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Die Reformationszeit und Martin Luther (Page 9).doc

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Theology
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Ludwig-Maximilians-Universität München - LMU
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Prof. Harry Oelke, SoSe 2009
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Theology

Unterrichtsskizze zu einer Psalmreihe
1. Aufbau der Unterrichtsreihe 1. Einheit Wir entdecken die Symbolik von Farben und Gegenständen- Entdeckender Zugang an die Thematik der Symbolik von Farben und Gegenständen, als Vorbereitu

[Teil D: Die Ausbreitung und Stabilisierung der Reformation (1530-1555)]

§19 Die Konsolidierung des Protestantismus

  1. Der Schmalkaldische Bund

-          Die Unterzeichner der CA schlossen dich zu einem militärischen Kriegsbund zusammen nur zur Verteidigung im Falle eines Angriffs

-          Gemeinsames Vorgehen gegen die Klageflut

-          Dezidiertes Verteidigungsbündnis auf reformatorischer Grundlage

-          Das Bündnis bereitete den führenden Theologen Probleme: Der Bund richtete sich gegen den Kaiser

  1. Die Wittenberger Konkordie (25. Mai 1536)

-          oberdeutsche Reichsstädte werden auf die Wittenberger Seite gezogen

-          geht auf Martin Bucer zurück

o   „Genie der Vermittlung“

o   Kompromissformel

§  Wahrhaftige Gegenwart Christi im Abendmahl

§  Unio sacramentalis Blut/ Wein und Leib/ Brot

§  Imanducatio indignorum

-          CA und Apologie werden nun auch von den oberdeutschen Städten anerkannt

-          Wittenberger Konkordie als Kompromiss

  1. Die Ausbreitung des Protestantismus

-          Nürnberg 1532

-          Frankfurt 1534 schufen einen rechtlichen Schutz

-          Regensburg 1541

-          Kaiser benötigt die protestantischen Stände im Kampf gegen den Türkenaufstand

-          Herzogtum Wittenberg 1534

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-          Dann durch ihn in Dänemark 1537, Holstein 1542, BS-Wolfenbüttel 1543

Bugenhagen = Reformator des Nordens

-          Der Großteil Deutschlands war Anfang der 40er Jahre evangelisch

§20 Verhärtungen zwischen den Religionsparteien

  1. Konzilspläne

-          Die Kirchenpolitische Lage beginnt sich in den 30er Jahren zu ändern

-          Papst Paul III. (1534-39)

o   Hat die europäischen Fürsten wissen lassen, dass er ein Konzil nach Mantua einberufen lassen würde (1535)

-          Alle Blicke richteten sich auf die Protestanten, wie diese wohl reagieren

-          Luther war wegen schwerer Erkrankung nicht anwesend

-          Auf Wunsch des sächsischen Kurfürsten wurde eine Zusammenfassung der Lutherischen Lehre verfasst: Die Schrift hat drei Teile (Schmalkaldische Artikel)

-          Allgemein anerkannte Lehrinhalte gemäß des altkirchlichen Glaubensbekenntnis

[..]

  1. Religionsgespräche

-          auf Initiative des Kaisers kommt es zu Religionsgesprächen zwischen beiden Seiten 1540 in Hagenau

-          1540/41 Worms

-          1542 in Regensburg

-          Kompromisse werden im Wormser Buch festgehalten

-          1541 in Regensburg zeigt sich jedoch, dass Differenzen noch immer unüberwindbar sind

Auch die Religionsgespräche scheitern

 

§21 Der Schmalkaldische Krieg und das Augsburger Interim

 

-          Herzog Moritz von Sachsen (1521-1533 albertinische Linie, Herzog seit 1541)

-          albertinische vs. eristinische Linie

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-          1546 eröffnet der Kaiser den Schmalkaldischen Krieg

-          Die ev. Seite wird durch die Doppellehre des Kaisers geschwächt

§22 Der Augsburger Religionsfrieden

§23 „Konfessionelles Zeitalter“, „Konfessionsbildung“ und „Konfessionalisierung“

§24 Katholische Konfessionsbildung

  1. „Katholische Reform und Gegenreformation“
  2. Das Tridentinum
  3. Ignatius von Loyola und die Jesuiten

 

