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Einführung in die Fachdidaktik .doc

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Faculty
Human Science
Discipline
German
Document category
Summary
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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09/10 Plamenig
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Einführung in die Fachdidaktik


1.    Zentrale Vorgaben

Kompetenzen

Sozialkompetenz (Arbeiten im Team)

= mit anderen gemeinsam lernen und leben können
= in einer sozialen Umwelt selbstständig, verantwortlich und konstruktiv handeln
= interaktive Ebene der Kompetenzen

Teilkompetenzen: Teamfähigkeit
Kontaktfähigkeit
Durchsetzungsvermögen
Konfliktfähigkeit
Initiative entwickeln
Kooperationsfähigkeit usw

Selbstkompetenz (Zeitmanagement)

= Wissen um eigene Fähigkeiten& Stärken und mit ihnen zielgerichtet und situationsgerecht umzugehen
= personale Ebene der Kompetenzen

Teilkompetenzen: Leistungsfähigkeit
Belastbarkeit
Ausdauer
Handlungskompetenz
Selbstsicherheit/Selbstvertrauen
Kreativität
Einschätzungsfähigkeit
Organisationsfähigkeit
Methodenkompetenz
Medienkompetenz

Sachkompetenz (Bewertung, Wiedergabe von Informationen)

= Wissen anwenden, Einzelwissen aufeinander beziehen, sachgerecht entscheiden
= funktionale Kompetenz, Fachkompetenz, kognitive Kompetenz

Teilkompetenzen: über fundiertes Wissen verfügen
Wissensinhalte fachlich korrekt & selbstständig analysieren
Wissensinhalte fachlich korrekt reproduzieren
Wissensinhalte verbinden und anwenden

Taxonomie (=Kategorien/Klassen) von Sachkompetenzen

-> Kenntnisse

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-> Verständnis

= Aufnahme/Verarbeitung von neuem Stoff ohne Übertragung auf andere Bereiche
z.B. Erlerntes mit eigenen Worten wiedergeben (Erkläre dies und das), Texte neu formulieren

-> Anwendung

= Anwendung von Regeln, Methoden, Prinzipien, Ideen in bekannten Situationen

-> Analyse

= Aufgliederung von Informationen in bestimmte Elemente
z.B. Texte oder Lehrpläne analysieren

-> Synthese

= Teile bzw. Elemente zu einem Ganzen mit neuer Struktur zusammenfügen
z.B. Texte produzieren, Ziele aufstellen, Schlussfolgerungen ziehen, Verallgemeinerungen aufstellen; Lehrpläne Deutsch/Englisch vergleichen

-> Beurteilung

= in welchem Ausmaß sind bestimmte Kriterien für Methoden oä erfüllt worden

Lehrpläne

Didaktische Grundsätze

Mündliche Kompetenz
Schriftliche Kompetenz
Textkompetenz
Literarische Bildung
Mediale Bildung
Sprachreflexion (Grammatik)

Bereiche

Schulbücher

·        Themenzentriert (neue Form)

·        Gliederung nach Bereichen wie Sprachreflexion, Rechtschreibung usw (ältere Form)

·        Immer Zusatzmaterialien!


2.    Vorgaben der Schule

Materialien

Projekte

Schulprofil

Fachkonferenz

·        Leiter d. Fachkonferenzen = Fachkoordinator/in

·        Leistungsbeurteilungskonzept (wie setzt sich die Gesamtnote zusammen; wird den Eltern vorgelegt)

·        Koordination der Zusammenarbeit

·        Verwaltung von Medien

·        Auswahl der Schulbücher

·        Schwerpunktsetzungen

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·        Abstimmung mit „neuen“ Fächern

Beurteilungskonzept


3.    Lernprozesse

Öffnende Arbeitsprozesse: Vielfalt im Vordergrund; Sammeln; Ausweiten auf Nebenfelder; z.B.: Clustering, Doppelkreis (Wiederholung/kennenlernen/Sprechübung), Fotoassoziationen (gut für weiterführendes Schreiben), Schneeballmethode (danach Staffettenpräsentation)

Schließende Arbeitsprozesse: Verdichten im Vordergrund; Ordnen & Strukturieren; Einengen auf Kernfragen

Einzelarbeit
Problem: Zeit (weitere Aufgaben für Schnellere); unterschiedl. Arbeitstempo; Inhomogenität
Formen: Brainstorming, Mindmap, Clustern, Übungsblätter, Stationenbetrieb, Laufdiktate usw
Immer Übungen für Einzelne planen um sein Wissen einzubringen

Stationenlernen

z.B. Wochenplanarbeit (in der VS): Schüler lernen sich die Zeit selbst einzuteilen
es gibt verschiedene Lernspiele – z.B. Wörterdomino, Dosendiktat, Wörter-Memory, Laufdiktat, Quartett
man kann auch Arbeitspässe erstellen in denen Schüler eintragen wann sie was erledigt haben

