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Durch Achtsamkeit aus der Depression - Achtsamkeitsbasierte Ansätze zur Behandlung von Depressionen .doc

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Faculty
Social Science
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Social Pedagogy
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Evangelische Hochschule Freiburg
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2011
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Social Pedagogy

Angebote für Obdachlose in NRW
Hochschule Niederrhein FB 06, BA Soziale Arbeit Andreas Putzar Matrikelnummer 846148 1. Fachsemester Anschrift: Am Brückensteg 88 41065 Mönchengladbach Tel.: 02161 / 6780396


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Durch Achtsamkeit aus der Depression – Achtsamkeitsbasierte Ansätze zur Behandlung von Depressionen

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung Seite 2

2. Einführung in die Begrifflichkeiten

2.1 Einführung in das Krankheitsbild Depression Seite 3

2.1.1 Definition, Symptome und Auswirkungen Seite 3

2.1.2 Epidemiologie Seite 6

2.2 Einführungen in den Begriff der Achtsamkeit

2.2.1 Was ist Achtsamkeit? Seite 6

2.2.2 Achtsamkeit in unser Leben einbeziehen Seite 8

3. Achtsamkeitsbasierte Ansätze zur Bewältigung von Depressionen

3.1 Ziele der Kultivierung von Achtsamkeit und die Bedeutung für das

Wohlbefinden Seite 9

3.2 Die Anwendung dieser Erkenntnisse bei Menschen mit Depressionen Seite 12

3.2.1 Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion Seite 13

3.2.2 Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie Seite 16

3.2.3 Studienergebnisse zu MBSR und MBCT Seite 18

3.2.3.1 Wirksamkeit der MBSR Seite 18

3.2.3.2 Wirksamkeit der MBCT Seite 19

3.3 Bedeutung für die Soziale Arbeit Seite 20

4. Fazit Seite 21

5. Literaturverzeichnis Seite 23

1. Einleitung

Depressive Störungen sind weit verbreitet und gehören weltweit zu den wohl häufigsten Erkrankungen. Nach Schätzungen leiden in Deutschland mindestens 4 Millionen Menschen an dieser Diagnose.

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Mayer 2009) Dennoch gilt die Krankheit in der Regel als gut behandelbar und oft auch heilbar.

Der Behandlungsschwerpunkt liegt meist auf einer konstanten medikamentösen und psychotherapeutischen Ebene, welche derzeit die wichtigsten Säulen zur erfolgreichen Behandlung von Depressionen darstellen. (Vgl.

Mayer 2009, Eberhardt-Metzger 2006) Doch gewinnt die Forschung immer neue Erkenntnisse über die Entstehung psychischer Erkrankungen und entwickelt damit auch neue Formen der Behandlung. So entstehen immer mehr alternative Behandlungsformen, die nicht alleine auf die medikamentöse Therapie abzielen, wie beispielsweise achtsamkeitsbasierte Ansätze.

Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit die aus der buddhistischen Tradition kommende Methode der Achtsamkeit als eine Behandlungsform bei Depressionen eine Rolle spielen und ob sie eine medikamentöse Therapie ersetzen kann.

Dazu werde ich darauf eingehen, welche Auswirkungen Achtsamkeit auf das psychische Wohlbefinden von Menschen hat und wie depressive Menschen im Hinblick auf ihre Gesundheit von ihr profitieren können.

Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Achtsamkeit und seelischer Gesundheit von Menschen mit depressiven Störungen beschäftigen, sollen die Relevanz dieser alternativen Behandlungsform zeigen. Anschließend werde ich Möglichkeiten aufzeigen, wie die Soziale Arbeit sich dieser alternativen Methode in der Praxis bedienen kann und mit einem kurzen Fazit schließen.

Zunächst werde ich jedoch sowohl kurz in das Krankheitsbild Depression als auch in den Begriff der Achtsamkeit einführen.

 

2. Einführung in die Begrifflichkeiten

2.1 Einführung in das Krankheitsbild Depression

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Da ich jedoch der Frage nachgehen möchte, welche Rolle Achtsamkeit bei der Behandlung von Depressionen spielen kann, möchte ich mich im Rahmen dieser Arbeit kurz halten und lediglich Basiswissen vermitteln: ich werde mich auf die Symptome beschränken, kurz auf deren Auswirkungen eingehen und einen Überblick geben, wie weit diese Erkrankung verbreitet ist.

