EINFÜHRUNG IN DIE SOZIOLOGIE
Was
ist Soziologie:
sie
ist eine wissenschaftliche Disziplin (Fachgebiet), wie die Ökonomie (VWL,
BWL..) diese entwickeln sich weiter; diese Disziplinen sind Einteilungen, die
sich historisch verändern, weiterentwickeln. Haben die Tendenz dass immer mehr
kleine Teilgebiete zu Disziplinen werden.
Soziologie
untersucht das soziale Leben sozialer Gruppen, Institutionen und
Gesellschaften, nicht mit einzelnen Individuen (wie Psychologie, Theologie,
Medizin..), sondern mit Gruppen, die Beziehungen zwischen Menschen,
Gruppenphänomene mit dem sozialen Leben.
z.B.:
Selbstmord: macht man in der Regel alleine, aber andere sind (wenn auch nicht
körperlich,
sondern gedacht) anwesend. Andere sind nur im Möglichkeitsraum anwesend.
..in
Situationen die sich wiederholen, die bestimmten Mustern entsprechen.
Was
Institutionen betrifft: was längere Zeit besteht, was allen bekannt ist dass es
besteht... dauerhafte Einrichtungen, die einmal entstanden sind. z.B.:
österreichische Bundesverfassung. Institution Familie hat sich entwickelt.
Gesellschaft:
etwas relativ großes in der Regel. Dinge die in der Regel die Grenzen eines
Nationalstaates darstellen. Die österreichische, die deutsche, die russische
Gesellschaft... wie entstehen solche Gesellschaften?
Besonderheit
einer wissenschaftlichen Disziplin: entwickelt dafür eigene Begrifflichkeiten
und eigene Methoden!
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Mobiltelefone und wie sich das auswirkt. Soziologie erfordert, über unser alltägliches
Leben hinauszugehen und begnügt sich nicht mit dem Blick des Laien, sondern
stellt diesen immer wieder in Frage.
Soziologische
Denkweise: Bsp.: man setzt sich mit optischen Eindrücken auseinander. z.B.:
eine bestimmte Anzahl von Personen, des jeweiligen Geschlechts, scheuen sich an
oder auch nicht, die zufällig oder nicht zufällig miteinander zu tun haben und
dieses oder jenes tun (reden, Kaffee trinken, etc.) und diverse Utensilien
haben oder nicht (z.B.: Kaffeetassen) und dies zu einer bestimmten Zeit und an
einem bestimmten Ort.
Am
Bsp. Kaffee trinken:
- Ein Ritual, bei dem es mehr auf das Symbol als auf
ein Getränk ankommt. „gehen wir einen Kaffee trinken“ ...dabei geht es
nicht um den Kaffee an sich. Intimität herstellen, etwas, das privat ist.
Eine private Kommunikationsform
- eine sozial akzeptierte, stimulierende Droge
(Koffein).
- Ein Produkt, das weltweit gehandelt wird,
- das erst durch den Kolonialismus nach Europa kam
Kolonien: (im Unterschied zu einem
Territorium das militärisch besetzt wurde) haben heute fast alle eine
parlamentarische Repräsentation der Bevölkerung, Militärisch besetztes
Territorium: lokales Parlament oder auch nicht, oder ein Parlament der
Besatzungsmacht;
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C.Wright
Mills (1916-62): einer der wichtigen Soziologen der 50er in den USA,
schrieb „the sociological Imagination“
Soziale
Struktur:
Die
Umgebung (der soziale Kontakt), in der wir handeln, ist kein zufälliges Chaos,
sondern geordnet. Beinhalten diese Ordnung oder werden in eine Ordnung
gebracht..
Die
Muster dieser Ordnung nennen Soziologen „Struktur“, welche (formal) aus
Elementen und Beziehungen zwischen diesen besteht. Sie besitzen das Merkmal
dass sie unsere Handlungsmöglichkeiten entweder beschränken (man kann nur eine
Person heiraten) oder erleichtern. Durch unser Handeln stellen wir diese
Strukturen her, reproduzieren sie => Strukturierung, Aufrechterhaltung
dieser Strukturen: Strukturierungsprozess
Beabsichtigte
und nicht beabsichtigte Folgen des (sozialen) Handelns:
- Wenn
wir etwas tun (also handeln), tun wir das oft, weil wir etwas bestimmtes
anstreben, ein Ziel verfolgen, eine Absicht haben => Gründe
Bsp.:
VO: alle sitzen aus einem Grund hier: VO muss man machen und Prüfung auch.
