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Einführung in die Textlinguistik .docx

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Human Science
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German
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Studienbuch Linguistik
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Textlingustik.[1]

Einführung

Die Textlinguistik beschäftigt sich mit Texten. Sie fragt, was genau einen Text ausmacht und was man als „Text“ bezeichnen kann. In der Textlinguistik betrachtet man, wie der Text aufgebaut ist und nach welchen Regeln die Texte miteinander verbunden sind.

Die Beziehung zwischen den Sätzen lässt sich in den meisten Fällen an sprachlichen Mitteln festmachen. Diese Mittel, die Sätze zueinander in Verbindung treten lassen, nennt man Kohäsionsmittel.

Wir kennen folgende Kohäsionsmittel:

Rekurrenz:

Unter Rekurrenz versteht man die Wiederaufnahme eines bereits eingeführten Textelements. Die einfachste Form der Rekurrenz ist die Wiederaufnahme eines Lexems. In diesem Fall sind natürlich auch Texte denkbar, wo das wieder eingeführte Lexem nicht das gleiche Referenzobjekt meint:

Bsp. Das ist meine KATZE, die KATZE meiner Freundin steht dort drüben.

Die Rekurrenz wird vom stilistischen Standpunkt her nicht so gerne gesehen. Bei wissenschaftlichen Arbeiten, ist sie aber ob der der Verständlichkeit oft unverzichtbar. Denkbar ist natürlich auch eine partielle Referenz, bei der nur Teile eines eingeführten Objekts wieder auftreten.

Bsp: KINDER, KINDERgarten, KINDERschuhe..

 

Substitution:

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Bsp: Ich kaufe mir heute eine neue HOSE. JEANS mag ich da lieber als STOFFHOSEN.

Pro-Formen:

Bei der Verknüpfung von Sätzen mit Pro-Formen kommen die Pronomina (Demonstrativpronomen) zum Tragen. So wird in den Sätzen wieder auf andere Sätze Bezug genommen. Ebenso kennt man die Adverbien als solche Verknüpfungsmethoden und die Pronominaladverbien (wobei, womit, darauf..).

Die bisher besprochenen Kohäsionsmittel beziehen sich auf die Wiederaufnahme oder auf das Grundprinzip der Wiederholung. Daneben kennt man aber auch noch folgende Mittel:

Tempus: Dem Tempus kommt keine besonders textzusammenhaltende Funktion zu, aber durch die Wahl des Tempus kann man eine gewisse Kohäsion erzeugen. Außerdem kann aus dem Tempus leichter auf die verwendete Textsorte geschlossen werden.

Konvektive: Konjunktionen sind wohl das bekannteste Kohäsionsmittel. Sie stellen Verbindungen in Sätzen und zwischen Sätzen her. Allerdings kommt ihnen nur eine bindende Rolle zu, sie verweisen auf sonst nichts.

Textklassifikationskriterien.

Bei der Klassifikation von Textsorten unterscheidet man die textinterne und die textexterne Struktur. Die textinterne Struktur lässt sich noch weiter unterteilen in Textoberfläche (z.B. Wortschatz, Satzbaumuster) und in Texttiefenstruktur (z,B, Thema, Textstrukturmuster)

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Textsorten vs. Textklassen:

Neben der Textklassifikation wie z.B. „Artikel“, gibt es auch zusammengesetzte Benennungen, die alltagsspracheich zur Textsorte hinzukommen: „Zeitungsartikel“

Theoretisch ist eine Dreiteilung der Terminologie in

Texttyp – Textklasse – Textsorte

möglich

Gerade Texttyp und Textklasse sind nicht eindeutig klassifizierbar.

Textsorte und Textmusterwissen:

Textsorten linguistisch klar zuzuordnen ist linguistisch nur sehr schwer möglich. Trotzdem lässt uns unser Gespür oft die richtige Textsorte zuordnen. Hierfür brauchen wir unser „Textmusterwissen“, das uns da die notwendigen Informationen liefert. Das Textmusterwissen liefert uns die Kriterien die uns beim Zuordnen der Textsorte helfen.

