch eine Zunahme der Fördergelder als Gründe für den Wandel an.

Mit erhöhtem Auftreten der Konkurrenz aus dem EU-Ausland gingen auf Verschärfungen der Regelungen und Verordnungen einher.

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Doch auch zwischen den Biolandwirtinnen und –landwirten herrscht hoher Druck bezüglich der Einhaltung der Vorschriften und Auslegung der „Philosophie“ des Biolandbaus. Weiters stehen der steigende Qualitäts- und Preisdruck durch die Handelsketten auf der negativen Seite.

Um am Markt bestehen zu können, müssen die Biobetriebe also in ihre Wirtschaft investieren, sei es in Form von betrieblichen oder marktorientierten Anpassungsmaßnahmen.

Im letzten Teil des Artikels werden die Zukunftsperspektiven der Landwirtinnen und Landwirte einerseits für ihre eigenen Betriebe und andererseits für die biologische Landwirtschaft im Allgemeinen hinterfragt. Wie auch die Vertreterinnen und Vertreter der konventionellen Landwirtschaft haben die Biolandwirtinnen und –landwirte den Wunsch, dass ihre Nachkommen auch den Betrieb weiterführen, was nicht mehr als selbstverständlich angesehen werden kann.

Der Generationenwechsel auf den Höfen geht oft mit einer Betriebsauflassung oder einer erheblichen Umstrukturierung einher. Ob die befragten Biobäuerinnen und Biobauern positiv in die Zukunft blicken können hängt im wesentlichen auch davon ab, ob die Generationenfolge gesichert ist.

 

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Diese These zieht sich wie ein roter Faden durch den bearbeiteten Artikel. Dabei spielen die oben kurz beschriebenen Faktoren eine wichtige Rolle, aber auch steigenden Existenzängste der Bäuerinnen und Bauern gehen mit der verstärkten Globalisierung der Landwirtschaft einher.

Oft wird auf die gestiegenen Fördergelder eingegangen, ohne die wohl viele Bäuerinnen und Bauern nicht auf eine ökologische Bewirtschaftung ihres Hofes umsteigen könnten oder wollen. Dieses heikle Thema führt auch zur Bildung einer gewissen „Zweiklassengesellschaft“, denn viele ideologische Biobäuerinnen wollen nicht mit, „Förderungsbiobauern“, die nur auf den ökonomischen Erfolg bedacht sind, in eine Schublade gesteckt werden. Interessant ist der steigende Konkurrenzkampf der Biolandwirtinnen und –landwirte untereinander, der mit einer größeren Akzeptanz der konventionellen Landwirtschaft einhergeht.

Hierbei zu erwähnen ist, dass die befragten Landwirtinnen und Landwirte diejenigen, die ihren Betrieb erst nach ihnen, also nach 1992, mit den selben Vorurteilen belasten, die auch ihnen am Anfang zuteil wurden.

Weiters sehen sich die Biobäuerinnen und Biobauern als Imageträger der österreichischen Landwirtschaft, aber auch des Tourismuslandes Österreichs. Manche fühlen sich dazu benutzt das angekratzte Bild der Landwirtschaft wieder aufzupeppen.

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Meiner Meinung nach sollte viel mehr Aufklärungsarbeit zu diesem Thema geleistet werden. Steigende Produktionskosten und sinkende Preise für landwirtschaftliche Lebensmittel ruinieren die Existenz zahlreicher Biobäuerinnen und Biobauern, aber auch jene von konventionellen Bäuerinnen und Bauern. Wie schon im Artikel erwähnt wird, haben die Konsumenten mit ihrer Kaufkraft eine große Macht am Markt.

Hierbei ist der gesellschaftliche Trend hin zu Bioprodukten als positiv anzumerken, dagegen steht der Hang zum Billigkonsumverhalten.

Die Autoren DI Manuela Larcher und DI Dr. Stefan Vogel sind beide an der Universität für Bodenkultur Wien am Institut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung tätig. Der Artikel „Einstellung und Verhalten von Biobäuerinnen und Biobauern im Wandel der Zeit“ entstand 2007 im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts.

Er soll den Leserinnen und Lesern einen Einblick darin geben, wie die Biobäuerinnen und Biobauern selbst ihre Situation sehen. Im Gegensatz zu bisher veröffentlichten Studien spiegelt dieser Text subjektive Meinungen wieder und beschäftigt sich mit der individuellen Einstellung der Bäuerinnen und Bauern.


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