Die Kakao
Produktion ist auch weiterhin die finanzielle Grundlage für den Aufbau einer
Infrastruktur, welche sich bis 1915 mehr als verdreifacht. Als die Preise für
Kakao fallen und die Nachfrage zurückgeht kommt es zur Wirtschaftskrise,
Massenentlassungen, Inflation, Streiks sind die Folge.
Durch einen
Militärputsch kommt Velasco Ibarra an die Macht und verlängert seine
Regierungszeit auf insgesamt 40 Jahre als Diktator.
Als 1941
Militärgruppen aus Peru versuchen in den Grenzgebieten ihre Ansprüche
durchzusetzen, da sie in den Amazonasgebieten Erdöl vermuten und der
Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern nicht eindeutig markiert ist, droht
die Situation zu eskalieren doch die USA übt Druck auf die beiden Länder aus sie
sollen ihre Konflikte beilegen.
Wenig später wird das Protokoll „Rio de
Janeiro“ von beiden Ländern unterschrieben. Kurze Zeit danach wird das
Protokoll aber von Ecuador in Frage gestellt, da ecuadorianische Karten immer
zwei Grenzen aufweisen.
Ecuadors Wirtschaft
erholt sich ab 1945 und die große Bananenproduktion lassen große Gewinne
erzielen. Als das Bananengeschäft durch geringe Nachfrage und Inflation
stagniert, kommt es zu erneuten Aufständen und Streiks, die teilweise blutig
niedergeschlagen werden. 1961 wird Velasco Ibarra vom Militär gestürzt und 1963
sein Nachfolger Carlos Julio Arosemena an die Macht gebracht.
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Als 1967 im
Amazonasgebiet Erdölvorkommen entdeckt werden, investieren ausländische
Konzerne in Ecuador und sichern sich dadurch die Rechte am Abbau. Ibarra wird
1970 von den Militärs als Diktator ernannt um ihn kurze Zeit später abzusetzen
um selber die Regierungsmacht zu übernehmen.
Die Militärs
schaffen 1979 eine neue Verfassung und trotz weiteren Konflikten wie der
Verfall des Öl-Preises scheint sich die politische Situation zu stabilisieren.
1995
erschüttern politische Unruhen das Land. Der Krieg in der Küstenregion fordert
immer mehr Menschenleben und die Klimakatastrophe „El Nino“ richtet Schäden in
Höhe von 2 Mrd. US-$ an.
Durch diese
erneute Wirtschaftskrise kommt es im Jahr 2000 zur Revolte gegen den
Präsidenten Jamil Mahuad Witt.
Bevölkerung
Ecuador ist
ein ethnisch gespaltenes Land, das durch seine Jahrhunderte lange Herrschaft
durch fremde Völker, geprägt ist. Ecuador hat eine Bevölkerungsdichte von 45,4
Einwohner pro km² und ist damit das am dichtesten besiedelte Land in
Lateinamerika. 14 Millionen Einwohner leben in Ecuador davon sind 25 %
Indianer, 55% Mischlinge zwischen Indianern und Weißen (Mestizen), 10 % Weiße
und 5 % Schwarze.
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Fast 3/5 der
gesamten Bevölkerung hat sich mittlerweile in den großen Städten wie Quito und
Umgebung angesiedelt, der Oriente ist fast menschenleer. Viele Menschen
verlassen ihre Heimat in dem Hochland und ziehen weiter Westen in Richtung
Hauptstadt um bessere Lebenschancen durch erhoffte Arbeit zu erhalten. Die
Amtssprache Spanisch wird von fast allen Einwohnern gesprochen aber in kleinen
Dörfern weit weg von den großen Städten werden immer noch indigene Sprachen
gesprochen, wie die Sprache Quechua und das Shuar.
Wer kein
Spanisch sprechen kann hat auch in der Berufswelt so gut wie keine Chancen
aufzusteigen, so dass die Indianerkinder benachteiligt sind. Eine hohe
Abbrecherquote sind die Folgen für den nur einsprachigen Unterricht an Schulen.
Die weiße
Oberschicht trägt nur 1 % zur gesamten Bevölkerung bei und lebt abgeschottet
vom Rest der Bevölkerung. Sie halten die Spitzenpositionen in Wirtschaft,
Militär und Politik inne und versuchen von jedem Wandel des Landes zu
provitieren.
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