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Einführung in die Logik .doc

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Philosophy
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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LOGIK

Aufgaben: 1.) Strukturierungsaufgabe: Logik kann durch die methodische Trennung von Inhalt und Form zum klar(er)en, konsequent(er)en, exakt(er)en und folgerichtig(er)en Denken und Sprechen führen.

2.) Transformationsaufgabe: Logisches Schließen = Übergehen von Sätzen zu anderen Sätzen, oder von Prämissen zur Konklusion. P und die Übergänge zur K müssen w sein. Alle P wahr -> K wahr.

Ziele/4 Entwicklungsrichtungen: 1.) Logizität: Begriffssystem ohne Widersprüche

2.) Rationalität: Alle Realitätsprobleme sollen gelöst werden können.

3.) Vollständigkeit: Alle als wahr erkannten Begriffe sollen faßbar sein.

4.) Empfindlichkeit: Wir sollen auf möglichst alle Realitätsunterschiede mit Begriffen reagieren können

Definitionen/Methoden der Logik: 1.) Lehre vom Folgern (Satz>Satz oder P>P>K)

2.) Formanalyse des begründeten Denkens

3.) Lehre von der Struktur der Gedanken (Gedanken als ideale Gebilde)

4.) Lehre vom Beweis (alle P müssen wahr sein)

5.) Allgemeinste Sprache/universale Grammatik (allgem. Sprachtheorie)

Prinzipien der elementaren Logik: Idealisierung, Vereinfachung, nur wahrheitsfähige Deskriptionen ( kein Gefühlsbereich), nur zweiwertige Logik: wahr/falsch (-> keine Wahrscheinlichkeiten)

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Im Zentrum am wenigsten zu Veränderungen geneigt. Logik soll mit ihrer Begriffsapparatur allen Wissenschaften dienen

Das Gebiet der Logik: elementare Logik (Zuordnung von w/f); erweiterte Logik (z.B.: Befehle, Versprechen,...)

Logische Systeme (=AL, PL, Syllogismus):

I.              Form(ations)gerüst/Syntax – Zielfrage: Was ist wohlgeformt? a) Lexikon gibt die Zeichen an b) Formregeln geben die erlaubten Verkettungen der Zeichen an

II.             Semantik – gibt den Formeln eine Bedeutung: a) Interpretation muss einen passenden Gegenstandsbereich finden b) Wahrheitsregeln: elementare <> erweiterte Logik

AUSSAGENLOGIK:

I. Formgerüste (wohlgeformte Formel?)

a) Lexikon: aa) Deskriptive Satzzeichen (Satzkonstante <> Satzvariable)

ab) log. Zeichen: Negator, Konjunktor, Disjunktor, Subjunktor, Bisubjunktor

ac) Gliederungszeichen (z.B.: Klammern)

b) Formregeln: Jedes Satzzeichen ist eine Formel. Alles andere ist keine Formel.

II. Semantik (wahre Formel?) a) Interpretation deutet Zeichen: Interpretationsbereich+ Belegung

b) Die 5 Wahrheitsregeln sagen aus, wann die 5 log. Zeichen wahr sind.

Darstellung einer Wahrheitsfunktion (=Bedeutung eines Junktors): Matrix der Wahrheitswerte, Pfeildiagramm, Gonseth-Diagramm (wahr wird senkrecht straffiert)

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Verknüpfungsbasis: Menge von Junktoren, mit der alle anderen darstellbar sind

Einteilung der log. Formeln: 1.) Tautologie: nur w-Fälle; logisch gültig; konsistent/erfüllbar (=kann wahr gemacht werden); ist nicht empirisch determiniert/kontingent, ist unabhängig von der Belegung, logisch determiniert

2.) Kontingenz: Kann je nach Belegung w oder f gemacht werden; nicht log gültig, aber nicht log ungültig; erfüllbar; nicht logisch determiniert, aber empirisch determiniert

3.) Kontradiktion: alle Belegungen = f-Fälle, log ungültig (aus log Gründen nicht gültig); log nicht gültig; nicht erfüllbar; logisch determiniert, nicht empirisch determiniert

Logische Gültigkeit: Wenn es nicht möglich ist, dass P wahr und K falsch

Feststellung der log. Gültigkeit: 1.) vollständige Wahrheitstafel-Methode 2.) abgekürzte WTM (reductio ad absurdum) 3.) Normalform: a) konjunktive Normalform (=Tautologie, Konjunktion von Disjunktionen) b) disjunktive Normalform (=Kontradiktion, Disjunktion von Konjunktionen) 4.) Tafel des natürlichen Schließens

Argument: Menge/Folge von Formeln, wobei das letzte Glied die Konklusion ist.

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Überprüfung der Gütigkeit eines Arguments: AGB = systematisches Misslingen jedes SpUB: Alle p wahr + K falsch -> führt zu Inkonsistenz

SpUB: Alle p wahr + K falsch -> Der SpUB ist SpUB geglückt -> log gültig!

SpGB: 1.) vgl.: 3 Punkte zum Beweis für ein Argument 2.) indir. Beweis: Die Negation der K wird als weitere P angenommen + ein Widerspruch herbeigeführt 3.) Konditionalbeweis (wenn K eine Subjunktion ist): Vorderglied der Subjunktion wird als zusätzliche P angenommen und versucht, das Nachglied herzuleiten

PRÄDIKATENLOGIK: Thema = innere Struktur der Sätze: S(ubjektsbegriff) wird mit P(rädikatsbegriff) verbunden

 

Qualität: bejahend (affirmo)

Qualität: verneinend (nego)

Allgemeine Quantität

1.)    Alle S sind P.

