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Die Renaissance - Baukunst und Möbel .doc

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Faculty
Engineering Sciences
Discipline
Arcitecture / Civil Engineering
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Paper
University, School
HTL Villach
Additional information
1997
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DIE RENAISSANCE

Der Begriff Renaissance bedeutet Wiedergeburt. Es ist damit die Wiedergeburt der Antike gemeint. Die Renaissance breitete sich von 1350-bis zum Anfang des 16. Jhdt. aus. Die wissenschaftlich geistige Bewegung dieser Zeit wird Humanismus genannt.

Der Eigentliche Geburtsort der R. war die Stadt Florenz. Dort hatten die reichen Bankenfamilien das Sagen, und unterstützten das Werken der ansässigen Künstler. Die Menschen beginnen in dieser Zeit freier und unabhängiger zu denken. Das höchste Ziel der Künstler war es ein Universalgenie zu werden.

Seit der Mitte des 16. Jhdt. leben der Handel und das Gewerbe auf und dadurch werden die Städte reicher. Durch Erfindungen und Entdeckungen werden die Menschen unabhängiger und beginnen freier zu denken . Diese Selbstsicherheit wird in einem stark diesseitsbetonten Lebensstil sichtbar.

DIE BAUKUNST

Die neue Baukunst geht von Italien aus . In der Frührenaissance spürten die Bildhauer den alten Formen nach, und wendeten diese in der kirchlichen Architektur auch an. Der erste Meister der dies anwendete war Filipo Bruneleschi. Sein Werk ist die berühmte Kuppel des Domes in Florenz (1296-1420).

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Im Kirchenbau wurde zunächst die frühchristliche Basilika verwendet . Über der Vierung wird eine Kuppel angebracht. Die Decke besteht aus einer Kassettendecke. Die teilweise gewölbte Basilika ist der Übergang zur vollständig Gewölbten z. B.: S. Andrea in Mantua (1470) von Leone Batista Alberti.

Er überwölbte das Mittelschiff mit einer riesigen Gewölbetonne. Die Last der Tonne übernahmen wuchtige Wandpfeiler. Daher kommt auch der Name Wandpfeilerkirche . An die Stelle der Seitenschiffe treten je 3 rundbogig, überwölbte Nieschen . Der Grundriß zeigt die Form des lateinischen Kreuzes. Somit wurde diese Kirche der Grundtypus für die nächsten 100 Jahre.

Die Frührenaissance fiel in die Zeit des 15. Jhdt. und wird deshalb als Quattrocento bezeichnet und wird zu Beginn des 16. Jhdt. zur Hochrenaissance (Cinquecento).

In der Hochrenaissance wird im Kirchenbau der Zentralbau bevorzugt . Ein großer Meister dieser Zeit war Donato Bramante. Sein Meisterwerk ist der Bau der Peterskirche in Rom 1506. Bei dieser Kirche wurde über der Vierung eine Kuppel aufgesetzt. Von der Vierung breiten sich vier gleich lange Arme in alle Richtungen aus.

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Ein weiteres Beispiel von Bramante ist der Tempieto. Der kleine Tempel geht über 2 Geschoße und hat einen kreisrunden Grundriß . Säulen umgeben das untere Geschoß . Das obere Geschoß ist mit einer Halbkugel überzogen und eine Balustrade krönt es noch zusätzlich.

In der Spätrenaissance nahm man nach 1550 den Langhausbau wieder auf. Das Langhaus mündet wieder in den Kuppelraum. Andrea Palladio schrieb das Buch über die Bauregeln der Hochrenaissance. Als Vorlage dienten ihm die römischen Bauwerke. Im Buch L´Architettura empfiehlt er die Bauweise von Arkaden deren Pfeilern kräftige Pliaster vorgelagert sein sollen.

Er verzichtete schon damals auf dekoratives Beiwerk.

Als neuer Bautypus entsteht der Palast der auf die mittelalterliche Stadtburg zurückgeht. Ein Beispiel dafür ist der in der Frührenaissance entstandene Palazzo Pitti in Florenz . Seine langgezogene Fassade gliedert sich in drei Geschosse die durch kräftige Gurte horizontal voneinander getrennt sind. Die Fassade wird durch die

rundbogigen Fenster und den Wechsel von grobbehauenen Quadern (Rustika) und Fugen belebt.

Später wird die strenge horizontale Gliederung durch senkrecht angeordnete Pilaster aufgelockert.

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Später belebten die Nachfolger Albertis diese Gliederung noch durch Verdoppelung der Pilaster z.B.: die Front der Concellerai in Rom. Der 1589 vollendete Palazzo Tornese in Rom zeigt die Ausgeglichenheit der Hochrenaissance. Im Erdgeschoß wechseln offene Arkaden mit toskanischen Säulen ,darüber Blendarkaden mit ionischen Halbsäulen . Das oberste Geschoß mit Blendarkaden geht auf Michelangelo zurück.

Michelangelo durchbrach später die Regeln seiner Vorgänger im Konservatorenpalast in Rom. Er verzichtet auf die ruhige Flächengliederung durch Pilastervorlagen und auf die Geschoßtrennung durch horizontale Gurtgesimse . Er durchbrach die Fassade mit Pilastern die über 2 Stockwerke reichen , und in einem kräftigen Dachgesims enden .

Dadurch wurde die Fassade zu einer geschlossenen Einheit. Im Erdgeschoß war die Wand

durch zurückspringende Nischen und im Obergeschoß durch vorspringende Fenstergesimse gegliedert.

Dieses Bauwerk stellt einen Schritt von der Hochrenaissance zum Barock dar.

DIE BAUKUNST IN DEUTSCHLAND

Deutschland war länger als Italien vom Mittelalter beeinflußt ,daher kam die Renaissance erst später in den Norden. Reine Reinaissancebauten wurden in Deutschland nur von wandernden italienischen Architekten gebaut. Die einheimischen Architekten hielte noch an den alten mittelalterlichen Formen fest.Z.B.: das hohe Satteldach des Knochenhauerhauses in Hildesheim.

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Im Knochenhauerhaus in Hildesheim wurde das steile gotische Satteldach beibehalten, die Fassade wurde mit südlichen Schmuckformen verziert. Durch diese Mischung aus heimischer Bauweise und fremden Schmuckelementen entstand in der Baukunst des 16. eine deutsche Sonderform. Im Kirchenbau wird dies in der Jesuittenkirche St.

Michael in München sichtbar.

Die Kirche ist nach deutscher Bürgerhausart als Giebelbau ausgeführt, zeigt aber die neue Bauform in übereinander gelagerten Geschossen die durch starke Gesimse horizontal gegliedert sind. Neue Elemente in der Fassade sind Portalumrandungen, Pilasterstellungen im Erdgeschoß, Volutenschmuck, Giebelrahmungen, figürliche Plastik.

Der Grundriß ist als Wundpfeilerkirche ausgebildet und mit einer 20 m Riesentonne überspannt. Der Druck des Gewölbes wird von schweren Wandpfeilern mit vorgesetzten Pilastern aufgenommen.

MÖBELBAU DER RENAISSANCE

In keinem anderen Stil war die Baukunst ein so direktes Vorbild für den Möbelbau. Oft wurden Möbelfronten oder Vertäfelungen wie eine Gebäudefront ausgeführt, mit Säulen , Gebälk, Türüberdachungen....

Ornamentik

Antike Bauelemente wurden in den Möbelfronten verwendet z.b.:Säulen Gebelke des antiken Möbelbaus.


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