Wir kennen hierbei zuerst einmal die textinternen Kriterien, die wir am Text selber festmachen. Hierbei kommen z.B. Satzbau oder Wortwahl zum Tragen.

Ich kann bei der Wortwahl eine Heiratsanzeige sofort von einem wissenschaftlichen Text unterscheiden. Das gleiche gilt etwa für den Satzbau oder für die Themenbildung und den Themenverlauf. Von einem wissenschaftlichen Text verlange ich, dass er immer am Thema bleibt, bei einem persönlichen Mail meines Freundes akzeptiere ich Themenwechsel.

Neben diesen kennen wir aber auch noch die textexternen Kriterien, die im folgenden Teil erläutert werden:

 

Textexterne Kriterien:

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Das Kommunikationsmedium das den Text rägt: Bsp. Brief vs. E-Mail

Die Kommunikationssitutaion in der der Text stattfindet. Hierbei wird auch auf die soziale Stellung der Kommunikationspartner geachtet. Es macht einen Unterschied ob der Text zwischen Professoren oder unter Studenten stattfindet.

Grundsätzlich bleibt in diesem Zusammenhang zu sagen, dass es eine vollständige Liste nur schwer geben kann.

Einteilung der Textfunktion nach Bühler (Organonmodell):

Textkohärenz und Textfunktion:

Wenn jemand eine Satzfolge als Text versteht, so spricht man von einem Text. Jede Satzfolge kann somit als Text verstanden werden.

Textsorten:

Es gehört zu unserer Intention spontan eine Satzfolge einer Textsorte zuzuordnen. Wenn man Texte kategorisiert, so spricht man immer von einem „Bündel von Merkmalen“, das uns den Text einer Textsorte zuordnen lässt.

Klassifikationskriterien für Textsorten:

Bei den Klassifikationskriterien kennt man folgendes:

Lautlich – paraverbale (bzw. graphische) Ebene:

Ich kann einen Radiobeitrag am Gehörten sofort von den Radionachrichten unterscheiden. Dasselbe gilt für die graphische Ebene. Auch hier kann ich Maschinenschrift sofort von der Handschrift unterscheiden.

 

Je weniger ich mich auf das „Textinnenleben“ konzentriere, umso wichtiger wird das „Textaußenleben (Adressat, Umgebung, Weltwissen..).

Meistens ist das Organonmodell von Bühler das Ausgangsmodell für die Einteilung für die Klassifikationen.

Bühler kennt bei seinem Modell drei Ausgangsbereiche:

Darstellung von Gegenständen

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Apell

Neben dieser Dreigliederung von Bühler kennt man noch die Illokutionstypen von Searle.

Vernetzungsmuster in Texten:

Koordinierung: Dies ist das Muster der Vernetzung der räumlichen, sachlichen und der situativen Vernetzung. Das Muster der Koordinierung bezieht sich auf das „gemeinsam gegeben sein“. Es ist vergleichbar mit den frames bei der frame-scriot Theorie. Diese bilden den Rahmen für gewisse Umstände. Koordinierung bietet also den Rahmen für alles was gemeinsam gegeben ist.

Chronologisierung:

Dieses Muster kommt oft in Kindertexten vor und wird dann mit „und dann“ realisiert. Mann kann aber auch das Plusquamperfekt zur Realisierung einführen und dadurch eine zeitliche Dimension hinzugewinnen.

Konklusivität:

Diese umfasst die wichtigsten kausalen Verknüpfungen. Das „weil“ selber muss man nicht explizit hinschreiben, es kann auch aus dem Text erschlossen werden.

Thema:

Unter „Thema“ versteht man quasi den Kerninhalt eines Textes- Ein Thema ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein Text als kohärent verstanden wird. Die Wichtigkeit des Themas wird dadurch bestärkt, dass wir scheinbar unabhängige Sätze versuchen unter ein Thema zu stellen.


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