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Faculty
Social Science
Discipline
Theology
Document category
Paper
University, School
BG/BRG Knittelfeld
Additional information
2004
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DOGMEN

griech. Dogma = „Meinung“

Philosophen verstanden Dogma als Lehrsatz oder Grundsatz. Politisch nannte man einen Beschluss oder eine Verordnung Dogma. In altkirchlichen Texten findet man das Wort selten. Es hat erst spät kirchliche Bedeutung erlangt. Heute versteht man unter Dogma eine Lehre, die wahr, kirchlich, verbindlich ist. Dogmen sind geschichtlich zu verstehen.

Sie sind Glaubensaussagen (überlegte, diskutierte, vernünftig abgewogene Formulierungen) um einen bestimmten Inhalt besser verstehen zu können und gegen Missverständnisse oder Irrlehren abzugrenzen. Die katholische Kirche sagt, Dogma könne nur sein, „was überall, immer und von allen geglaubt wird“.

DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS

Die Grundform des Textes entstammt der Tauffeier im 2. und 3. Jhdt.. Der Täufling bekannte seinen Glauben durch ein dreifaches Credo ( Ich glaube an Gott ... ,an Jesus Christus ... ,an den Heiligen Geist).

Seit Karl dem Großen ist das Apostolische Glaubensbekenntnis in der ganzen westlichen Kirche verbreitet.

„ICH“

Der Text des Glaubensbekenntnisses entstammt der Tauffeier. Der Täufling wurde dreimal gefragt: „Glaubst du an Gott- an Christus- an den Heiligen Geist?“ und dreimal antwortete er: „Ich glaube!“

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„GLAUBE“

Viele sehen „Glauben“ in einem Gegensatz zu „Wissen“. Auf Seiten der Religion steht der Glaube, ein wissenschaftliches Nichts, auf der Seite der exakten Wissenschaften stehen Tatsachen.

Es gibt aber auch Erkenntnisse, die sowohl für Gläubige als auch für Ungläubige unverzichtbar sind. Gemeint sind Erfahrungen, die Menschen im Umgang miteinander und mit der Welt machen. Wie sich Menschen gegenüber Leid, Krankheit, Ehe, Beruf, Arbeit, Geld verhalten, kann man nicht wissenschaftlich erforschen. Dies kommt aus einer Lebens- Entscheidung, die wir „Glaube“ nennen.

Glauben heißt Ja sagen zum Ganzen unseres Daseins, zu seinem Sinn und seiner Zukunft.

Glauben im Sinne des Glaubensbekenntnisses ist kein Übernehmen von Lehren, kein Nachsprechen von Meinungen. Glaube ist eine Ausrichtung des ganzen Lebens.

„AN“

Die Höchstform des Glaubens wird formuliert, wenn jemand sagt: „Ich glaube an dich!“ Damit wendet sich ein Mensch dem anderen zu und vertraut ihm. Glaube ist in diesem Sinn Entscheidung für diesen Menschen. Ich setze auf diesen Menschen, entscheide mich für ihn.

 

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Es ist eine Absage an andere Götter und zugleich eine Absage an die Vergöttlichung der politischen Mächte.

GOTT, DER „VATER“

Gott offenbarte sich Mose als Jahwe (hebr. Ich- bin- da), was ein Jetzt und Heute bedeutet. Der Gott der Vergangenheit (der Väter) ist auch ein Gott der Gegenwart und Zukunft. Seitdem wird Israel „Volk Gottes“ oder „Volk Jahwes“ genannt. Gott bleibt zwar verborgen, wendet sich ihnen aber auch zu, da er der Ich- bin- (für euch) da ist.

Dieses Vertrauen trug Israel durch alle schweren Zeiten und ließ Jesus zu diesem Gott Abba sagen.

Der Gott, zu dem sich Juden und Christen bekennen, ermutigt zum Vertrauen- zum Vertrauen in ihn selbst und damit zum Vertrauen in das eigene Leben.

GOTT, DER „ALLHERRSCHER“

Das altrömische Taufbekenntnis, aus dem sich das Apostolische Glaubensbekenntnis entwickelt hat, wurde anfangs griechisch gesprochen.

Der einleitende Satz nannte Gott, den Vater, „den Pantokrator“ (Allherrscher).

Bei der Übertragung der Hebräischen Bibel ins Griechische hatte man den Gottesnamen „Jahwe Zebaoth“ (Jahwe „der Heerscharen“ oder „der Kräfte) mit „Kyrios Pantokrator“ wiedergegeben.

Das Lateinische setzt die griechische Übertragung „Allherrscher“ (Pantokrator) adjektivisch um: allmächtig (omnipotens).

 

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Die „Macht“ Gottes umschließt vor allem den Glauben an die Welt als Gottes Schöpfung, die er „erhält“ und „lenkt“.

GOTT, DER „SCHÖPFER“

Schöpfung findet auch heute noch statt. Wir finden sie in allem, was wir sehen und erfahren.

Es gibt nichts. Das existieren könnte, ohne auf Gott bezogen zu sein.

„Gott ist der, ohne den nichts ist.“

„ICH GLAUBE AN GOTT, DEN VATER, DEN ALLHERRSCHER, DEN SCHÖPFER“

Dieser Satz hat kein einziges Wort, das ohne tiefere Bedeutung ist.

In dogmatischen Texten finden sich oft Metaphern und Symbole der Bibel wieder, aber auch abstrakte Begriffe. Darum sind diese Sätze nicht immer leicht zu verstehen. Viele glauben, sie zu verstehen, tun es aber doch nicht.

ZUM VERSTÄNDNIS DOGMATISCHER SPRACHE:

  1. Dogmatische Begriffe haben oft eine Bedeutung, die sich vom Alltagsgebrauch dieser Worte unterscheidet.

Beispiel: „glauben“

  1. Viele dogmatische Begriffe werden nur dann richtig verstanden, wenn man ihre Metaphorik erkennt.

Beispiel: „Himmel“ (Ich bin im 7. Himmel, Der Himmel auf Erden,...)

Beispiel: „Leib“ = mittelhochdeutsch „Leben“ (Sie sind ein Leib und eine Seele,...)

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  1. Mit wichtigen Begriffen des theologischen Sprachgebrauchs verbinden sich unterschiedliche Vorstellungen. Dabei können die ursprünglichen Inhalte verändert, verwässert oder sogar verfälscht werden.

Beispiel: „Gott“ (jeder sieht Gott anders!)


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