Novemberrevolution
Der Kieler
Matrosenaufstand
Ort: Schillig-Reede
vor Wilhelmshaven
Datum: In der Nacht
vom 29. zum 30. Oktober
Bevölkerung ersehnt Kriegsende
Admiral Franz von Hipper plant in
Kiel: Flotte zu einer letzten Schlacht gegen die Royal Navy
Befehl à Meuterei durch Matrosen : wollen keine Opfer für
bereits verlorenen Krieg
¢ Löst Revolution aus à Monarchie im Reich wird beseitigt
¢ Meuterei aus Überzeugung im Sinne neuer
Regierung zu handeln
3. Nov.: Aufstand der Matrosen à Steinhäuser lässt in die Menge
schießen
¢ 7 Tote + 29 schwer Verletzte
Ausweitung auf das
ganze Reich
Kurt Eisners Proklamation führt zur
Abschaffung der Monarchie in Bayern.
Am 6. Nov. wurde Wilhelmshaven
erobert
Am 7. Nov. erfasste die Revolution
alle großen Küstenstädte sowie Hannover, Braunschweig, Frankfurt am Main,
Stuttgart & München.
In Bayern wird, als erstes Land des
Reiches, die Republik ausgerufen.
Alle regierenden Fürsten danken ab.
Revolutionäre zum größten Teil
Anhänger von SPD & USPD
¡ Stoßrichtung:
¢ demokratisch
¢ pazifistisch
¢ antimilitaristisch
Neben der Entmachtung der Fürsten,
Entmachtung der bis dahin allmächtigen Generalkommandos
¡ Zivile Behörden bleiben unangetastet
Der 9. November - Das Ende der
Monarchie
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¡ Ankündigung für nächsten Tag:
Generalstreik + Massendemonstrationen
Ebert fordert ultimativ die Abdankung
des Kaisers
Max von Baden bestellte das 4.
Jägerregiment um Unruhen entgegenzutreten
¡ Diese wollten nicht auf Landsleute
schießen
Am 9. Nov.: Soldaten wollen nicht
kämpfen, lassen sich aber von Otto Wels, Reichstagsabgeordneter, überzeugen
sich Ebert unterzuordnen & die Partei zu unterstützen
¡ Militärische Kontrolle über die Hauptstadt
¢ Furcht diese wegen Demonstranten zu
verlieren
Dem Kaiser wird geraten abzudanken um
Situation zu besänftigen
¡ Will nur als Kaiser abdanken, aber
weiter König von Preußen bleiben
Max von Baden verkündet auf eigene
Faust per Telegramm:
„Der
Kaiser und König hat sich entschlossen, dem Throne zu entsagen. Der Reichskanzler
bleibt noch so lange im Amte, bis die mit der Abdankung des
Kaisers, dem Thronverzicht des Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen
und der Einsetzung der Regentschaft verbundenen Fragen geregelt sind.“
Wilhelm II. floh in die Niederlande
ins Exil
Ebert fordert am Mittag das Amt des
Reichskanzlers als Übergangsregelung
Nachricht des Thronverzichts kam zu
spät
¡ Menge der Demonstranten nicht zu
besänftigen
Karl Liebknecht wurde zuvor aus dem
Gefängnis entlassen
¡ Reiste sofort nach Berlin + gründete
Spartakusbund neu
¡ Plante die Ausrufung der
sozialistischen Republik
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„Der
Kaiser hat abgedankt. Er und seine Freunde sind verschwunden, über sie alle
hat das Volk auf der ganzen Linie gesiegt. Prinz Max von Baden hat sein Reichskanzleramt
dem Abgeordneten Ebert übergeben. Unser Freund wird eine Arbeiterregierung
bilden, der alle sozialistischen Parteien angehören werden. Die neue
Regierung darf nicht gestört werden in ihrer Arbeit für den Frieden und der Sorge
um Arbeit und Brot. Arbeiter und Soldaten, seid euch der geschichtlichen
Bedeutung dieses Tages bewusst: Unerhörtes ist geschehen. Große
und unübersehbare Arbeit steht uns bevor. Alles für das Volk. Alles
durch das Volk. Nichts darf geschehen, was der Arbeiterbewegung zur
Unehre gereicht. Seid einig, treu und pflichtbewusst. Das alte und morsche,
die Monarchie ist zusammengebrochen. Es lebe das Neue. Es lebe die deutsche Republik“
Fast zeitgleich rief dann auch
Liebknecht die Republik aus:
„Parteigenossen, ich proklamiere die
freie sozialistische Republik Deutschland, die alle Stämme umfassen soll. In
der es keine Knechte mehr geben wird, in der jeder ehrliche Arbeiter den
ehrlichen Lohn seiner Arbeit finden wird. Die Herrschaft des Kapitalismus, der
Europa in ein Leichenfeld verwandelt hat, ist gebrochen.“
Ebert bot der USPD Eintritt in die
Regierung an + erklärte sich bereit Liebknecht als Minister zu akzeptieren
¡ Liebknecht forderte die Kontrolle der
Arbeiterräte über die Soldaten
¡ USPD konnte sich über das Angebot
nicht entscheiden, weil der Parteivorsitzende nicht anwesend war.
