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Einführungsexkursion Grazer Randbezirke .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
Excursion report
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
2006
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Geo Sciences

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639.971 Exkursionsbericht

Grazer Randbezirke

WS 06

1. Einleitung. 3

2. Gliederung der Stadt Graz. 3

2.1 Innenstadt 3

2.2 Vorstadtzone (Äußere Stadt) 3

2.3 Vorortzone (Aussenzone) 4

3. Graz-Ost und Graz-West 5

4. Urban Graz West 7

4.1 Raumplanung. 8

5. Einkaufszentren. 9

5.1 Shopping Center West 9

6. Kartierung. 11

7. Exkursionsroute. 11

1. Einleitung

 

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung von Graz stammt aus dem Jahre 1140. Im 14. Jahrhundert wurde Graz Residenz der Habsburger – die Habsburger wohnten in der Grazer Burg und regierten von dort aus Innerösterreich, zu dem die Steiermark, Kärnten und Teile des heutigen Italiens (bis nach Triest) und Sloweniens gehörten. 1585 wurde die erste Universität gegründet.

Italienische Künstler und Baumeister prägten zu dieser Zeit das Bild der Stadt. Die Bevölkerungszahl von Graz überschritt etwa im Jahr 1870 die 100.000er-Marke. In der Folge stieg die Einwohnerzahl bis in die 70er-Jahre stetig an.

2. Gliederung der Stadt Graz

 

Im Allgemeinen lässt sich die Stadt Graz in drei Bereiche und 17 Bezirke gliedern.

-) Innenstadt (1. Bezirk)

-) Vorstadtzone (2. – 6. Bezirk)

-) Vorortzone/Aussenzone (7. – 17. Bezirk)

 

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2.1 Innenstadt

Als Innenstadt wird in Graz der 1. Bezirk bezeichnet. Dieser 1. Bezirk besteht aus dem historischem Stadtkern. Die ersten Siedlungen entstanden um den Schlossberg und waren von einer Mauerumgeben. Die heutige Innenstadt ist von den Ringstrassen, dem Glacie und der Mur von der Vorstadtzone abgegrenzt.

2.2 Vorstadtzone (Äußere Stadt)

Die Vorstadtzone besteht aus dem 2. bis 6. Bezirk und wird auch als Ergänzungsgebiet bezeichnet. Es sind Citynahe Gewerbezonen. Die äußere Stadt mit so genannten Cityachsen (Verbindung Innenstadt-Bahnhof) durchzogen. Als Beispiel wäre hier die Annenstarasse zu nennen, welche einen durchlaufende Schaufensterfront bietet.


Annenstrasse 11.10.2006

2.3 Vorortzone (Aussenzone)

Die Grazer Vorortzone sind die Bezirke 7. bis 17.

Die Funktionen der Vorortzone sind mit jenen der Innenstadt identisch. Die Vorstadtzone bietet sogar mehr Funktionen als die Innenstadt und wird deshalb als inhomogene Zone bezeichnet (Multifunktionalität). Man grenzt diese Zone durch Gürtelstrassen von innen her ab.

Als Beispiel von Graz wären der Bahnhofg., Eggenbergerg., Lazarettg., Karlauerg., Schönauerg., Geidorfg., Rosenbergg.,.., zu nennen.

 

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Diese Flächen sind durch einen allgemeinen Flächenwidmungsplan gekennzeichnet, der jedem zugänglich ist. Die Nutzung dieser Flächen kann sich natürlich im Laufe der Zeit ändern.

Die Merkmale dieser Aussenzone sind:

-) Raumintensive Großflächen (Freibäder, Sportplätze, Industriegebäude, große Bürogebäude, Erholungsflächen, Bildungsflächen....

-) Wohnflächen in allen Formen (Einzelhäuser, Siedlungen, Hochhäuser, Villen...)

-) Öffentliche Infrastruktursflächen

Bezirk

Einwohnerzahl (Stand 2001)

Fläche in ha

1. Innere Stadt

3.302

116,0454

2. St. Leonhard

12.377

183,1418

3. Geidorf

19.119

550,3808

4. Lend

22.369

370,1537

5. Gries

22.658

555,3201

6. Jakomini

25.808

409,1589

7. Liebenau

11.556

799,2621

8. St. Peter

12.809

885,5676

9. Waltendorf

10.782

447,8603

10. Ries

5.505

1.015,7747

11. Mariatrost

7.403

1.398,5920

12. Andritz

16.316

1.846,0137

13. Gösting

9.227

1.083,2425

14. Eggenberg

16.467

778,8409

15. Wetzelsdorf

12.086

577,2067

16. Straßgang

12.212

1.408,6291

17. Puntigam

6.248

334,8914

3. Graz-Ost und Graz-West

 

Graz wird durch die Mur in zwei Teile geteilt. Der Östliche Teil war immer bevorzugt, denn

er enthält die historische Altstadt, die Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen, die gründerzeitlichen Villen und ist im allgemeinen durch höhere Lebensqualität gekennzeichnet.

Der Westliche Teil hingegen wurde durch Betriebe und Wohnflächen der Arbeiter gekennzeichnet. Viele dieser Betriebe wurden im Laufe der Zeit Stillgelegt oder haben ihren Standort verlegt. Der künstlich angelegte Mühlgang (Seitenarm der Mur) ist ein gutes Beispiel für ehemalige Standorte von Betrieben welche stillgelegt oder verlegt wurden.