§25 Lutherische Konfessionsbildung

  1. Innerlutherische Lehrstreitigkeiten
  2. Das Konkordienwerk
  3. Die lutherische Orthodoxie 15.07.2009

-          alle drei Konfessionen (Luthertum, Reformatorentum, ..) durchleben eine Orthodoxie

-          Merkmale der lutherischen Orthodoxie:

o   Konzentration auf die reine, wahre Lehr

o   Verteidigung gegenüber dem Katholizismus

o   Kein Zurückschrecken vor Polemik

-          der gefundene Lehrkonsens wird fortgesetzt

o   Luther ringen um die wahre Lehre wird in der Orthodoxie fortgesetzt

-          Konfessionelle Konkurrenzsituation führt dazu, dass Luthers Stellung heilsgeschichtlich gedeutet wird der göttliche Wille wird hinter ihm vermutet

-          Das theologische Erbe Luthers wird durch die Orthodoxie rezipiert

o   Rechtfertigungslehre

o   Weiterentwicklung der Christologie Luthers

o   Sola scriptua Lehre von der Heiligen Schrift

§  Auctoritas

§  Perfectio (absolute Wahrheit)

§  Sufficienta (volle Genügsamkeit)

§  Perspicuitas (Klarheit)

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Drei Phasen der Orthodoxie:

1.       Frühorthodoxie (ca.1555-1600)

-          Martin Chemnitz (1522-1586)

o   Logi theologici

2.       Hochorthodoxie

-          Johann Andreas Quentstedt bedienen sich der analytischen Methode

-          Abraham Calov Veränderung des Erkenntnisstandes als Ziel

-          Johanna Gerhard

o   Loci communes theologici

3.      Spätorthodoxie

-          David Hollaz

-          mit der historischen Bibelkritik wird der Orthodoxie die Grundlage entzogen

4.      Der synkretistische Streit

-          bedeutsame Nebenströmung: Das humanistische Weltbild Melanchthons wird weitergeführt

-          Hauptvertreter: Georg Calixt (1586-1656)

o   Versuchte eine Alternative zum Konfessionenstreit zu entwickeln

o   Fragte nach einem gemeinsamen theologischen Pfad, um den Streit zu überwinden

o   Consensus quinque saecularis

-          der synkretistische Streit wird jahrzehntelang ausgefochten

-          die Unterscheidung von Ethik – Dogmatik kann auf Calixt zurückgeführt werden

5.      Die Reformbestrebungen der Orthodoxie

-          Um 1600 erlebt das Luthertum eine Frömmigkeitskrise

-          Bedürfnis einer neuen Frömmigkeitslehre wächst

-          Johann Arndt (1555-1621): Vier Bücher vom wahren Christentum (1605-1610)

o   Verinnerlichung, Konkretisierung

o   Frühe Form von Pietismus

-          Paul Gerhard (1607-1676)

-          Heinrich Schütz (1585-1672) Bemühungen um die Kirchenmusik

-          Johann Sebastian Bach (1685-1750)

 

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1.        Johannes (Jean) Calvin

* Noyon 1509 Genf 1564

-          1536 erscheint seine „Christianae religionis institutio“ (Unterricht der christlichen Religion)

-          Theologie Calvins

o   Biblizistischer Ansatz

o   Prädestinationslehre

§  Der souveräne Gott ist das Zentrum

§  Lehre von der doppelten Prädestination

§  Max Weber: Kapitalismusthese

o   Theozentrisches Gottesverständnis

2.      Die Ausbreitung des Calvinismus in Europa

§27 Konfessionsbildung im Überblick

§28 Frühmoderner Territorialstaat und konfessioneller Konflikt

  1. Sozialdisziplinierung
  2. Konfessionskonflikte mit reichspolitischer Brisanz
  3. Der protestantische Landesfürst
  4. Der katholische Kaiser

 

§29 Der Dreißigjährige Krieg und der Beginn der Neuzeit

  1. Das Reformationsjubiläum von 1617
  2. Kritik an konfessionellen Streitigkeiten
  3. Der Dreißigjährige Krieg
  4. Der Beginn der Neuzeit

 

§30 Bleibende Reformation

  1. Individuum
  2. Gewissen
  3. „Staat und Kirche“
  4. Reformation als Prinzip

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