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Drehen ein Spanendes Verfahren .docx

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Engineering Sciences
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Mechanical Engineering
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Drehen


Einleitung der Drehverfahren:

Drehen ist eines der wichtigsten Spanenden Fertigungsverfahren. Das Drehen dient zum herstellen und bearbeiten runder Werkstücke, mit meist kreisförmigen Querschnitten.

Als ausgangsmaterial werden überwiegend zylindrische Rohlinge verwendet.

Drehverfahren unterscheiden sich im wesentlichen in 3 Punkten:

K


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Die Universaldrehmaschine:

Auf der Universaldrehmaschine können sehr unterschiedliche Dreharbeiten durchgeführt werden.

Oft wird Sie auch als Leit- und Zugspindel- Drehmaschine oder als Spitze


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ndrehmaschine bezeichnet.

 

Aufbau:

-          Ziffernanzeige:
Drehmaschinen werden vielfach mit einem elektronische Wegmeßsystem ausgestattet.

Dabei werden die Verfahrwege des Schlitten digital angezeigt. Bei Drehmaschinen ohne elektronisches Wegmeßsystem erfolgt die Anzeige der Verfahrwege über Skalenringe an den Handrädern.

-         


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Spindelstock:
Im Spindelstock sind Arbeitsspindel und Vorschubgetriebe untergebracht.
Über das mehrstufige Hauptgetriebe wird die Antriebsenergie über Keilriemen vom Motor auf die Arbeitsspindel übertragen.
An dieser werden die verschiedenen Werkstückspannmittel, wie zum Beispiel das Backenfutter befestigt.
Die Antriebsenergie für den mechanischen Vorschub wird von der Arbeitsspindel abgeleitet und über ein mehrstufiges Vorschubgetriebe auf Leit- und Zugspindel übertragen.

-          Maschinenbett:
Das Maschinenbett muss schwingungsfrei und starr konstruiert sein, damit die Arbeitsgenauigkeit nicht beeinträchtigt wird.
Die gehärteten Führungsbahnen am oberen Abschluss dienen zur Führung, von Werkzeugschlitten und Reibstock.

-          Werkzeugschlitten:
Der Werkzeugschlitten besteht aus

o   Bettschlitten

o   Querschlitten

o   Oberschlitten mit Werkzeugträger

Der Oberschlitten kann auch zusätzlich geschwenkt werden. Alle Schlitten, können durch Handräder bewegt werden.

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Reibstock:
Der Reibstock dient als Gegenhalter bei der Bearbeitung langer Werkstücke sowie zur Aufnahme von Werkzeugen.
Zur exakten Positionierung kann er in Quer- und Längsrichtung verschoben werden. Die Pinole wird über eine Spindel mit dem Handrad bewegt.

-           

-         


Leitspindel, Zugspindel und Zahnstange:
Beim Gewindeschneiden überträgt die Leitspindel die Antriebsenergie über den Schlosskasten auf den Bettschlitten.
Dabei entspricht der Vorschub der Gewindesteigung. Die Zugspindel überträgt die Antriebsenergie zum Schlosskasten.
Zum Plandrehen wird diese auf den Querschlitten übertragen.
Zum Längsdrehen jedoch über die Zahnstange auf den Bettschlitten.

-          Schaltwelle:
Die Schaltwelle wird über einen Hebel betätigt.
Durch Sie kann der Antriebsmotor an jeder beliebigen Position des Werkzeugschlittens im Rechts- oder Linkslauf eingeschaltet werden.

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Schlosskasten:
Im Schlosskasten befindet sich das Bettschlittengetriebe und die Schaltelemente für die Vorschubbewegungen des Werkzeugschlittens.
Über das Bettschlittengetriebe wird die Drehbewegung der Zugspindel in eine Geradlinige Bewegung für längs und Quervorschub umgewandelt.
Bett und Querschlitten können so mit automatischem Vorschub angetrieben werden.

-          Maschinengestell:
Als Maschinengestell bezeichnet man den Unterbau der Drehmaschine, der die übrigen Baugruppen trägt.
Da die Schwingungen, die währen der Bearbeitung entstehen, auf das Gestell übertragen werden, wird es meist aus schwingungsdämpfenden Werkstoffen, wie z.b.

Stahlguss gefertigt.
Bei vielen Typen ist im Gestell, der Antriebsmotor, sowie die Kühlschmiereinrichtung untergebracht.

