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Die Wikinger .pdf

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BG/BRG Knittelfeld
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2003
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Die Wikinger

 


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8A

BG/BRG Knittelfeld

Fachbereichsarbeit; Geschichte

Betreuender Prof.: Hr. Prof. Schönfelder

 


Inhaltsverzeichnis

 

Inhaltsverzeichnis..... Seite 2

Einleitung...... Seite 3

Herkunft und Namenserklärung .Seite 3

Mythologie der Wikinger........Seite 5

Die Götter der Asen........ Seite 7

Die Götter der Wanen..... Seite 11

Der Untergang der Götter..... Seite 13

Das Leben der Wikinger....... Seite 14

Riten, Kulte und Bräuche...... Seite 19

Die Wikinger im Krieg..... Seite 20

Nachwirkungen der Wikinger in

heutiger Zeit..... ..Seite 22

Nachwort....... Seite 23

Literaturverzeichnis........ Seite 24

..... Arbeitsprotokoll......... Seite 26

 


 

Die Wikinger

 

8. Juni 793:

Die Mönche auf Lindisfarne (Holy Island, Nord – westlich von Wales) nutzten den schönen Frühsommertag, das Heu für den Winter einzufahren. Die Ernte war gut, der himmlische Vater hatte das Eiland sichtbar gesegnet. Die Brüder freuten sich des reichen Ertrages[...]

Gegen Mittag tauchten Schiffe mit großen quergestellten Segeln in der Kimmung zwischen See und Himmel auf und näherten sich schnell. Die frommen Mönche beunruhigte das nicht. Sie waren ohne Arg[...] Sie lebten in einer der ehrwürdigen Wallfahrtstätten Englands und fühlten sich sicher in der Hut ihrer Heiligen[...]

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Lärmend und siegestrunken kehrten sie dann auf ihre drachenkopfgeschmückten Fahrzeuge zurück und verschwanden wieder. Zurück blieben rauchende Trümmer, ein blutgetränkter Strand, ein menschenleeres Eiland. Eine Stätte des Grauens und der Verwüstung“. [1]

Doch woher kamen diese barbarischen und brutalen Gestalten? Wieso waren sie so grausam und wie wirkten sich ihre Taten auf die spätere und heutige Zeit aus?

Herkunft und Namenserklärung

Der Name Wikinger selbst war bereits Teil von vielen Nachforschungen und man hat bis heute keine wirkliche Erklärung gefunden: So wurde zum Beispiel das aus dem lateinischen „vicus“ entstandene „wic“ , das wie das fränkische „wik“ die Bedeutung von „Markt- oder Handelsplatz“ hat, zum Wikingertaufpaten gemacht.

Doch die Erklärung, die Wikinger wären „Stadtleute“ oder „Kaufleute“ fand nie richtigen Anklang. Das wahre Problem an der Enträtselung dieses Namens liegt in der Tatsache, dass es in den nordischen Sprachen zu viele ähnlich klingende Wörter gibt. So bedeutet „vig“ Kampf, der Begriff „vik“ aber bedeutet Bucht.

So könnte der Begriff „Wikinger“ von eben deren Leidenschaft, dem Seefahren, abstammen. Oder aber auch bedeuten, dass die Wikinger einfach „nur“ ein sehr kampflustiges Volk waren. Doch sind die Thesen, dass Wikinger „Krieger“, „Pirat“ oder „König der See“ bedeutet, am wahrscheinlichsten. Außer „Wikinger“ sind auch die Namen Nordmänner, Nordmannen und Eschenmänner sehr bekannt.

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Obwohl sich die ersten Vermutungen, dass die Wikinger aus dem Norden kamen, bald bestätigten, sahen christliche Chronisten der damaligen Zeit es viel einfacher und erschreckender: Sie sahen „in den Wikingern die Zuchtrute Gottes, in ihren Überfällen ein Strafgericht, das Gottvater im Zorn über die Sünden der Menschen verordnet hatte“[3]

An diesem kurzen Zitat lässt sich leicht erkennen, dass die damalige christliche Welt den Wikingern gegenüberstand wie gegenüber einem Naturereignis: Hilflos, nicht verstehend und voller Angst.

