Lehreinheit I
BWL als wissenschaftliche Einzeldisziplin:
Wissenschaft
wird verstanden als
Institution:
Personen
und Einrichtungen die wissenschaftlich tätig sind (z.B. Universitäten,
Wissenschaftler)
Tätigkeit
: Erarbeiten
von Aussagen über Zusammenhänge, Kritische Auseinandersetzung, Wiedergabe des
Wissens
Ergebnis
wissenschaftlicher Tätigkeit: System von methodisch gesicherten Aussagen
über einen Gegenstandsbereich (z.B. BWL)
BWL
als wissenschaftliche Einzeldisziplin
(Nicht-Metaphysische
Disziplin) Real- -> Kultur- -> Sozial- ->
Wirtschaftswissenschaften (deskriptive, theoretische, pragmatische,
sowie normative Fragen des Wirtschaftens) VWL Makro-, BWL Mikrökonomie
Beispiele
Metaphysische Disziplinen Theologie, Philosophie (Universaldisziplinen)
Allgemeine BWL: behandelt
Problembereich die in allen Betrieben in gleicher Art auftreten
Lehren/Disziplinen
der speziellen BWL: Methoden-, Institutionen- u. Funktionenlehre
Funktionslehren
(Organisationswirtschaft, Personalwirtschaft)
Funktionsbereiche (Organisation,
Absatz, Personal)
Wirtschaftsbereiche Betriebe sind
Elemente(Industrie, Handel, Banken, Versicherungen)
Sozialwissenschaftliches
Basiskonzept innerhalb der BWL? Interdisziplinäre Ausrichtung, Entwicklung
hin zu einer Sozialwissenschaft
Praktisches
Wissenschaftsziel? Abgabe
von Handlungsempfehlungen, Formulierung normativer Theorien
Merkmale
der wirtschaftlichen Betriebsauffassung? selbstständiges Entscheidungen,
eigene Risiken
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Betrieb
als Erfahrungsgegenstand (Kennzeichnung, Auffassung von Betrieben, Menschenbilder
wandlungsfähig)
Erscheinungsformen
der Seinswelt? Der Betrieb (Sozialgebilde) als ökonomische, technische,
soziale und umweltbezogene Einheit
Betrieb
als Erkenntnisgegenstand
Aspekte?
Erfahrungsgegenstand Betrieb in Teilbereiche aufspalten,
In-/Output-Beziehung von Produktionsfaktoren, wirtschaften .. ist das
Entscheiden über knappe Güter in Betrieben-> Optimum(Ergiebigkeitsprinzip)
Ziele eines Betriebes
Sachziel: Bedarfsdeckung; daher siehe unten auch kein Formalziel
Formalziele:
Ökonomische Gewinnmaximierung,
Umsatzsteigerung, Marktdominanz
Soziale: Sicherheit am
Arbeitsplatz, Frauenförderung
Technische:
Erhöhung
der Produktivität, Verbesserung Produktqualität
Ökologische: Reduktion von
Emissionen, Nachhaltigkeit
Wie
werden Betriebe unterteilt ? In Unternehmen und Haushalte
Unternehmen?
ein
Betrieb der Fremdbedarfsdeckung (Unterteilung in private und
öffentliche Unt.)
Haushalt
? Ein
Betrieb der (kurzfristigen) Eigenbedarfsdeckung (Unterteilung in öffentlich
und private Haushalte)
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Angebote
können generell in Sach- und Dienstleistungen geteilt werden.
öffentliche Unternehmen: Differenzierung nach
der Art des Anteilseigners, überwiegend öffentliche Hand.
private Unternehmen: Anteilseigener eine
Privatperson oder eine private Gesellschaft.
ursprüngliche Haushalte: private
HH-Großfamilienhaushalte, Kleinfamilienhaushalte, Einzelpersonenhaushalte
abgeleitete Haushalte: private HH-
Verbraucherverbände Vereine, Private Schulen, Private Altenheime.
