Die Räuber – Friedrich Schiller
Dramanalyse
Die erste Szene des zweiten Aktes des Dramas
„Die Räuber“, verfasst von Friedrich Schiller und am 13. Januar 1782 in der
Epoche des Sturm und Drang zum ersten mal vorgeführt wurde, handelt von Franz
Vorhaben, seinen Vater zu töten um Herr im Haus zu werden und somit, die
alleinige Macht zu besitzen.
Das Geschehen spielt im Zimmer von Franz
Moor. Zuvor versucht Franz seine geliebte Amalia von Edelreich, die jedoch kein
Interesse an ihm, jedoch an seinem Bruder Karl zeigt. Franz versucht, Amalia
durch Lügen über Karl für sich zu gewinnen, diese lässt sich trotz der
Falschaussagen nicht von Franz täuschen. Er erhält eine deutliche Abfuht von
ihr und verschwindet mit starkem Aufstampfen und einer zornigen Mine.
Franz sitzt nachdenklich in seinem Zimmer und
hofft auf den baldigen Tod seines Vaters. Der Vater, der ohnehin nur noch mit
dem „letzten Öltropfen wuchert“, musste in seinem Vorhaben sterben, und
nichtsdestotrotz wollte Franz ihn nicht selbst ermorden. Er möchte den
natürlichen Vorgang beschleunigen, seinen „abgelebten“ Vater in den Tod
schicken. Er berichtet, man könne das Leben durch medizinische Hilfe
verlängern, warum solle man es darum nicht auch verkürzen können? Durch eine
Frau in Paris, die mit Hilfe von Giftmischerei den genauen Todestag eines
Menschen voraussagen konnte, lässt Franz den Gedanken nicht aus den Grafen zu
vergiften. Letztens ist er zu dem Entschluss gekommen, ihn durch emotionale
Weise, ohne eine Spur auf Mord, auszuschalten.
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ist überzeugt, dass sich der Schreck tief in die Seele seines Vaters hineinfrisst
und ihn von Innen heraus tötet. Er meint, dass man somit keinerlei Hinweise auf
die Tat seines Sohnes finden kann, sofern er an einem Herzinfarkt oder einem
Herzstillstand stirbt. Somit ist sein scheinbar triumphaler, zuverlässiger Plan
vollendet.
Der vorgeführte Monolog soll den Leser
darüber informieren, dass Franz gerne die alleinige Macht zum Hofe Moor
besitzen möchte. Dies erreiche er, indem er seinen Vater töten und den Tod
seines Bruders Karl vortäuschen würde. Er stehe somit an erster Stelle als
Anwärter zum Thron.
Ebenfalls ist in diesem Szenenabschnitt
festzustellen, dass er an der Stelle des Zweitgeborenen liegt. Es ist zu
erkennen, dass Franz sehr intelligent und listig sein muss, um solch einen
heimtückischen Plan zu fertigen. Er möchte sich der naturgegebenen Rangordnung
nicht fügen, sondern sich an der gegebenen Ungerechtigkeit rächen um seine
eigene Gerechtichkeit zu schaffen. Franz Moor fixiert sich so auf sein Ziel,
dass er die Einschränkungen, die ihm an seinem Vorhaben hindern, ausrotten
beziehungsweise Beiseite schaffen will.
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seinen älteren Bruder Karl, wandelt sich im Laufe der Zeit in Hass um. Er
versucht, dass Karl durch seine Lügen diesselbe, emotionale Zurückweisung
widerfährt wie Franz selbst.
Das Drama wurde 1782, zum Ende der Epoche des
Sturm und Drang, verfasst. Franz von Moor widerspricht der Aufklärung in
einigen Punkten. Er wiederspiegelt weder Vernunft und Verstand, noch Humanität
oder Toleranz. Er ist jedoch sehr gebildet und will das Leben frei von
Autoritäten bringen.Allerdings kann man in ihm vielmehr eine traditionlose, sehr
intelligente, fantasievolle Figur erkennen.
Abrundend kann man sagen, dass Schiller die
Emotionen der Epoche faszinieren. Franz passt nahezu vollständig in den Sturm
und Drang.
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