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Die Schlacht bei den Thermopylen .doc

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Die Schlacht bei den Thermopylen 480 v. Chr. unter Berücksichtigung der Ausrüstung und Kampfweise der beiden Heere

1.) Gegenüberstellung der Bewaffnung:

Griechen

Perser

Helm, der fast das ganze Gesicht schützte

Haube aus Filz

Brustpanzer aus Metall

Stoffgewand

Schwerer Schild

Kein Schild außer der Leibgarde

Beinschienen aus Metall

Keinen Beinschutz

Kräftiges Schwert

Bogen und Dolch

Lange Lanze

Kurze Stoßlanze

Federschmuck am Helm

Goldschmuck als Orden

2.) Kampfweise:

a.) Die Griechen:

Die Griechen hatten in der ersten Reihe eine Phalanx, die aus einem Schildwall, aus dem die langen Lanzen herausragten, bestand. Wenn einer aus der ersten Reihe fiel rückte gleich einer aus der zweiten Reihe nach und die Phalanx war wieder geschlossen.

Diese Kampfesweise eignete sich wunderbar zum Verschließen von Pässen, Schluchten und Wegesengen.

Die Phalanx und die schwere Panzerung machten die Griechen fast immun gegen Pfeile und Speere.

Die Stärke der Griechen war der Nahkampf der Schwerbewaffneten.

b.) Die Perser:

Die persische Kampfweise bestand darin, die Bogenschützen in der Mitte der Schlachtreihe dicht zu ballen. Deren vorderste Reihe schirmte sich durch mannshohe Schilde aus Weidengeflecht ab.

Die Bogenschützen eröffneten den Angriff durch einen immer wiederholten Pfeilhagel. In diesem Augenblick stürmte die Reiterei von den Flanken her auf den Feind los, während von der Mitte her die Fußtruppen, den Bogen jetzt über die linke Schulter geworfen, mit der Lanze den Nahkampf aufnahmen.

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3.) Geländebeschreibung:

Griechenland hat viele Berge, wenig Flachland, viele Pässe, Schluchten und damals große Wälder.

Wege muss man sich als Pfade vorstellen, Straßen gab es nicht.

Die Thermopylen sind ein Engpass zwischen Meer und Gebirge. Die angrenzenden Berge sind kaum zu übersteigen.

4.) Ziele der beiden Heere:

Das Ziel der Griechen war, den Vorstoß der Perser nach Zentralgriechenland zu verhindern, sie zumindest aber stark zu schwächen und solange zu verlangsamen, bis Griechenland für eine Entscheidungsschlacht zu See und Land bereit war.

Das Ziel der Perser war der schnelle Vorstoß nach Zentralgriechenland, um die bedeutendsten Städte noch während des Sommers zu unterwerfen und in ihnen das Winterquartier zu beziehen.

5.) Die Jahreszeit:

Es ist Hochsommer, als die Perser bei den Thermopylen eintreffen. Dadurch besteht die Gefahr von Wassermangel.

Die Perser hatten zwar keine Rüstungen, doch da sie fast auf freiem Feld standen ist ihnen sehr heiß.

Den Griechen, die durch die hohen Berge fast immer im Schatten stehen, ergeht es da besser.

6.) Versorgung:

Die Perser sind zur Versorgung ihrer großen Zahl auf die Flotte angewiesen, weil Nachschub über die Wege und Pfade Griechenlands nicht in ausreichender Menge und kurzer Zeit herangeschafft werden kann.

 

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Die Griechen versorgten sich aus dem eigenen Land. Sie konnten sich in ihre Städte zurückziehen, in denen ausreichend Vorräte gelagert waren.

7.) Zum Ablauf der Schlacht:

Die Thermopylenstellung bot den Griechen alle Vorteile. Die Engen verhinderten eine Entfaltung des großen persischen Landheeres, während die benachbarte Meerenge von der griechischen Flotte gegen die größere persische gesperrt werden konnte und damit ein Umgehen des Landheeres zur See verhinderte.

Vermochte man an den Thermopylen den Vormarsch des persischen Landheeres für begrenzte Zeit aufzuhalten, so konnte die griechische Flotte, wenn die Voraussetzungen günstig waren, vielleicht währenddessen eine Entscheidung erzwingen.

Am fünften Tag nach der Ankunft vor den Thermopylen begannen die Perser mit dem Angriff gegen die griechische Stellung.

Zwei Tage lang blieb der Ansturm der Perser ohne jeden Erfolg, am dritten Tag umgingen persische Truppen mit Hilfe ortskundiger Führer die Stellung im Süden und erschienen, nachdem sie die zur Überwachung des Umgehungspfades aufgestellte sorglose Einheit überrumpelt hatten, im Rücken des griechischen Heeres.

 

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8.) Fazit:

Es gelang den Griechen nicht, bereits an den Thermopylen eine Entscheidung zu erzwingen. Sie hatten außer dem Gelände noch den unschätzbaren Vorteil, dass die Zeit ihr Verbündeter war.

So zeigte sich nach der verlorenen Schlacht bei Salamis, dass der persische Nachschub nicht mehr gewährleistet werden konnte. Das Heer musste sich schnell zurückziehen und konnte in Thessalien nur einen Teil, nämlich 50.000 Mann zurücklassen, weil für mehr die Getreidevorräte nicht genügten.

Es gelang den Griechen dann ja auch, diesen Heeresteil recht einfach im Folgejahr zu vernichten.

Dieser Krieg zeigt wie so viele folgende die Abhängigkeit eines großen Heeres von seiner Versorgung in diesem Falle über See.


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Das Bild zeigt Soldaten des Großkönigs: In Blau die Leibgarde, die einzigen tausend Mann des gesamten Heeres mit einem Schild. Selbst sie tragen keinen Panzer.

Literatur:

Walther Hinz, „Darius und die Perser“, Holle-Verlag Baden-Baden 1976

Hermann Bengtson, „Griechische Geschichte“, Verlag C. H. Beck, München 1965

E.B. Potter, Ch.W. Nimitz, „Seemacht“, deutsche Übersetzung, Manfred Pawlak Verlag, Herrsching 1982

 


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