Einführung
in die germanistische Sprachwissenschaft
Berufsmöglichkeiten:
Sprachunterricht
(Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache)
Klinische Linguistik (versucht Sprachprobleme zu lösen z.B. Legastenie)
Sprachberatung (z.B. Korrekturlesen)
Sprachwissenschaft (Lexikographie = verfassen von Wörterbüchern)
Übersetzen und Dolmetschen (Tech. Dokumentation z.B. Bedienungsanleitungen)
Linguistik = Wissenschaft der Sprache
Semiotik = Lehre von den Zeichen z.B. Tränen, Donnergrollen usw.
Teildisziplinen der Linguistik
1.
PHONOLOGIE
(PHONETIK)
beschäftigt sich mit den Lauten der Sprache
2.
MORPHOLOGIE
Teil der Grammatik; Bildung von Wörtern; Flexionen; Zusammensetzung von Wörtern
zur Bildung neuer; innerer Aufbau von Wörtern
3.
SYNTAX
=Lehre vom Satz
nach welchen Regeln Sätze gebildet werden
4.
TEXTLINGUISTIK
Aufbau & Funktion von Texten
5.
SEMANTIK
=Lehre von der Bedeutung sprachlicher Einheiten
6.
LINGUISTISCHE
PRAGMATIK
was wir tun wenn wir sprechen (sprachliches Handeln); Wirkung von Äußerungen
und Texten
7.
STILISTIK
und RETHORIK
Stilistik = Stil von Äußerungen (textlich und mündlich)
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
9.
PSYCHOLINGUISTIK
Psychologische Aspekte der Sprache; Erstspracherwerb; Zweitspracherwerb
10.
KOGNITIVE
LINGUISTIK
= Informationsverarbeitung im Gehirn
11.
PATHOLINGUISTIK
Probleme mit dem Sprechen (z.B. nach Schlaganfall oder Unfall)
12.
VARIETÄTENLINGUISTIK
(SOZIOLINGUISTIK)
= verschiedene Formen einer Sprache (z.B. Dialekte)
13.
DIACHRONE
LINGUISTIK
Diachron(D) <---> Synchron(S)
D = Entwicklung der Sprache wird über gewissen Zeitraum betrachtet (z.B.
Entwicklung der Grammatik)
S = Sprache wird zu bestimmtem Zeitpunkt betrachtet, beschäftigt sich z.B. mit
Gegenwartssprache
Kommunikationszitate
1.
Man
kann nicht nicht kommunizieren. (Watzlawick/Beavin/Jackson)
Kommunikation ist das Verhalten eines Menschen -> man kann sich nicht, nicht
verhalten -> man kann nicht, nicht kommunizieren -> ist nur eine weite
Definition von Kommunikation; Intention hängt mit der Kommunikation im engeren
Sinn zusammen; Intention gehört nicht zu ihrer Definition von Kommunikation
2.
Es
ist unvermeidlich, dass auch unabsichtliches Verhalten als Zeichen genommen und
interpretiert wird. (Linke/Nussbaumer/Portmann)
z.B. Gähnen (Kritik oder einfach Sauerstoffmangel); führt oft zu
Missverständnissen
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
4.
Kommunizieren
heißt sinnlich Wahrnehmbares zu tun in der Absicht, einen anderen damit zu
interpretierenden Schlüssen zu verleiten. Kommunizieren ist ein intelligentes
Ratespiel. (Keller)
Sinnlich Wahrnehmbares = z.B. Laute od. leserlich schreiben; soll andere dazu
bringen zu verstehen was man sagen will
5.
Kommunizieren
soll jedes intentionale Verhalten genannt werden, das in der Absicht vollzogen
wird, dem anderen auf offene Weise etwas zu erkennen zu geben. (Keller)
Intentional = Kommunikation ist es nur dann, wenn es als Kommunikation
beabsichtigt ist
6.
Kommunizieren
in dem hier relevanten Sinne heißt Mitmenschen beeinflussen, dadurch, dass man
dem anderen mittels Zeichen zu erkennen gibt, wozu man ihn bringen möchte, in
der Hoffnung, dass diese Erkenntnis für den anderen ein Grund sein möge sich in
der gewünschten Weise beeinflussen zu lassen. (Keller)
Mitmenschen beeinflussen -> man möchte dem anderen zu erkennen geben was man
sagen will -> keine Manipulation!; der andere soll verstehen was man meint;
die Schlussprozesse des Empfindens lenken
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
8.
Man
muss das Zeichen als etwas ansehen, mit dem jemand jemandem etwas mitteilt.
Zwischen Zeichenproduzent und Zeichenrezipient findet das Zeichen als eine
kooperative Handlung statt. Das Zeichen ist etwas, das von einem Bewusstsein in
der Absicht erzeugt wird, dass es für einen anderen für etwas steht. (Trabant)
Man äußert etwas (Zeichen) -> der andere versteht es
9.
Kommunikation
ist keine einfache Wahrnehmung des Verhaltens anderer; es genügt nicht, dass
Ego Alter sieht oder seine Stimme hört. Die Wahrnehmung unterscheidet sich
darin von der Kommunikation, dass ihr die Unterscheidung zwischen Information
und Mitteilung fehlt. Wahrnehmung erlaubt es nicht, Alters Selektivität zu
erfassen: Wenn ich das Geknurre in Alters Magen höre, kommuniziere ich mit dem
Magen nicht, weil ich im keine Mitteilungsabsicht zuschreibe. (Baraldi/Corsi/Esposito
Glossar Luman)
Ego = Ich -> Sender (normalerweise)
Alter = der Andere -> Empfänger (normalerweise)
bei Lumann ist es umgekehrt; wenn man Magenknurren intentional (absichtlich)
mitteilen könnte, wäre es Kommunikation
z.B. Kafka Das Schloss
Transfer- und Konstitutionsmodelle der Kommunikation
Kommunikationsmodell von Shannon/Weaver
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Sender
(S) -> Botschaft (B) ->Empfänger (E) ist das einfachste
Kommunikationsmodell
= Transfermodell, weil die Botschaft vom Sender zum Empfänger transferiert wird
(-> siehe Paketmetapher!!)
Shannon und Weaver haben für eine Telefonfirma gearbeitet als sie das Modell
entwarfen. Das Modell wurde einfach auf die Kommunikation umgelegt.
Quelle = Sprecher/Gehirn
Transmitter = Telefon/Mund (Sprechorgane)
Noise = Rauschen der Telefonleitung (Störung jeglicher Art)
Receiver = Telefon auf der Gegenseite/Ohr
Empfänger = Mensch auf der anderen Seite des Telefons
Signal = potenzieller Träger des Zeichens; hat keine Bedeutung -> Zeichen
hat immer Bedeutung
Beide
der ersten 2 Modelle sind falsch. Das heißt sie sind nicht völlig falsch,
werden aber falsch verwendet und lassen sich nicht so einfach auf die
Kommunikation übertragen.
Die richtige Version des 1. Modells wäre S -> B <- E! Würde S -> B
-> E stimmen, würde das bedeuten, dass der Empfänger genau das versteht was
der Sender sagt. Sender und Empfänger sind beide an der Kommunikation beteiligt,
denn der Inhalt der Botschaft muss vom Empfänger rekonstruiert werden.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! |