2.)    SaP

3.)    Diagramme: VENN (=Euler-Kreise: schraffiert, wo kein S ist) oder Carroll-Diagramm

4.)    Mengenkunde: S Ì P

5.)    Prädikatenlogisch: Lx(Sx®Px)

1.)    Alle S sind nicht P.

2.)    SeP

3.)    Überschneidung S+P

4.)    S Ì Komplement von P bzw. SÇP={}

5.)    Lx®ØPx

Partikulare Quantität

1.)    Einige S sind P.

2.)    SiP 3.) Ein Plus in die Überschneidung

4.) SÇP¹{} 5.) Vx(SxÙPx)

1.)    Einige S sind nicht P.

2.)    SoP 3.) Ein Plus in S+SupplP

4.) SÇKomplP¹{} 5.) Vx(SxÙØPx)

Logisches System:

I. Formgerüst: a) Lexikon: aa) deskriptive Zeichen

aaa) Individuenzeichen [Konstante; Variable]

aab) Prädikatszeichen [Konstante; Variable]

ab) log. Zeichen: Allquantifikator/Generalisator <> Existenzquantifikator/Partikularisator

ac) Gliederungszeichen [z.B.: Klammern]

b) Formregeln: 1.) Wenn von Fn das n ein Prädikatszeichen ist und x1..xn Individuenzeichen sind, dann ist Fn x1..xn eine PL-Formel.

2.) Wird in einer AL-Formel eine Aussagenvariable durch eine PL-Formel ersetzt, dann entsteht eine neue PL-Formel

3.) Wenn F(x) eine Formel ist, dann ist für: LxFx sowie VxFx

4.) Alle AL-Formeln sind PL-Formeln

5.) Was nicht gemäß 1-4 gebildet ist, ist keine Formel!

II. Semantik: a) Interpretation: aa) Interpretationsbereich/Ui

ab) Zuordnungsregeln: Die Zeichen müssen im Ui gedeutet werden

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Logische Gültigkeit: Eine PL-Formel ist wahr, wenn sie in alle Ui und bei allen Interpretationen wahr ist.

Entscheidungsverfahren: 1.) Modellmethode: Instrument der Mengenkunde: Eine Formel wird in einen beliebigen Ui gespiegelt. Dann wird gezeigt: Die Formel kann nur erfüllt sein. 2.) Methode der Extensionsbildung: Ich will von PL in AL gehen

3.) Methode des quantorenlogischen Schließens: von der PL mit QL-Schlussregeln zur AL, mit QL zur PL

4 QL-Schlussregeln:

a) UE (-L): Regularitätsbedingung (x* muss in Fx* überall dort frei vorkommen, wo x in Fx frei vorkommt //// x kommt gebunden vor, wenn es im Geltungsbereich eines gleichnamigen Quantifikators oder Partikularisators vorkommt) b) EG (+V) c) EE (-V): Für jede EE eine neue Einsetzungsinstanz d) UG (+L): 3 Einschränkungen: a) doppelte Regularität b) nicht, wenn in der Formel ein Individuenzeichen vorkommt, das aus einer EE stammt. c) nicht auf Annahmen und auf von Annahmen abhängige Formeln anwendbar

SYLLOGISMUS:

4 Merkmale: 1.) Der Syll ist ein Schluss von 2 P (Ober- und Untersatz) auf eine K (Schlusssatz)

2.) P+K sind kategorisch-behauptende Sätze. 3.) Den 2 P ist ein Terminus gemeinsam, der Mittelbegriff (M)

4.) Die Termini der K kommen in je einer P vor: Obersatz=Prädikatsbegriff=P; Untersatz=Subjektsbegriff=S; Schlußsatz=Begriffe P+S

Methoden: 1.) Diagramme (VENN + Carroll) 2.) Mengenlehre 3.) PL-Schließen

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Syllogistischer Modus: Aus einer Figur entsteht ein Modus, wenn die Begriffe verbunden werden: In drei freie Räume kann ich a, e, i oder o einfügen.

Urteilsverhältnisse: (a) konträr: SaP-SeP (Die 2 Urteile können n zugleich wahr, aber zugleich f sein: U1IU2) (b) kontradiktorisch: jeweils die Diagonalen (ØU1IØU2) (c) subkonträr: SiP-SoP ((U1®ØU2) Ç (ØU1®U2)) (d) subaltern: jeweils die Senkrechte Linie (U2®U1)

Satz = ist wegen seiner Bedeutung wahr (Satzkonstante: hat bereits eine fixe Bedeutung, z.B.: Frau Meier)

Formel = das was vom Satz bleibt, wenn man jeden Inhalt weggenommen hat (= eine Variable, muss daher in der Bedeutung erst bestimmt werden)

Belegung: Den Elementarteilen einer Formel werden WW zugeordnet (je unterschiedlich belegt werden deskriptive Zeichen, wobei es für log Zeichen eine fixe Belegung gibt) – inkonsistente Belegung: Wenn ich demselben Aussagezeichen zwei verschiedene WW zugeordnet habe


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