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Einführung in die Soziologie .docx

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Faculty
Social Science
Discipline
Sociology
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2010, Fleck
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EINFÜHRUNG IN DIE SOZIOLOGIE

Was ist Soziologie:

sie ist eine wissenschaftliche Disziplin (Fachgebiet), wie die Ökonomie (VWL, BWL..) diese entwickeln sich weiter; diese Disziplinen sind Einteilungen, die sich historisch verändern, weiterentwickeln. Haben die Tendenz dass immer mehr kleine Teilgebiete zu Disziplinen werden.

Soziologie untersucht das soziale Leben sozialer Gruppen, Institutionen und Gesellschaften, nicht mit einzelnen Individuen (wie Psychologie, Theologie, Medizin..), sondern mit Gruppen, die Beziehungen zwischen Menschen, Gruppenphänomene mit dem sozialen Leben.

z.B.: Selbstmord: macht man in der Regel alleine, aber andere sind (wenn auch nicht

körperlich, sondern gedacht) anwesend. Andere sind nur im Möglichkeitsraum anwesend.

..in Situationen die sich wiederholen, die bestimmten Mustern entsprechen.

Was Institutionen betrifft: was längere Zeit besteht, was allen bekannt ist dass es besteht... dauerhafte Einrichtungen, die einmal entstanden sind. z.B.: österreichische Bundesverfassung. Institution Familie hat sich entwickelt.

Gesellschaft: etwas relativ großes in der Regel. Dinge die in der Regel die Grenzen eines Nationalstaates darstellen. Die österreichische, die deutsche, die russische Gesellschaft... wie entstehen solche Gesellschaften?

 

Besonderheit einer wissenschaftlichen Disziplin: entwickelt dafür eigene Begrifflichkeiten und eigene Methoden!

 

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Soziale globale Prozesse sind z.B.: die Ausbreitung der Mobiltelefone und wie sich das auswirkt. Soziologie erfordert, über unser alltägliches Leben hinauszugehen und begnügt sich nicht mit dem Blick des Laien, sondern stellt diesen immer wieder in Frage.

Soziologische Denkweise: Bsp.: man setzt sich mit optischen Eindrücken auseinander. z.B.: eine bestimmte Anzahl von Personen, des jeweiligen Geschlechts, scheuen sich an oder auch nicht, die zufällig oder nicht zufällig miteinander zu tun haben und dieses oder jenes tun (reden, Kaffee trinken, etc.) und diverse Utensilien haben oder nicht (z.B.: Kaffeetassen) und dies zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort.

Am Bsp. Kaffee trinken:

      1. Ein Ritual, bei dem es mehr auf das Symbol als auf ein Getränk ankommt. „gehen wir einen Kaffee trinken“ ...dabei geht es nicht um den Kaffee an sich. Intimität herstellen, etwas, das privat ist. Eine private Kommunikationsform
      2. eine sozial akzeptierte, stimulierende Droge (Koffein).
      3. Ein Produkt, das weltweit gehandelt wird,
      4. das erst durch den Kolonialismus nach Europa kam

Kolonien: (im Unterschied zu einem Territorium das militärisch besetzt wurde) haben heute fast alle eine parlamentarische Repräsentation der Bevölkerung, Militärisch besetztes Territorium: lokales Parlament oder auch nicht, oder ein Parlament der Besatzungsmacht;

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C.Wright Mills (1916-62): einer der wichtigen Soziologen der 50er in den USA, schrieb „the sociological Imagination“

Soziale Struktur:

Die Umgebung (der soziale Kontakt), in der wir handeln, ist kein zufälliges Chaos, sondern geordnet. Beinhalten diese Ordnung oder werden in eine Ordnung gebracht..

Die Muster dieser Ordnung nennen Soziologen „Struktur“, welche (formal) aus Elementen und Beziehungen zwischen diesen besteht. Sie besitzen das Merkmal dass sie unsere Handlungsmöglichkeiten entweder beschränken (man kann nur eine Person heiraten) oder erleichtern.

