Durch Achtsamkeit aus
der Depression – Achtsamkeitsbasierte Ansätze zur Behandlung von Depressionen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite
2
2. Einführung in
die Begrifflichkeiten
2.1 Einführung in
das Krankheitsbild Depression Seite
3
2.1.1 Definition,
Symptome und Auswirkungen Seite
3
2.1.2
Epidemiologie Seite
6
2.2 Einführungen in
den Begriff der Achtsamkeit
2.2.1
Was ist Achtsamkeit? Seite
6
2.2.2
Achtsamkeit in unser Leben einbeziehen Seite
8
3.
Achtsamkeitsbasierte Ansätze zur Bewältigung von Depressionen
3.1 Ziele der
Kultivierung von Achtsamkeit und die Bedeutung für das
Wohlbefinden
Seite
9
3.2 Die Anwendung
dieser Erkenntnisse bei Menschen mit Depressionen Seite 12
3.2.1
Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion Seite
13
3.2.2
Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie Seite
16
3.2.3
Studienergebnisse zu MBSR und MBCT Seite
18
3.2.3.1
Wirksamkeit der MBSR Seite 18
3.2.3.2
Wirksamkeit der MBCT Seite 19
3.3 Bedeutung für
die Soziale Arbeit Seite
20
4. Fazit Seite
21
5.
Literaturverzeichnis Seite
23
1. Einleitung
Depressive Störungen sind weit verbreitet und gehören weltweit zu den
wohl häufigsten Erkrankungen. Nach Schätzungen leiden in Deutschland mindestens
4 Millionen Menschen an dieser Diagnose.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Mayer 2009) Dennoch
gilt die Krankheit in der Regel als gut behandelbar und oft auch heilbar.
Der Behandlungsschwerpunkt liegt meist auf einer konstanten medikamentösen
und psychotherapeutischen Ebene, welche derzeit die wichtigsten Säulen zur
erfolgreichen Behandlung von Depressionen darstellen. (Vgl. Mayer 2009, Eberhardt-Metzger
2006) Doch gewinnt die Forschung immer neue Erkenntnisse über die
Entstehung psychischer Erkrankungen und entwickelt damit auch neue Formen der
Behandlung. So entstehen immer mehr alternative Behandlungsformen, die nicht alleine
auf die medikamentöse Therapie abzielen, wie beispielsweise
achtsamkeitsbasierte Ansätze.
Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit die aus
der buddhistischen Tradition kommende Methode der Achtsamkeit als eine Behandlungsform
bei Depressionen eine Rolle spielen und ob sie eine medikamentöse Therapie
ersetzen kann.
Dazu werde ich darauf eingehen, welche Auswirkungen Achtsamkeit auf das
psychische Wohlbefinden von Menschen hat und wie depressive Menschen im
Hinblick auf ihre Gesundheit von ihr profitieren können. Studien, die sich mit
dem Zusammenhang von Achtsamkeit und seelischer Gesundheit von Menschen mit
depressiven Störungen beschäftigen, sollen die Relevanz dieser alternativen
Behandlungsform zeigen. Anschließend werde ich Möglichkeiten aufzeigen, wie die
Soziale Arbeit sich dieser alternativen Methode in der Praxis bedienen kann und
mit einem kurzen Fazit schließen.
Zunächst werde ich jedoch sowohl kurz in das Krankheitsbild Depression als
auch in den Begriff der Achtsamkeit einführen.
2. Einführung in die Begrifflichkeiten
2.1 Einführung in das Krankheitsbild Depression
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Frage nachgehen möchte, welche Rolle Achtsamkeit bei der Behandlung von
Depressionen spielen kann, möchte ich mich im Rahmen dieser Arbeit kurz halten
und lediglich Basiswissen vermitteln: ich werde mich auf die Symptome beschränken,
kurz auf deren Auswirkungen eingehen und einen Überblick geben, wie weit diese
Erkrankung verbreitet ist.
