Emilia
Galotti
Dramenanalyse
Sebastian
Wolfsteiner, Anna Quehenberger, Antonia Schwaighofer
Inhaltsverzeichnis................... i
1 Einleitung................ ii
1.1 Informationen zum Autor............ ii
1.2 Informationen
zur Epoche............... iii
2 Hauptteil.................. v
2.1 Inhalt ..................... v
2.2 Figuren.................. vi
2.3 Schlüsselszene............... vii
2.3.1 Analyse der Schlüsselszene........... ix
3 Kreative Bearbeitung............. xi
4 Zentrales Thema, aktueller Bezug, Meinung....... xii
5 Quellenangabe .................. xiii
1
Einleitung
1.1
Informationen zum Autor
Gotthold Ephraim Lessing
wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz geboren. Sein Vater Johann
Gottfried Lessing war evangelischer Pastor, seine Mutter Justine Salome entstammte
ebenfalls aus einer Pastorenfamilie. Gotthold Ephraim war das zweite von zwölf
Kindern.
In seinen ersten vier Schuljahren
besuchte Gotthold Ephraim Lessing die Lateinschule in seiner Heimatstadt, später
die Fürstenschule St. Afra. Nach seinem Schulabschluss begann er ein
Theologiestudium in Leipzig.
Schon bald aber begeisterte er sich für
das Theaterspiel. In der Zeitschrift seines Cousins erschienen seine erste
Gedichte.
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Ende 1751 schloss er sein Studium auf
Drängen seines Vaters in Wittenberg ab, wo ihm ein Jahr später der
Magistertitel verliehen wurde.
Nach seiner Rückkehr nach Berlin entstand 1755
das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel „Miss Sara Sampson“.
Nach seiner Anstellung als
Gouvernements-Sekretär und seiner dadurch verbundenen Abwendung zur Literatur,
kehrte er 1765 nach Berlin zurück und fand sich, nicht ohne Schwierigkeiten,
wieder in seine literarische Arbeit ein. Seine Werke „Laokoon“ und „Minna von
Barnhelm“ entstanden in dieser Zeit.
Lessing bemühte sich wenig später um den
Aufbau eines Nationaltheaters in Hamburg. Dieser Plan jedoch scheiterte aufgrund
des Dramenstreits zwischen Lessing und Johann Christoph Gottsched. Als Nachruf
schrieb Lessing die „Hamburgische Dramaturgie“. Darin verfasste er die theoretischen
Grundlagen der Dramatik. Lessing brach mit den drei Einheiten und der
Ständeklausel.
Im September 1769 nahm Lessing eine
Stelle als Bibliothekar an der herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel an. Dort
entstand das Drama „Emilia Galotti“.
Nach seiner Rückkehr von einer
Italienreise heiratete Gotthold Ephraim seine Verlobte Eva König. Ihr gemeinsamer
Sohn starb jedoch kurz nach der Geburt, die Mutter zwei Wochen danach an
Kindbettfieber.
In seinen letzten Lebensjahren befasste
sich Lessing mit theologischen Fragen. 1780 erschien „Die Erziehung des
Menschengeschlechts“. Zwei Jahre zuvor vollendete er das Werk „Nathan der
Weise“. Darin arbeitete er die Frage nach der wahren Religion auf.
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Vor seinem Tod am 14. 02. 1781 im Alter von 52 Jahren
durch einen Schlaganfall, war Lessing fast vollständig erblindet.
1.2
Informationen zur Epoche
Die Epoche der Aufklärung vom 18. Jahrhundert bis zu
Beginn des 19. Jahrhunderts, gilt als großer Epochenumbruch in West- und
Mitteleuropa. Entscheidend für den Entwicklungsschritt hin zu unserer heutigen
Gesellschaftsstruktur waren die Forderungen der bürgerlichen Gesellschaft nach
Chancengleichheit und Freiheit im Denken sowie wirtschaftlichen Handeln, was
die bisherige, von der Kirche beeinflusste, ständisch-gegliederte Gesellschaft
ablöste.
Ein zentrales Ereignis dieser Epoche war die Französische
Revolution, mit der das französische Bürgertum einen größeren politischen
Einfluss forderte und durchsetzte, was in Deutschland unter vielen bürgerlichen
Intellektuellen große Zustimmung fand. Zu einer bürgerlich-demokratischen
Umwälzung des politischen Systems kam es jedoch durch die schwache Position des
Bürgertums nicht, und so beschränkte sich die Revolution in Deutschland vor
allem auf die Philosophie und Literatur.
Entscheidend für die Entwicklung der Literatur in der
Epoche der Aufklärung war, dass sich die großen Handelsstädte neben den Höfen
zu kulturellen Zentren entwickelten.
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In der Dichtung vollzog sich während des 18.Jarhunderts
ein Wandel, durch den das bürgerliche Leben sowie die Aufklärung des Bürgertums
an die Stelle des Lobs der Fürsten und die Unterhaltung der höfischen
Gesellschaft rückte.
Dem Drama kam in der Epoche der Aufklärung eine besondere
Rolle zu, denn durch die Aufführung von Dramen in Theatern oder durch
Wandertruppen konnte man das größtenteils analphabetische Bürgertum gut
erreichen. Man hoffte also, mithilfe des Dramas die Zuschauer und Leser besser
„erziehen“ und verändern zu können als mit vielen anderen literarischen
Gattungen. Zudem kam ganz besonders im bürgerlichen Drama Kritik an der
höfischen Gesellschaft zutage.
Die Entwicklung eines modernen Ich-Bewusstseins ist der
Kern der gesamten Epoche der Aufklärung.
2
Hauptteil
2.1
Inhalt
Die Hauptperson des gleichnamigen bürgerlichen
Trauerspiels von Gotthold Ephraim Lessing ist das junge Bürgermädchen Emilia
Galotti. Als Tochter des Offiziers Odoardo und seiner Frau Claudia, ist sie mit
einem Grafen namens Appiani verlobt. Doch der Prinz Gonzaga des italienischen
Fürstentums Guastella hat ebenfalls ein Auge auf sie geworfen, da er seine Verlobte,
die Gräfin Orsina, nicht mehr liebt.
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dieser dort die Chance ergreifen und die Rolle des selbstlosen Retters
einnehmen kann.
Für Emilia beginnt nun ein innerer Konflikt. Auf der
einen Seite möchte sie an ihrer Erziehung und dem Wunsch ihres Vaters, dass sie
in ein Kloster geht, da sie ihre Unschuld nun nicht mehr an ihren Verlobten
verlieren kann, festhalten.
Andererseits fasziniert sie der Prinz und so entflammt
auch ein Liebesgefühl für diesen. Von diesen Gründen hin und her gerissen sieht
Emilia keinen anderen Ausweg, als ihren eigenen Vater aufzufordern sie zu
töten.
Das Schicksal der Emilia Galotti ist einer Fabel des
römischen Geschichtenschreibers Livius nachempfunden. Dieser erzählt eine
Geschichte aus dem Rom des 5 Jahrhunderts v. Chr. über eine Offizierstochter
namens Virginia. Der mächtige Adelige Appius Claudius fand Gefallen an Virginia
und wollte sie in seine Gewalt bringen. Ihr Vater entschloss sich aus diesem
Grund sie vor aller Augen mit einem Messer niederzustechen, um ihre Jungfräulichkeit
und Ehre zu erhalten.
Der Aufbau des Bühnenstücks „Emilia Galotti“ ist einfach
gegliedert:
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