Die Wikinger kamen also aus Skandinavien. Aus Norwegen, Dänemark und Schweden. Finnland spielte keine so große Rolle. Diese Länder waren für die Völker des damaligen Westeuropas eine fast gänzlich unbekannte Welt. Ihre Heimat war die skandinavische Halbinsel mit steilwandigen Gebirgen, tiefen Fjorden und unzähligen Küsten.

Sie bewohnten die große Landbrücke zwischen der Baltischen See und dem Atlantik. Skandinavien war sehr unwirtlich und so ist es kein Wunder, dass das Land nicht oft von anderen Völkern besucht wurde und so lange Zeit auch unbekannt blieb.

Die Mythologie der Wikinger:

 

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Nach den Vorstellungen der Wikinger entstand die Welt aus den Körperteilen des Urriesens Ymir: Nachdem er die Götter geschaffen hatte, warfen diese ihn in den leeren Raum hinaus und da wurde sein Fleisch zur Erde, aus seinem Blut entstand das Meer, seine Knochen bildeten die Berge, seine Haare bildeten die Bäume und aus seinem Schädel wurde der Himmel.


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Die Gestalt des Universums, die in den Schöpfungsmythen des Nordens entworfen wird, ist schwer zu vereinbaren mit der Welt, in der sich die späteren Mythen abspielen.

In den Schöpfungsgeschichten ist die Welt noch flach, die einzelnen Welten liegen auf einer gleichen Ebene und sind vom Meer umgeben. In den nachfolgenden nordischen Mythen besteht die Welt aber dann offenbar aus mehreren Stockwerken, die wie Teller übereinander gestapelt sind (siehe Bild rechts). Der mythologische Mittelpunkt der Wikingerwelt ist die Weltesche Yggdrasil, die diese Stockwerke in der Mitte stützte, deren Äste sich über die ganze Welt ausbreiteten und durch Ihre drei Wurzeln verband.

An den Wurzelenden befinden sich die Quellen der Weisheit (Mimirsquelle in Midgard), des Schicksals (Urdquelle in Asgard) und die Quelle Hvergelmir im Totenland Hel, aus der die Flüsse Eliwagar entsprangen, mit denen gemäß den Schöpfungsmythen die Welt begann. Die Quelle der Weisheit wird von Mimir, einem Onkel Odins, bewacht.

Die Quelle des Schicksals wird von den drei Schicksalsgöttinnen (Nornen) Urd, Werdandi und Skuld bewacht.

In der Wikingermythologie gibt es vier Welten: Midgard, Utgard, Hel und Asgard.

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Asgard ist das Land der Götter und befindet sich über Midgard. Somit ist leicht erkennbar, dass die Welt der Menschen (Midgard) der Mittelpunkt der Welt ist, genauso wie die Weltesche Mittelpunkt der Mythologie der Wikinger ist.

Die Götterwelt teilte sich in zwei Geschlechter: das Geschlecht der Asen (Odin, Thor, Loki, Baldr, Tyr) und das der Wanen (Njörd, Freyr, Freyja). Die Wanen waren die ältere Generation und die Asen waren die jüngere. Größere Bedeutung hatten allerdings die Asen.

Der wikingische Glaube wurde geprägt durch öffentlichen sowie familiären Kult. Zum öffentlichen Kult zählten Opferungen von Menschen und Tieren. Die Wikinger hatten eine ausgeprägte Jenseitsmoral: Jeder im Kampf gefallene Held wurde von den Walküren nach Walhall gebracht, wo er von Odin empfangen wurde. So schreibt auch die „Edda“:

„Besitz stirbt,

Sippen sterben,

du selbst stirbst wie sie;

doch Nachruhm

stirbt nimmermehr,

den der Wackre gewinnt.“[4]

Alle anderen nicht im Kampf Gestorbenen kamen in die Unterwelt Hel. Die Wikinger wussten aber bereits, dass nichts ewig währt, und so glaubten sie an einen alles zerstörenden Weltbrand, der durch die Intrigen und die Falschheit der Götter ausgelöst wird, und an eine Wiederauferstehung der Götterwelt als ein wahres und ehrliches Geschlecht unter der Führung von Lichtgott Baldr.

 

Die Götter der Asen

 


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Die Götter der nordischen Mythen hatten deutlich menschliche Züge und wurden von Odin und Thor regiert.

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