2.1.1 Definition, Symptome und Auswirkungen
Allgemein beschreibt Wolfersdorf (2001) Depression „als eine affektive
Störung von Krankheitswert, die durch eine typische Symptomatik [..]
gekennzeichnet ist, die auf der Basis einer psycho-sozio-biologischen
Disposition einer Person entsteht und durch innerseelische und/oder äußere
Auslöser [..] ausgelöst und aufrechterhalten wird.“ (Wolfersdorf 2001, S.18) Diese
Disposition, die durch Auslöser eine typische Symptomatik verursacht und
aufrechterhält, ist eine bekannte Theorie zur Entstehung von Depressionen.
Aufgrund der Begrenzung dieser Arbeit werde ich darauf allerdings nicht näher
eingehen.
Diese affektiven Störungen sind im ICD-10 näher beschrieben, der
„Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter
Gesundheitsprobleme“ (ICD-10), die wohl die gebräuchlichste und bekannteste
Form ist, psychische Erkrankungen zu definieren.
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Medizinische Dokumentation und Information 2011) Insgesamt gibt es also
nach dieser Einteilung affektive Störungen, die es unipolar (nur depressive
oder manische Episoden) und bipolar (Wechsel zwischen diesen) gibt. (Vgl. Bischkopf 2005, S. 10)
Ich möchte mich in meiner Arbeit auf die häufiger vorkommenden depressiven
Episoden beschränken, weswegen ich auch nur diese näher beschreiben werde. Jedoch
werde ich im Folgenden von Depressionen sprechen, um die Lesbarkeit zu
erleichtern.
Der Vorteil des ICD-10 ist, dass Depressionen nur anhand von Symptomen
beschrieben werden, die auch nach Wolfersdorf kennzeichnend für eine Depression
sind, ohne deren Entstehung zu berücksichtigen.
Nach der medizinischen Definition des ICD-10 leiden Betroffene bei
depressiven Episoden unter einer gedrückten Stimmung, die sich wenig verändert
und nicht auf Lebensumstände reagiert. Diese wird begleitet von dem Verlust der
Fähigkeit Freude oder Interesse zu empfinden und zum Ausdruck zu bringen. Auch Konzentration,
Aufmerksamkeit und Antrieb sind vermindert. Diese verminderte Energie führt oft
zu erhöhter Ermüdbarkeit und einer Einschränkung der Aktivität. Nach jeder geringen
Anstrengung kann eine ausgeprägte Müdigkeit auftreten.
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Meist gehen diese Empfindungen mit Schlafstörungen, Früherwachen und
Morgentief, Appetitverlust und Gewichtsverlust einher. (Vgl. Deutsches Institut für
Medizinische Dokumentation und Information 2011)
Ebenso führen andere Quellen diese Symptome als Hauptsymptome von
Depressionen auf (Kornbichler 2004, Wolfersdorf 2001), die sich alle insgesamt
an der medizinischen Definition des ICD-10 orientieren. Auch Bischkopf (2005)
zeigt diese Symptomatik auf und untermauert sie zusätzlich mit Zitaten von
Betroffenen, um die depressive Stimmung zu beschreiben, die zu den sogenannten
Hauptsymptomen einer Depression gehört: „Am liebsten würde ich morgens im
Bett liegen bleiben und mir die Decke über den Kopf ziehen. Das Aufstehen am
Morgen ist das Schlimmste. Es hat doch sowieso alles keinen Sinn. Wozu soll ich
duschen, Zähne putzen, mich anziehen? Manchmal ertappe ich mich, wie ich
einfach nur dasitze. Jede Bewegung wird mir zuviel. Wenn Freunde mich ins Kino
abholen wollen, täusche ich Kopfweh oder Arbeit vor. Was soll ich denn da?“ (Niklewski/Riecke-Niklewski in
Bischkopf 2005, S.13) (Weitere Zitate von Betroffenen in Bischkopf
2005 und Wolfersdorf 2011)
Von einer depressiven Episode sprechen wir, wenn mehrere dieser genannten
Merkmale über mehr als zwei Wochen fast ständig vorliegen.
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