Seine Arbeitsweise lässt sich mit der eines Fotoapparates
vergleichen. Es besteht die Möglichkeit, im Bruchteil einer Sekunde einen oder
mehrere Gegenstände mühelos abzulichten. Dabei spielt die Kompliziertheit und
die Anzahl der Gegenstände keine Rolle. Das aufgenommene Bild prägt sich im
Dunkeln auf den Film ein und wird auch dort entwickelt. Kommt das Bild
schließlich ans Licht, verändert es sich nicht mehr. Ein vergleichbarer Vorgang
läuft im Kind ab. Im Beispiel Sprache nimmt sein absorbierender Geist die Worte
schnell, genau und mühelos auf.
In der Dunkelheit des Unbewussten
werden sie verarbeitet und treten schließlich mit dem Beginn der Sprache ans
Licht. Das Kind absorbiert die Sprache demnach schon zu einem Zeitpunkt, zu dem
es selbst noch nicht sprechen kann.
Durch diese Arbeitsweise des absorbierenden
Geistes erwirbt das Kind die Sprache unabhängig von deren Schwierigkeitsgrad.
Auf die gleiche Weise absorbiert das Kind auch andere eindrücke aus seiner
Umwelt. Und so werden auch kulturelle Verhaltensweisen aufgebaut und geprägt.
Während dieser Zeit kommt der Umgebung
eine wichtige Bedeutung zu. Das Kind kann nämlich nur aufnehmen, was ihm die
Umwelt an Reizen bietet. Es muss daher unter Menschen leben, um deren
Verhaltensweisen und Moral zu erlernen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Das Kind muss demnach eine
individuelle Förderung gemäß seiner jeweiligen Entwicklungsstufe erhalten, darf
aber durch die Förderung nicht den eigenen Entdeckungs- und Tätigkeitsdrang
verlieren. Dem Kind sollte also nicht alles fertig präsentiert werden, sondern
es muss eine gewisse Freiheit und Eigenständigkeit behalten.
Dem Erwachsenen
kommt in diesem Prozess lediglich eine unterstützende und begleitende Funktion
zu. Zudem ist es seine Aufgabe die Umgebung des Kindes dementsprechend zu
präparieren. Dafür hat Maria Montessori die vorbereitete Umgebung vorgesehen.
Diese gliedert sie auf in die zeitlich-, räumlich- und sachlich vorbereitete
Umgebung.
Zur zeitlich vorbereiteten Umgebung
beispielsweise gehört, dass dem Kind genügend Zeit gegeben werden soll, um sich
mit den Dingen in Ruhe und mit hoher Konzentration beschäftigen zu können. Die
räumlich vorbereitete Umgebung soll einen Eindruck von Ordnung und Gepflegtheit
vermitteln. So ist z.B. bei Farben und der Anordnung der Möbel darauf zu
achten, dass die Umgebung freundlich und kindgerecht gestaltet ist. Dazu gehört
auch, dass die Möbel der Körpergröße des Kindes angepasst sind. In Montessoris
Pädagogik heißt es, dass die äußere Ordnung hilft, eine innere Ordnung zu
finden.
In der Anthropologie der Mario
Montessori ist ein wichtiger Aspekt nicht außer Acht zu lassen: die religiöse
Dimension.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Denn jedes Leben steht in einer Beziehung zum Leben des anderen. Sie
fordert den Menschen dazu auf, sein Verhältnis zur Natur neu zu gestalten. Man
darf die menschlichen Kräfte ihrer Ansicht nach nicht primär auf das
„Vorantreiben des materiellen Fortschritts“ richten, sondern alle Anstrengungen
müssen auf die Bildung des inneren Menschen ausgerichtet sein. In einem
späteren Werk entwirft sie die „kosmische Erziehung“, welche sich nicht auf
kognitive Zielsetzungen beschränken, sondern als wesentliches Ziel die
Kultivierung von Gefühlen und die Förderung einer neuen Moral beinhaltet. Sie
soll das schätzen, was Frucht menschlicher Zusammenarbeit ist, und die
Bereitschaft erbringen, Vorurteile im Interesse der gemeinschaftlichen Arbeit
abzuwerfen.
Schlusswort
Maria Montessoris Anthropologie ist
gut durchdacht und zeigt viele Zusammenhänge auf. Ein Baustein passt auf den
jeweils anderen und steht zu diesem in ständiger Wechselwirkung. Nachdem ich
mich mit ihrer Anthropologie näher beschäftigt habe, verstehe ich auch viele
Denkvorgänge und Ansätze ihrer Pädagogik besser.
Ich merke, dass sie sich ihr Leben
lang mit Kindern, deren Erziehung und deren Handeln auseinandergesetzt und ein
Leben für die Kinder und deren Erforschung gelebt hat. Die biologischen Ansätze
ihrer Anthropologie sind nicht mehr die Aktuellsten.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Allerdings muss man diese Ansicht nicht teilen.
Auch die kosmische Erziehung ist sehr
spirituell angehaucht, dennoch hat sie viele Probleme der heutigen Gesellschaft
darin schon angesprochen wie z.B. die Thematik Vorurteile und technischer
Fortschritt, sowie einen generellen, sich zum schnelleren hinwendenden,
Lebenswandel, welcher eine besondere Erziehung und Schaffung natürlicher
Umwelten erfordert. Für das Italien des 20. Jahrhunderts hatte sie dennoch
revolutionierende Ideen, die bis heute Anwendungen finden und die viele spätere
Pädagogen aufgegriffen haben.
Ich selbst finde, dass Kinder heute
viel zu früh viel zu vielen Anforderungen gerecht werden müssen und gar nicht
mehr die Möglichkeit haben, um ihrem eigenen, natürlichen Taten- und
Entdeckungsdrang nachzugehen. Zudem wachsen zu viele Kinder in anregungsarmen
Umwelten auf. Ich finde, dass sich Erwachsene in dieser Hinsicht Maria
Montessoris Anthropologie zu Herzen nehmen könnten und Kinder einfach mal
wieder Dinge ausprobieren lassen sollten und ihnen lediglich als Helfer bei
Seite stehen.
Quellenverzeichnis
Montessori, M. (1968). Grundlagen
und Grundfragen der Erziehung. 4. Auflage, Heidelberg: Quelle & Meyer
Verlag.
Montessori,
M. (1950). Kinder sind anders. 9. Auflage, Stuttgart: Ernst Klett
Verlag
Montessori,
M. (1966). Von der Kindheit zur Jugend. Hrsg. Oswald, P. Freiburg,
Basel, Berlin: Herder
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
|