Clustering

·        Nach Gabriele Rico; bedeutet Büschel/Gruppe/Anhäufung

·        nichtlineares Brainstormingverfahren, kreative Arbeitstechnik

·        man knüpft Ideennetze; spontane Assoziationsketten

·        Verfahren beruht auf der Offenheit für das Unbekannte

Grundregeln

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Unterschied zum Mind Mapping – KEINE Rangordnung!
Schwerpunkt: Ideenfindung & assoziative Verknüpfungen von Ideen/Vorstellungen in Mustern

MindMap

Warum??
Beide Gehirnhälften nehmen untersch. Funktionen wahr
Tony Buzan vermarktete MindMap Technik von dieser Erkenntnis ausgehend
beide Gehirnhälften werden direkt angesprochen -> Verbesserung der geistlichen Leistung
Denken ist komplexer Prozess; Gehirn bildet neue Assoziationen (durch Schlüsselwörter hervorgerufen)
Details werden in Gedanken hinzugefügt, variiert oder ausgeblendet
Verknüpfungen zu anderen (bekannten) Wissensgebieten werden erstellt; Gehirn bildet Netzwerk von miteinander in Verbindung stehenden Informationen
Informationen sollten nicht in Listen oder Fließtext aufgeschrieben werden, sondern indem man die Aufzeichnungen zu einem merkwürdigen Bild werden lässt
auf Füllworte verzichten; Schlüsselworte reichen zur Erinnerung an den Inhalt

Vorteile

Hauptthema zentral angeordnet und wird schnell erfasst (kurzer Blick genügt um zu wissen worum es geht)
Verästelungen stellen Bedeutung des Gedankens gut dar -> Hierarchisierung & Struktur
durch die graphische Darstellung erkennt man leicht welche Gedanken gut oder wenig entwickelt sind
Schlüsselwörter (man konzentriert sich auf das Wesentliche); Zeit und Raum werden gespart
gut zur Wiederholung des Stoffes -> Grundgedanken bereits verstanden, zur Erinnerung reichen Assoziationen
eine Seite reicht; Informationen lokal zusammengefasst; Inhalt wird leichter und schneller wahrgenommen
MindMap kann wachsen (weitere Verästelungen)
jedes MindMap sieht anders aus -> man kann sich leichter an Form und Inhalt erinnern
zusammengehörende Ideen können durch Umrahmung/Farben gekennzeichnet werden

Grundregeln (MindMap hat klare Struktur im Gegensatz zu Brainstorming)

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Wo einsetzen?

-> Überall dort wo es darum geht in kurzer Zeit schriftliche Aufzeichnungen zu haben

Aufsatz/Vortrag vorbereiten -> MindMap ersetzt Stichwortzettel; Leser/Hörer können Inhalt mindmappen
Gruppenmeetings -> Hauptideen festhalten; jeder Teilnehmer hat Überblick über Sitzungsverlauf; am Ende des Meetings ein vollständiges Protokoll
Persönliche Notizen -> z.B.

Vorlesung, Lesen von Büchern/Artikeln, To-Do-Listen; später jedoch Neuzeichnung zur Wiederholung des Stoffes
Lernen -> Lehrstoff wird systematisch wiederholt

Schwerpunkt: begriffliche Ordnung von Einfällen u. Hierarchisierung von Begriffen

Brainstorming

Gruppenarbeit
Partnerarbeit -> lässt sich schnell und für kurze Aufgabestellungen organisieren (z.B. Partnerdiktat)
Gruppenarbeit -> Arbeits- und Präsentationsphasen dauern oft länger als 1 Schulstunde
Methoden der EA auch als GA/PA möglich
Problem: Zeitproblem
einige arbeiten weniger, andere mehr
man kann es nicht kontrollieren (Möglichkeit: Arbeitspläne erstellen)
manche Schüler wollen nicht zusammenarbeiten (Auslosen!)
bewusstes Lernen fehlt

Kriterien erfolgreicher Gruppenarbeiten

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Expertenmethode oder Simultanpräsentation
alle Gruppen präsentieren gleichzeitig; in jeder Gruppe gibt es für jedes Thema einen anderen Experten

Kooperatives Üben/Lernen – Gruppenrallye
besonders gut für inhomogene Klassen; es gibt abwechselnd Übungs- und Testphasen um den Lernfortschritt zu überprüfen


4.    Medien

Traditionelle Medien

Bild

Film

Neue Medien

Hypertexte


5.    Beurteilung

Mündliche Formen

Schriftliche Formen

Schularbeiten

Alternative Formen

Portfolio


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