2.1.1 Definition, Symptome und Auswirkungen

Allgemein beschreibt Wolfersdorf (2001) Depression „als eine affektive Störung von Krankheitswert, die durch eine typische Symptomatik [..] gekennzeichnet ist, die auf der Basis einer psycho-sozio-biologischen Disposition einer Person entsteht und durch innerseelische und/oder äußere Auslöser [..] ausgelöst und aufrechterhalten wird.“ (Wolfersdorf 2001, S.18) Diese Disposition, die durch Auslöser eine typische Symptomatik verursacht und aufrechterhält, ist eine bekannte Theorie zur Entstehung von Depressionen. Aufgrund der Begrenzung dieser Arbeit werde ich darauf allerdings nicht näher eingehen.

Diese affektiven Störungen sind im ICD-10 näher beschrieben, der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD-10), die wohl die gebräuchlichste und bekannteste Form ist, psychische Erkrankungen zu definieren.

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Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information 2011) Insgesamt gibt es also nach dieser Einteilung affektive Störungen, die es unipolar (nur depressive oder manische Episoden) und bipolar (Wechsel zwischen diesen) gibt. (Vgl.

Bischkopf 2005, S. 10) Ich möchte mich in meiner Arbeit auf die häufiger vorkommenden depressiven Episoden beschränken, weswegen ich auch nur diese näher beschreiben werde. Jedoch werde ich im Folgenden von Depressionen sprechen, um die Lesbarkeit zu erleichtern.

Der Vorteil des ICD-10 ist, dass Depressionen nur anhand von Symptomen beschrieben werden, die auch nach Wolfersdorf kennzeichnend für eine Depression sind, ohne deren Entstehung zu berücksichtigen.

Nach der medizinischen Definition des ICD-10 leiden Betroffene bei depressiven Episoden unter einer gedrückten Stimmung, die sich wenig verändert und nicht auf Lebensumstände reagiert.

Diese wird begleitet von dem Verlust der Fähigkeit Freude oder Interesse zu empfinden und zum Ausdruck zu bringen. Auch Konzentration, Aufmerksamkeit und Antrieb sind vermindert. Diese verminderte Energie führt oft zu erhöhter Ermüdbarkeit und einer Einschränkung der Aktivität. Nach jeder geringen Anstrengung kann eine ausgeprägte Müdigkeit auftreten.

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Meist gehen diese Empfindungen mit Schlafstörungen, Früherwachen und Morgentief, Appetitverlust und Gewichtsverlust einher. (Vgl. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information 2011)

Ebenso führen andere Quellen diese Symptome als Hauptsymptome von Depressionen auf (Kornbichler 2004, Wolfersdorf 2001), die sich alle insgesamt an der medizinischen Definition des ICD-10 orientieren.

Auch Bischkopf (2005) zeigt diese Symptomatik auf und untermauert sie zusätzlich mit Zitaten von Betroffenen, um die depressive Stimmung zu beschreiben, die zu den sogenannten Hauptsymptomen einer Depression gehört: „Am liebsten würde ich morgens im Bett liegen bleiben und mir die Decke über den Kopf ziehen.

Das Aufstehen am Morgen ist das Schlimmste. Es hat doch sowieso alles keinen Sinn. Wozu soll ich duschen, Zähne putzen, mich anziehen? Manchmal ertappe ich mich, wie ich einfach nur dasitze. Jede Bewegung wird mir zuviel. Wenn Freunde mich ins Kino abholen wollen, täusche ich Kopfweh oder Arbeit vor. Was soll ich denn da?“ (Niklewski/Riecke-Niklewski in Bischkopf 2005, S.13) (Weitere Zitate von Betroffenen in Bischkopf 2005 und Wolfersdorf 2011)

Von einer depressiven Episode sprechen wir, wenn mehrere dieser genannten Merkmale über mehr als zwei Wochen fast ständig vorliegen.

 


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