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Die schlesischen Weber (1844) Heinrich Heine (Page 2).doc

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Pragmatischer Spracherwerb
Pragmatischer Spracherwerb 1. Einleitung Die menschliche Sprache ist ein Zeichensystem, das Kommunikation zwischen Individuen ermöglicht. Damit eine Kommunikation stattfinden kann, muss jeder

Der König ist der König der Reichen, nicht aber der König des ganzen Volks. Ihnen konnte der König keinen Schutz und kein Recht zukommen lassen. Er konnte ihr Elend nicht erweichen. Im Gegenteil lässt er weiterhin seine Steuern eintreiben und hat sie so noch bis zum "letzten Groschen" ausgepresst.

Der Vergleich "Und uns wie Hunde erschiessen lässt" verdeutlicht einerseits die Rechtlosigkeit der Arbeiter und die Gleichsetzung mit den Tieren, die man ohne schlechtes Gewissen erschiesst, andererseits wieder den Zorn der Arbeiter auf die Geringschätzung der Obrigkeit.

Ich kann mir auch vorstellen, dass Heine mit diesem Vergleich auf das blutige Niederschlagen des schlesischen Weberaufstandes 1844 anspielt.

Der dritte Fluch in der vierten Strophe gilt dem falschen Vaterlande, in dem nicht Gutes herrscht. Statt Blumen gedeihen "Schmach und Schande" und "Fäulnis und Moder".

Die "Blume" wird zu "früh geknickt", das heisst jede Entwicklung zum Besseren für das Volk verläuft im Sand. "Fäulnis und Moder erquickt" d.h. erfreut den "Wurm". Von dem Elend der Arbeiter profitieren nur die Obrigkeit und die Fabrikherren. Nach "dem Fluch dem falschen Vaterlande" folgt in den vier Versen (einschliesslich dem Refrain) eine Anapher.

Der Autor Heine benutzt dreimal das "Wo", um das Vaterland als Ort des Verderbens zu beschreiben und somit als falsches Vaterland.

 

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Dass die Arbeiter sich keine Pause leisten können, auf den geringsten Lohn angewiesen sind, wird mit "wir weben emsig Tag und Nacht" verdeutlicht. Danach erfolgt die Wiederholung, des schon in der ersten Strophe vorkommenden Verses, wobei es nicht mehr Deutschland, sondern Altdeutschland lautet: "Altdeutschland wir weben dein Leichentuch".

Damit haben die Weber mit Deutschland abgeschlossen. Deutschland hat versagt, ihr Elend wollte weder Gott, der König noch die Väter mildern. Deutschland bedeutet für sie das grösste Elend.

Deshalb wird nun am Untergang der alten, herrschenden Ordnung gewebt. Die Anspielung lässt auch auf einen allfälligen neuen Versuch eines Aufstandes oder einen Umsturz der Verhältnisse durch das Proletariat, also eine Revolution, andeuten, wo das alte Deutschland vernichtet wird und stattdessen etwas Besseres entstehen kann.

Ansonsten entspricht die letzte Strophe fast der ersten und bildet mit ihr den Rahmen, in den die drei Flüche eingebettet sind.

Zusammenfassend beschäftigt sich Heines Gedicht mit der sozialen Not und der, aus tiefster Verzweiflung, entstandenen Wut der unterdrückten Weber gegen ihre Ausbeuter. Jegliche Hoffnung auf Hilfe ist zerstört worden Sie können keinerlei Hilfe erwarten.

Sie sind von allen enttäuscht worden. Von Gott, dem König und dem Vaterland.

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Somit kommt die Drohung der Weber deutlich zum Vorschein. Durch den appellhaften Aufbau des Refrains wird das drohende Element unterstützt. Der Paarreim verleiht dem Gedicht einen Rhythmus, der dem Geräusch des Webens gleichkommt. Er unterstützt so den Inhalt des Webens bzw. des Elends. Durch Alliterationen wie "gehofft, geharrt, geäfft, gefoppt, genarrt" verleiht es dem Gedicht etwas Drohendes und bringt die Wut der Weber besonders gut zum Ausdruck.

Die Struktur des Gedichts bezüglich des Rahmens ermöglicht dem Leser einerseits einen Einblick auf das Rahmengeschehen, nämlich der täglichen mühsamen, beinahe nicht entlohnten Arbeit zu ermöglichen.

Andererseits ermöglichen die inneren Strophen, in die Innenwelt der Gefühle der Weber einzudringen, sodass man den Rahmen besser verstehen kann. Warum weben sie Deutschlands Leichentuchs, warum bringen sie keine Träne heraus, warum sitzen sie am Webstuhl und fletschen die Zähne, warum weben sie Tag und Nacht, warum heisst es zum Schluss "Altdeutschland" und nicht mehr Deutschland, warum "weben sie hinein den dreifachen Fluch"? Alle diese Fragen werden in den drei inneren Strophen beantwortet.

 

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Heinrich Heine gehört zu den bedeutendsten Literaten in der Epoche des Vormärz und des Jungen Deutschlands. Die kritischen jungen Autoren des Vormärz befassten sich nach dem Ende der "Kunstperiode" (Goethezeit) mit den Problemen der Gegenwart und wollten keinen Unterschied mehr machen zwischen Kunst und politischem Leben, das sie für reformbedürftig hielten.

Das Gedicht passt somit gut in die Epoche des Vormärz und des Jungen Deutschlands.

Es ist Ausdruck des kritischen Autors Heine aber auch anderen Schriftstellern des "Jungen Deutschlands", die sich mit den Problemen der Gegenwart befassten und die Kunst nicht mehr von der Politik des Tagesgeschehens trennen wollten.

Heine weigerte sich jedoch, sein Dichtertum in den Dienst der Politik zu stellen. Aber er machte auf die politische Gegenwart aufmerksam und floh nicht in eine idealisierte Kunstwelt wie es Goethe oder Schiller getan hatten.

Heine verdeutlichte mit diesem Gedicht politische und gesellschaftliche Tatsachen anhand dieser schlesischen Weber, weist aber auch auf seine persönliche Wut über die bestehenden Missverhältnisse hin.

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