Gegen 20 Uhr besetzten 100
Revolutionäre Obleute den Reichstag und bildeten ein Revolutionsparlament.
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¡ Sie planten diesen Umsturz eigentlich
für den 11. November, was aber durch den Matrosenaufstand früher eintraf.
¡ Nachdem aber am 8. November der
Militärexperte dieser Gruppe verhaftet worden war, entschloss sich das Bündnis
zum sofortigen Handeln.
¡ Sie zettelten Wahlen für den nächsten
Tag an, um so Ebert die Initiative zu entreißen.
Der 10. November -
SPD-Führung gegen revolutionäre Obleute
Ebert schickte noch in dieser Nacht
Redner zu allen Berliner Regimentern und in die Betriebe um durch die
Bekanntgabe der geplanten Regierungsbeteiligung der USPD die Wähler für sich zu
gewinnen.
Dem Revolutionsparlament gefällt
nicht dass Ebert wieder den Ton angeben wird, deshalb wird beschlossen ein
Aktionsausschuss einzusetzen, was die Tätigkeit der Arbeiter- &
Soldatenräte koordiniert.
Am Nachmittag, in der Versammlung,
stand die Mehrheit auf der Seite der SPD.
Ebert ist machtgierig und versucht
die Räte zu unterdrücken bzw. unter Kontrolle zu bekommen.
¡ Das auch mit Hilfe der OHL
OHL stimmt dem Waffenstillstand zu
Das
Stinnes-Legien-Abkommen
Die Parteien SPD & USPD wollten
die Industrie, zumindest die kriegswichtige Schwerindustrie, unter
demokratischer Kontrolle stellen.
¡ Die linken Flügel der Parteien
wollten weitergehen indem sie den Produktionsbereich unter direkte Demokratie
stellen, d.h. Rätedemokratie
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Am 15. November 1918 wurde ein
Vertrag zwischen Spitzenvertretern der Gewerkschaften und der deutschen
Industrie unterzeichnet, welches für beide Seiten Vorteile hatte und eine
Zentralarbeitsgemeinschaft zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden mit
der Anerkennung der Gewerkschaften und der von ihnen abgeschlossenen
Tarifverträge begründete.
Die
Übergangsregierung und die Rätebewegung
Rat der Volksbeauftragten & der
Vollzugsrat hatten die alte Regierung ersetzt.
¡ Doch der bisherige Verwaltungsapparat
bestand fast unverändert fort.
¡ Vertreter von SPD und USPD den
kaiserlichen Beamten nur zugeordnet
¡ Sie behielten alle ihre Aufgaben und
Funktionen
Am 12. November veröffentlicht Rat
der Volksbeauftragten sein demokratisches & soziales Regierungsprogramm:
¡ Aufhebung des Belagerungszustand
& der Zensur
¡ Abschaffung der Gesindeordnung
¡ Einführung des allgemeinen Wahlrechts
ab 20 Jahren (auch für Frauen)
¡ Alle politisch Inhaftierten erhielten
Amnestie.
¡ Bestimmungen zu Vereins-,
Versammlungs- & Pressefreiheit wurden erlassen.
¡ 8-Stunden-Tag wurde vorgeschrieben
(Stinnes-Legien-Abkommen)
¡ Leistungen der Erwerbslosenfürsorge,
der Sozial- & Unfallversicherung ausgeweitet.
Die SPD arbeitete lieber mit der
alten Verwaltung zusammen als mit den neuen Arbeiter- und Soldatenräten
¡ Diesen wurde keine geordnete
Versorgung der Bevölkerung zugetraut
führte seit Mitte November zu
Konflikten mit dem Vollzugsrat.
Dieser wechselte seine Position
laufend, je nach den Interessen derer, die er gerade vertrat
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