29.06.10
Eberhard- Karls Universität Tübingen
Romanisches Seminar
PSII: Einführung in die Semantik des
Französischen
Dozent/ in: Esme Winter- Froemel
Sommersemester 2010
21.04.10:
Zeichentheorie und Semantik; Semasiologie und Onomasiologie
Die Semantik
(gr. sēmainein ´bezeichnen`) ist eine Theorie oder Wissenschaft, die sich
mit der Bedeutung der sprachlichen Zeichen beschäftigt. Sie ist ein Teilbereich
der Semiotik, der sogenannten Zeichentheorie.
Eine wichtige
Definition zu der Zeichentheorie liefert uns der Strukturalist Ferdinand de
Saussure, laut ihm besteht ein Zeichen aus zwei unzertrennbaren Einheiten, dem signifiant
und dem signifié.
Außerdem haben
wir uns mit den Begriffen der Semasiologie und Onomasiologie beschäftigt. Die semasiologische
Herangehensweise geht vom Zeichen aus und sucht nach der Bedeutung, die
onomasiologische Herangehensweise geht vom außersprachlichen Referenten aus
und sucht nach der Bezeichnung des Konzepts.
28.04.10:
Strukturelle Semantik
Die Strukturelle
Semantik basiert auf verschiedenen Modellen des Strukturalismus, und
beschäftigt sich hauptsächlich mit der Analyse lexikalischer Einheiten. Nach
der strukturellen Semantik kann die Bedeutung eines Wortes nur über die
Beziehung zu anderen Lexemen in einem Sprachsystem analysiert und beschrieben
werden.
05.05.10: Lexikalische
Relationen; Rhetorische Tropen (Metapher, Metonymie, Synekdoche)
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Ein anderes
Thema dieser Sitzung waren Rhetorische Tropen. Ausführlich beschäftigten wir
uns mit der Theorie und der Rolle der Metapher, der Metonymie und der
Synekdoche. Die Metapher beruht auf dem Prinzip der Similarität, die Metonymie
hingegen auf dem Prinzip der Kontiguität.
12.05.10
Kognitive Semantik: Prototypentheorie, Frames and Scenes
Die Kognitive
Semantik untersucht die Bedeutung von Wörtern und sprachlichen Äußerungen im
Zusammenhang mit der Art und Weise, wie Sprecher damit mental operieren.
Es gibt zwei
zentrale Modelle der Kognitiven Semantik, die Prototypentheorie und die Frames-
and Scenes- Theorie.
19.05.10
Vergleich der strukturellen und der Kognitiven Semantik; Euphemismus
Das
hauptsächliche Ziel dieser Sitzung war, die Strukturelle Semantik mit der
Kognitiven Semantik zu vergleichen. Die Semanalyse dient hierbei als Basis für
die Strukturelle Semantik, die Prototypentheorie hingegen für die Kognitive
Semantik. In der Strukturellen Semantik sind feste Merkmale und fest umrissene
Bedeutungen gegeben, im Gegensatz zur Kognitiven Semantik, wo man von flexiblen
und graduellen Kategorien spricht. Zusätzlich spielt der Zusammenhang zwischen
Sprache und Wahrnehmung eine große Rolle bei der Kognitiven Semantik.
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02.06.10
Bedeutungswandel; Polysemie/ Homonymie; Ambiguität
In dieser
Sitzung haben wir uns mit der Historischen Semantik beschäftigt, der
Schwerpunkt dieser Semantik liegt auf dem Bedeutungswandel. Ein Begriff
unterliegt einem Bedeutungswandel, wenn sich nicht seine Bedeutung ändert,
sondern wenn eine neue hinzu oder abhanden kommt.
Zusätzlich war
die Ambiguität Thema dieser Stunde. Von Ambiguität (lat. ambiguus= zweifelhaft)
spricht man, wenn ein Zeichen mehrere Bedeutungen aufweist. Dies entsteht, wenn
ein Zeichen auf verschiedene Weise interpretiert werden kann. Ein Teil der
lexikalischen
Ambiguität bilden hierbei die Begriffe Polysemie und Homonymie.
09.06.10:
Formale Semantik/ Satzsemantik
Die Satzsemantik
untersucht wie aus der Bedeutung einzelner Wörter, die Bedeutung ganzer
syntaktischer Einheiten hervorgeht. Hierbei spielt das
Kompositionalitätsprinzip von Gottlob Frege eine wichtige Rolle. Laut ihm setzt
sich die Bedeutung eines komplexen Ausdrucks aus der Bedeutung seiner Teile und
der Art ihrer syntaktischen Verknüpfung.
16.06.10
Semantik von Adjektiven und Verben
Nach Tesnière
hat ein Verb Argumente, die sogenannten Aktanten. Die Aktanten haben dabei
verschiedene Rollen, die sich durch den Agens, dem Patiens und dem Thema
ausdrücken lass können. Adjektive können einer gleichen semantischen Struktur
untergeordnet werden wie Verben. Adjektiven wird jedoch noch zusätzlich eine
Referenzquantität hinzugefügt, da sie Antonyme bilden können.
23.06.10
Semantik und Pragmatik
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