Durch unser Handeln stellen wir diese Strukturen her, reproduzieren sie => Strukturierung, Aufrechterhaltung dieser Strukturen: Strukturierungsprozess

Beabsichtigte und nicht beabsichtigte Folgen des (sozialen) Handelns:

  • Wenn wir etwas tun (also handeln), tun wir das oft, weil wir etwas bestimmtes anstreben, ein Ziel verfolgen, eine Absicht haben => Gründe

Bsp.: VO: alle sitzen aus einem Grund hier: VO muss man machen und Prüfung auch. Nicht beabsichtigte Nebenfolgen sind dann: wenn z.B.: alles einschlafen

Bsp.: nicht beabsichtigte Nebenfolgen des Verbots bestimmter Stimulanzen z.B.: Rauchverbot in Lokalen. Folge: die Gäste bleiben aus

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Soziologisches Denken:

  • Fakten aufzeigen: dass etwas bestimmtes geschieht und - manchmal auch - wie es geschieht (Faktenfrage: wie viele Nespresso- Kapseln werden in das eine und das andere Land exportiert; wie viele Personen besuchen eine bestimmte Vorlesung; Erfahrung zeigt, nicht alle die angemeldet sind kommen auch her, also weiß ich dass ich nicht den größten Hörsaal brauche)
  • Theorien: nötig, um zu zeigen, warum etwas geschieht
  • Theorien zu benutzen bedeutet: abstrakte Interpretationen zu entwickeln, die dazu verwendet werden können, eine Vielzahl von empirischen Situationen zu erklären

also nicht nur in dieser einen Situation, sondern in dieser und ähnlichen Situationen

  • (Sozial-) Forschung und Theorie (-entwicklung) hängen zusammen

 

Drei exemplarische Vertreter: (drei Theoretiker)

Emile Durkheim, Karl Marx, Max Weber

Soziologie: Wozu?

  • Um verschiedene Perspektiven auf das soziale Leben zu entwickeln, und die auch in irgendeiner Weise systematisch vorzuführen
  • und diese zu vergleichen.
  • Veränderungsprozesse (sozialen Wandel) verstehen
  • Praktische Hilfe, um politische Maßnahmen zu beurteilen
  • Hilft zur Selbst- Erkenntnis und zur Kontrolle über unser Leben
  • Gesellschaftskritik: dass es in einer Gesellschaft, in der jeder die selben Möglich-keiten haben sollten, einigen Hürden gestellt werden und anderen nicht z.B.
  • Berufsvorbereitung für verschiedene Tätigkeiten; begleitende Berufsvorbereitung für VWL und BWL z.B.

IL: Film: Kitchen Stories

 

Glossar:

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  • Soziologie - Soziologische Denkweise
  • Strukturierung - Symbol
  • Symbolischer Interaktionismus - Tatsache
  • Theoretischer Zugang - Theorie
  • Theorien mittlerer Reichweite

 

2. Globalisierung und sozialer Wandel:

(Entwicklung der Menschheit bisher)

Menschen gibt es seit ca. 500 000 Jahren

Ackerbau seit ca. 12 000 Jahren

Zivilisationen (komplexere Gesellschaften) seit ca. 6 000 Jahren

In einer 24-Stunden Welt:

Bis 23:56 hat die Menschheit nur Ackerbau betrieben

ab 23:59 gibt es Zivilisationen

ab 23:59 und 30 Sekunden gibt es moderne Gesellschaften

d.h. In den letzten 30 Sekunden fanden mehr Änderungen statt als in der ganzen Zeit davor

Was macht den Menschen zum Menschen?- Verwendung von relativ komplexen Symbolsystemen (z.B.: Sprache), Herstellung von Werkzeugen, die Entwicklung von Selbstbewusstsein (Introspektion; das Nachdenken über das Denken eines Anderen ist nicht wirklich möglich)

2.1. Vormoderne Gesellschaften:

1. Jäger und Sammler- Gesellschaften:

die früheste Form der Vergemeinschaftung (vom Menschen gemeinsam erbrachten Leistungen) und der Aufrechterhaltung von Kommunikation - und Binnenstruktur

der Lebensunterhalt kommt zustande durch das Sammeln von Nahrungsmitteln die in der Natur vorkommen und das jagen von Tieren die man erlegt und verspeist. z.B.: jagen erfordert in der Regel schon ein ziemlich komplexes kooperieren; nur mit Händen und ganz allein nicht möglich. v.a.


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