 

Sonstige Bauarten:

 

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-         

Frontdrehmaschine
Frontdrehmaschinen werden zur Bearbeitung von Werkstücken geringer Länge wie z.B. Bremstrommeln oder Kupplungsdruckplatten für Kraftfahrzeuge eingesetzt.
Die abgebildete Bauform wird zur Bearbeitung von Werkstücken mit sehr großem Durchmesser eingesetzt.

-         

Drehautomaten
Drehautomaten arbeiten vollautomatisch, nach einem vorgegebenen Fertigungsablauf.
Sie besitzen mehrere Werkzeugschlitten und als Mehrspindelautomaten auch mehrere Arbeitsspindeln.
Durch diese Vervielfachung der Bearbeitungsstellen werden die Fertigungszeiten stark reduziert, die Rüstzeiten jedoch erhöht.
Daher eignen Sich Drehautomaten insbesondere zur Herstellung von Drehteilen in sehr großen
Stückzahlen.

-          Computer gesteuerte Drehmaschinen:
Üblicher Weise bezeichnet man diese Drehmaschinen als CNC-Drehmaschinen, wobei CNC für Computerized numerical control steht.
Bei diesen Drehmaschinen werden alle für den Fertigungsablauf erforderlichen angaben mit einer Tastatur oder einem elektronischen Lesegerät in den Speicher der Maschinensteuerung eingegeben.
Die Maschinenfunktionen und Bewegungen des eigentlichen Fertigungsablaufes werden dann von einem Computer ausgelöst und kontrolliert.


 

Drehmeißel:

Aufbau:

Der Drehmeißel

besteht aus Schaft und Schneidteil.

 

 

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Schneidgeometrie:

Durch die zum Spanen erforderlich Geometrie bilden sich am Schneidkeil folgenede Schneiden:

-          Hauptschneide

-          Nebenschneide

Haupt- und Nebenschneide treffen an der Schneidenecke zusammen.
Das Verrunden der Schneidenecke erhöht deren Stabilität und verbessert außerdem die Qualität der Werkstück Oberfläche.

Flächen:

Zudem ergeben sich am Schneidteil folgende Flächen:

-          Spanfläche

-          Freifläche

Hauptfreifläche u

nd Spanfläche zusammen bilden den Schneidkeil.

 

Schneidenwinkel:

Auch die Drehmeißelschneide beruht auf der Grundform des Schneidkeils mit:
α (Alpha) = Freiwinkel

β (Beta) = Keilwinkel

γ (Gamma) = Spanwinkel

Die Summe aus Frei-, Span- und

Keilwinkel ergibt immer 90°.

 

Darüber hinaus unterscheidet man weitere Winkel:

κ (Kappa) = Einstellwinkel

ε (Epsylon) = Eckenwinkel

Bei der Außenbearbeitung werden überwiegend Drehmeißel mit Einstellwinkel von 45° bis 107,5° eingesetzt. Je kleiner der Eckenwinkel, desto größer wird die Bruchgefahr.

Die Auswirkung der Schneidgeometrie (Winkel am Drehmeißel) richtet sich überwiegen nach:

-         


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Werkstoff

-          Werkstückkontur

-          Bearbeitungsverfahren
(z.b. Schruppen oder Schlichten)

-          geforderte Oberflächengüte

Richtwerte können aus Tabellen und Herstellerempfehlungen entnommen werden.

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Spanarten:


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Die Form der beim Drehen entstehenden Späne kann sehr unterschiedlich sein.

Sie ist zunächst vom Spanwinkel der Schneide abhängig.

Es werden folgende Spanarten unterschieden:

-          Fließspäne:
Fließspäne sind lang zusammenhängende Späne, die sich insbesondere bei großen Spanwinkeln bilden.
Bei dieser Spanart wird der Werkstoff nur wenig gestaucht und der Span fließt an der Spanfläche entlang, bis ihn die Schneide trennt.
Die Folge ist eine gute und saubere Oberfläche.

-          Da die langen Fließspäne jedoch den Arbeitsvorgang stark behindern und eine große Verletzungsgefahr bedeuten, sollten sie trotz guter Oberfläche vermieden werden.

-          Scherspäne
Scherspäne setzen sich aus mehreren, zusammenhängenden, Spanelementen zusammen, die sich bei mittlerem Spanwinkel bilden.
Hier wird der Werkstoff stärker gestaucht, wodurch ein kurzer voreilender Riss entsteht.
Dies bedingt eine unregelmäßige raue Oberfläche.

Scherspäne brechen kurz und behindern somit nicht den Arbeitsvorgang.


 

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