Nicht beabsichtigte Nebenfolgen sind dann: wenn z.B.: alles einschlafen
Bsp.:
nicht beabsichtigte Nebenfolgen des Verbots bestimmter Stimulanzen z.B.:
Rauchverbot in Lokalen. Folge: die Gäste bleiben aus
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Soziologisches
Denken:
- Fakten
aufzeigen: dass etwas bestimmtes geschieht und - manchmal auch - wie es
geschieht (Faktenfrage: wie viele Nespresso- Kapseln werden in das eine
und das andere Land exportiert; wie viele Personen besuchen eine bestimmte
Vorlesung; Erfahrung zeigt, nicht alle die angemeldet sind kommen auch
her, also weiß ich dass ich nicht den größten Hörsaal brauche)
- Theorien:
nötig, um zu zeigen, warum etwas geschieht
- Theorien
zu benutzen bedeutet: abstrakte Interpretationen zu entwickeln, die dazu
verwendet werden können, eine Vielzahl von empirischen Situationen zu
erklären
also nicht nur in dieser einen Situation,
sondern in dieser und ähnlichen Situationen
- (Sozial-)
Forschung und Theorie (-entwicklung) hängen zusammen
Drei
exemplarische Vertreter: (drei Theoretiker)
Emile
Durkheim, Karl Marx, Max Weber
Soziologie:
Wozu?
- Um
verschiedene Perspektiven auf das soziale Leben zu entwickeln, und die
auch in irgendeiner Weise systematisch vorzuführen
- und
diese zu vergleichen.
- Veränderungsprozesse
(sozialen Wandel) verstehen
- Praktische
Hilfe, um politische Maßnahmen zu beurteilen
- Hilft
zur Selbst- Erkenntnis und zur Kontrolle über unser Leben
- Gesellschaftskritik:
dass es in einer Gesellschaft, in der jeder die selben Möglich-keiten
haben sollten, einigen Hürden gestellt werden und anderen nicht z.B.
- Berufsvorbereitung
für verschiedene Tätigkeiten; begleitende Berufsvorbereitung für VWL und
BWL z.B.
IL:
Film: Kitchen Stories
Glossar:
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- Soziologie
- Soziologische Denkweise
- Strukturierung
- Symbol
- Symbolischer
Interaktionismus - Tatsache
- Theoretischer
Zugang - Theorie
- Theorien
mittlerer Reichweite
2. Globalisierung und sozialer Wandel:
(Entwicklung der Menschheit bisher)
Menschen
gibt es seit ca. 500 000 Jahren
Ackerbau
seit ca. 12 000 Jahren
Zivilisationen
(komplexere Gesellschaften) seit ca. 6 000 Jahren
In
einer 24-Stunden Welt:
Bis
23:56 hat die Menschheit nur Ackerbau betrieben
ab
23:59 gibt es Zivilisationen
ab
23:59 und 30 Sekunden gibt es moderne Gesellschaften
d.h.
In den letzten 30 Sekunden fanden mehr Änderungen statt als in der ganzen Zeit
davor
Was
macht den Menschen zum Menschen?- Verwendung von relativ komplexen
Symbolsystemen (z.B.: Sprache), Herstellung von Werkzeugen, die Entwicklung von
Selbstbewusstsein (Introspektion; das Nachdenken über das Denken eines Anderen
ist nicht wirklich möglich)
2.1.
Vormoderne Gesellschaften:
1.
Jäger und Sammler- Gesellschaften:
die
früheste Form der Vergemeinschaftung (vom Menschen gemeinsam erbrachten
Leistungen) und der Aufrechterhaltung von Kommunikation - und Binnenstruktur
der
Lebensunterhalt kommt zustande durch das Sammeln von Nahrungsmitteln die in der
Natur vorkommen und das jagen von Tieren die man erlegt und verspeist. z.B.:
jagen erfordert in der Regel schon ein ziemlich komplexes kooperieren; nur mit
Händen und ganz allein nicht möglich. v.a.
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