Vor allem mit dem Bau der Eisenbahn zur Gründerzeit verlagerten sich die Betriebe Richtung Bahnhof. Da innerhalb der Stadt kein Platz mehr vorhanden war entwickelte sich die Stadt nach Westen hin und der Bahnhof entwickelte sich zu einem zweiten Stadtkern. Dieser zweite Kern bietet dieselben Funktionen wie die inner Stadt.

 

Bsp: Ämter (AMS, BH-Graz und Umgebung, PVA)

Einkaufsfunktion (Annenpassage, Möbelhaus, Bahnhofszentrumà Bipa,Spar..)

Hotels (Ibis, Daniel, Europa)

Logistikzentrum der Post

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Unterhaltung (Kino)


Er ist zudem noch die Schnittstelle zwischen Vorstadtzone und Vorortzone.

Hauptbahnhof 11.10.2006

Marienplatz / Mühlgang 11.10.2006

4. Urban Graz West[1]

 

Nach der gelungenen Umsetzung des Stadtteilentwicklungs- programmes URBAN Graz

»Gries - Ein Bezirk lebt auf« im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN I (1995-1999) bewarb sich Graz mit ebenso großem Erfolg bei der Nachfolgeinitiative URBAN II. Als EU-Finanzierungsinstrument mit einer Laufzeit bis Ende 2006 fördert URBAN II ebenso integrierte Stadtentwicklungsprogramme zur wirtschaftlichen und sozialen Wiederbelebung bzw.

Stärkung benachteiligter Stadträume.

Das Grazer URBAN II-Programm mit dem Titel »Urban_Link Graz-West« zielt vordringlich darauf ab, im Grazer Westen historisch bedingte Ungleichgewichte zwischen großflächigen Industriezonen einerseits und angrenzenden Wohngebieten andererseits zu beheben.

Mit dem Blick auf die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts soll für den überalteten, monofunktionalen Industriegürtel westlich des Grazer Hauptbahnhofes der Wandel zu einem Stadtteil von neuer, zeitgemäßer und zukunftsfähiger Urbanität eingeleitet werden.

Im Projektgebiet, das Teile der Stadtbezirke Eggenberg, Gries, Lend, Wetzelsdorf umfasst, leben rund 32.000 EinwohnerInnen.

 

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4.1 Raumplanung

 

Die örtliche Raumplanung genannt setzt sich aus folgenden Plänen/Konzepten zusammen:

Ø  Entwicklungskonzept

Ø  Flächenwidmungsplan

Ø  Bebauungsplan

Informationsbox für URBAN-Programm Graz-West 11.10.2006

Der Flächenwidmungsplan ist Planungsgrundlage für die Raumentwicklung und Forschung. Wie der Plan aussieht ist Gemeindesache das im Gesetzt von 1974 festgehalten ist. Er gilt fünf Jahre und jährlich finden neue Novellen statt. Der Flächenwidmungsplan teilt sich in 3 Kategorien:

1. Bauland (weitere 15 Untergruppen)

2. Freiland (Wald, Wiesen, Äcker,..)

3. Verkehrsflächen (Flächen auf denen Länder und Bund Vorbehalte haben)

 

 

 

5. Einkaufszentren

In den 70er Jahre entstanden Einkaufszentren welche ein markantes Kennzeichen der Außenzonen geworden sind. Wichtiger Faktor der Standortwahl ist die Anbindung an die Autobahn und eine große freie Fläche

Grundsätzlicher Aufbau:

  • Mindestverkaufsfläche von 800m² (die meisten haben zwischen 3000 – 4000m²)
  • Unmittelbare Parkmöglichkeit vor dem EZ
  • Verkehrsanbindung
  • Zentrales Management – Centermanagement
  • gemeinsame Planung, Werbelinie
  • Magnetgeschäfte befinden sich am Eingang
  • Nach innen orientiert, oft 2 – 3 Stockwerke
  • Im Inneren befindet sich ein Art Einkaufsstraße (MALL)
  • Es gibt keine Schaufenster an den Außenseiten
  • Nachteil: wenn Leerflächen vorhanden sind

 

Es gibt zwei Arten von Einkaufszentren:

  • EZ I: mit Lebensmittelgeschäft
  • EZ II: ohne Lebensmittelgeschäft

5.1 Shopping Center West

 

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Das SCW inklusive IKEA weist eine Verkaufsfläche von insgesamt 100.000 m² auf. Das Center selbst hat eine Fläche von 28 000 m².

Die Entwicklung des Handels ist durch Handelsendogene- bzw. exogene Faktoren beeinflusst.

Endogene Faktoren:

  • Große Flächen
  • Filialisierung – ein Betrieb hat mehrere Standorte (zB.: Hartlauer)
  • Einzelhandel verschwindet immer mehr
  • Kostenreduktion bei Personal
  • Franchising (zB.: Benetton, Mc Donalds)

 

Exogene Faktoren:

  • „One-stop-shopping“ – in einem Gebäude ist alles vorhanden
  • Erlebnisgesellschaft
  • Tendenzen zur Kleinfamilie bzw. Singlehaushalte
  • Stärkere Mobilität der Bevölkerung
  • Suburbanisierung des Einzelhandels

6. Kartierung

 


7. Exkursionsroute

Marienplatz – Annenstrasse (Esperantoplatz) – Europaplatz – FH Johanneum – Reininghauspark – FH Johanneum – Alte Poststrasse – Georgigasse – Bad Eggenbrg – Kirche Strassgang – Shoppingcenter West



[1] Übernommen von http://www.urban-link.at/


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