Nach Kämpfen gegen die Mitregenten erlangte Konstantin die
Alleinherrschaft (324 – 337). Er vollendete die Reichsreform und verlegte die
Hauptstadt des Reichs von Rom nach Byzanz, das von nun an Konstantinopel hieß.
Durch die Förderung des Christentums versuchte er, dem Reich eine zusätzliche
Klammer zu geben.(Toleranzedikt 313).
Das Ende des Römischen Reichs
Nach dem Tod Kaiser Theodosius` I. 395 zerfiel das Römische
Reich in einen Ost- und einen Westteil. 476 setzte der germanische Heerführer
Odoaker den letzten weströmischen Kaiser, Romulus Augustulus, ab. Ostrom
hingegen bestand noch ein Jahrtausend, bis zur Eroberung Konstantinopels durch
die Türken 1453.
Österreich in der Römerzeit
Der erste staatsähnliche Verband auf dem Gebiet des heutigen
Österreichs war das keltische Königreich Noricum. Seine reichen Bodenschätze,
vor allem Gold und Eisen, machten das Land für Rom interessant.
Die Eroberung der Donauländer
Um 15 v. Chr. marschierten Roms Legionäre kampflos bis zur
Donau vor. Das wirtschaftlich schon längst abhängige Noricum verlor seine
staatliche Selbständigkeit. Nicht so leicht verlief der Einmarsch in den
Alpentälern Tirols und Vorarlbergs. Dort leisteten Raeter und Vindeliker den
römischen Soldaten, die von den Stiefsöhnen des Augustus, Tiberius und Drusus,
geführt wurden, erbitterten, jedoch vergeblichen Widerstand.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Bevölkerungs- und Gesellschaftsstruktur
Zu den einheimischen Kelten, meist Bauern, kamen nun
Bevölkerungsgruppen aus allen Teilen des Römerreichs, vor allem aus
Oberitalien. Sie waren Soldaten, Veteranen und Verwaltungsbeamte, Händler und
Handwerker. In den entstehenden Städten bildete sich eine Mischbevölkerung von
Kelten, Römern, Griechen und Orientalen heraus, die römische Kultur und
Lebensweise pflegte. Umgangssprache war ein Vulgärlatein.
Hauptkennzeichen dieser Provinzgesellschaft waren ein
starkes wirtschaftliches und kulturelles Gefälle zwischen Stadt und Land, der
große Einfluss der im Land ansässig gewordenen Veteranen, die zumeist die
Politik in der Provinz bestimmten, und eine verhältnismäßig schwach entwickelte
Sklavenwirtschaft.
Städtekultur und Romanisierung
Ausgrabungen bezeuge das hohe Niveau städtischen Lebens:
breite, gut gepflasterte Straßen, Märkte und Plätze mit Tempeln. Das Forum, ein
rechteckiger Marktplatz, bildete das Zentrum, in dem die Verwaltungsgebäude
lagen. In Richtung Stadtrand befanden sich ein oder mehrere Amphitheater, die
vor allem für Tierhetzen und Gladiatorenspiele dienten.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Fußbodenheizung, Bäder, Speise-, Wohn- und Schlafgemächer waren
selbstverständlich, Mosaiken, Fresken, Stuck und Plastiken durchaus üblich.
Das Ende der Römerherrschaft
Der Einfall der germanischen Stämme der Markomannen und der
Quaden um die Mitte des 2. Jahrhunderts bereite der Blütezeit der Austria Romana
ein jähes Ende. In mehreren Feldzügen gelang es Kaiser Marc Aurel, die Germanen
zurückzuschlagen. Trotz wiederholter Angriffe von außen blieb die römische
Kultur noch zwei Jahrhunderte bestimmend.
Manche siedelten sich an, andere wanderten durchs Land. So
zogen die Goten plündernd und raubend durch die ohnmächtigen Provinzen; die
Alemannen nahmen das Land vor dem Arlberg in Besitz; im Wiener Becken und im
heutigen Niederösterreich traten die Rugier als neue Herren auf. Odoaker, der
476 dem Weströmischen Reich ein Ende bereitet hatte, befahl 488 den Romanen
Noricums den Abzug nach Italien.
|