öffentliche Haushalte: Aufgaben
(vgl.private HH)- Körperschaften, Anstalten, öffentlich-rechtliche Stiftungen
Betriebsbegriffe: soziologische-
technische- rechtliche- wirtschaftliche Auffassung
Soziologische: MA in kooperativen
Leistungsgemeinschaft, Betrieb als soziale Einheit -verhaltenstheoretische BWL
Technische: maschinelle Ausstattung, Betrieb als
Ort der Güterproduktion- technische BW, Operations Research
rechtliche: organisatorische Verknüpfung von
Mitteln zur Verfolgung arbeitstechnischer Zwecks-Rechtswissenschaft
betriebswirtschaftliche: Betrieb als
ökonomische, technische, soziale und umweltbezogene Einheit. BWL
Ergiebigkeitsprinzip?
Ist
das
Identitätsprinzip der BWL (auch Wirtschaftlichkeitsprinzip)
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ökonomische
Ergiebigkeit:
Absolute
ökonomische Ergiebigkeit? definierter Erfolg intern: kalkulatorischer
Erfolg =Umsatzerlös - Gesamtkosten,
gesamter
Unternehmensprozess:
pagatorischer Erfolg (ErträgeAufwände), Deckungsbeitrag, Kosten
relative
ökonomische Ergiebigkeit? Kennzahlen
Gesamtkapital-Rentabilität
= (pagatorischer
Erfolg+FK-Zinsen)/Gesamtkapital,
Eigenkapital-Rentabilität
=
pagatorischer Erfolg/Eigenkapital,
Umsatz-Rentabiltät
=
pagatorischer Erfolg/Umsatzerlöse,
relativer
Deckungsbeitrag pro Engpasseinheit, Anteil Gemeinkosten an den Gesamtkosten
Ausprägung
des allgemeinen Rationalprinzips? Gewinnmaximierung u. Kostenminimierung
Maximumprinzip
? mit
geg. Einsatz an Produktionsfaktoren max. Güterertrag erzielen
Minimumprinzip
? mit
min. Einsatz einen geg. Güterertrag realisieren
Generelles
Extremumprinzip?
Mitteleinsatz und Ergebnis aufeinander abstimmen, dass der
durch sie definierte Prozess optimiert wird
3 Entscheidungskriterien:
- Extremierung
(Maximierung oder Minimierung)
- Satisfizierung/Approximation
- Fixierung
Approximation? Produktsegment
verdoppeln ?
Produktionsfunktion? mengenmäßige
In-/Output-Beziehung zwischen Gütereinsatz und -ausbringungsmenge ab
Wertschöpfung ?
Differenz zwischen dem Periodenumsatz und dem Wert der von außen bezogenen
Vorleistungen
Wertschätzung?
Differenz
zwischen Umsatz und Wert von außen bezogener Vorleistungen in einer Periode
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Was
gehört nicht zum Unternehmensbegriff?
Wirtschaftliche
Unabhängigkeit
Gewinnmaximierung
Erkenntnistheorie
d. BWL: Auswahl- od. Identitätsprinzipien:
Gewinnmaximierung
Kombination
von Produktionsfaktoren
Güterknappheit
Ergiebigkeits-
oder Wirtschaftlichkeitsprinzip
Lehreinheit II
Forschungsmethoden & Wissenschaftsprogramme der BWL:
Kognitives
(theoretisches) Ziel der realwissenschaftlichen Disziplinen?
Erklärung
von Sachverhalten im allg. u. besonderen in logisch-deduktiver Weise à deskriptive oder
positive Theorien
Praktisches
Ziel der realwissenschaftlichen Disziplinen
Gestaltung
des natürlichen und sozialen Geschehens à Umsetzung der kognitiven Ziele in normative
oder präskriptive Theorien bzw. Leitideen, allg. Handlungs-empfehlungen
z.B.: Rechnungswesen
Forschen? Nachprüfbares
Suchen, Formulieren und Lösen von Problemen nach wissenschaftl. Methoden
Aspekte
des Forschens:
Beschreiben: Erfassung und Kennzeichnung
von Objekten eines Fachs in allen Teilen, Eigenschaften und Relationen
(Beschreibungszusammenhang) klassifikatorische, komparative und
quantitative Aussagen
Entdecken: Gewinnung von
neuen Erkenntnissen (Entdeckungszusammenhang)
Begründen: Rechtfertigung
von Aussagen (Begründungszusammenhang)
Gestalten: Anwendung von
Erkenntnissen und Verfahren (Gestaltungszusammenhang)
Methodologie? Die Lehre von
wissenschaftlichen Forschungsmethoden
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