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Die Mittelgebirgslandschaft Deutschlands - Entstehung eines Bruchschollengebirges .doc

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Die Mittelgebirgslandschaft Deutschlands

Das Mittelgebirgsland Deutschlands ist im Norden von dem Mittellandkanal und der Elbe und im Süden von der Donau begrenzt. Flächenmäßig bilden die Mittelgebirge die größte Landschaftsform in Deutschland.

Die Nord- Süd- Ausdehnung beträgt ungefähr 400 km.

Zu den Mittelgebirgen Deutschlands gehören von Norden nach Süden aufgezählt: der Harz, das Sauerland, das Hessisches Bergland, der Thüringer Wald, der Frankenwald, das Vogtland, das Erzgebirge, das Elbsandsteingebirge, das Fichtelgebirge, die Rhön, der Vogelsberg, das Rheinisches Schiefergebirge (Eifel, Westerwald, Hunsrück, Taunus), der Odenwald, der Pfälzer Wald, das Spessart, der Oberpfälzer Wald, die Fränkische Alb, der Bayrischer Wald, die Schwäbische Alb und der Schwarzwald. (Diercke Weltatlas: 16-17).

Geprägt sind die Mittelgebirge durch ihre Höhe von 200m - 1500m. Des Weiteren sind sie durch abgerundete, oft bewaldete Berge und Täler bzw. Becken charakterisiert.

Alle Mittelgebirge Deutschlands sind ihrer Entstehung nach Bruchschollengebirge. Auf-grund von tektonischen Gegebenheiten gibt es allerdings Unterschiede zwischen den ein-zelnen Bruchschollengebirgen.

 

Entstehung eines Bruchschollengebirges

 

Im Paläozoikum (Erdaltertum) breitete sich südlich des Baltischen Schildes - dem ältesten Teil Europas - ein Ozean aus.

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Vor etwa 350 Millionen Jahren, im unteren Karbon, begannen sich die Kontinentalplatten zu bewegen. Durch den Druck schob sich der Ozeanboden unter die nördlich von ihr gelegene europäische Platte.

In dieser Subduktionszone wurden die Gesteinsschichten in große Tiefen hinab geschoben, wo sie unter gewaltigen Druck und enormen Temperaturen zu metamorphen Gesteinen umgewandelt wurden. Die Sedimentschichten wurden zu Falten zusammengeschoben und dann emporgehoben.

Dieses nun im Süden entstandene Faltengebirge war den weit jüngeren, heutigen Alpen in Ausdehnung und Höhe vergleichbar.

Sein östlicher Bogen wird als „Varistisches Gebirge“ bezeichnet. 

Durch den gewaltigen Druck während der Faltung wurden die Gesteine aus dem Meeresbecken völlig verändert. Aus den Tonen aus dem Tiefseebecken entstanden zunächst Tonschiefer, dann Phyllit, Glimmerschiefer und Gneis.

Aus den Sanden wurden Quarzite und Kalke zu Marmor (z.B. in den „Felsendomen“ bei Chemnitz). Deswegen wer-den diese Gesteinsarten als „metamorphe“ Gesteine – also Umwandlungsgesteine – be-zeichnet.  

Wo die Gesteinschmelze die Oberfläche durchbrach, waren im Oberkarbon zahlreiche Vulkane tätig.  

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Die Reste der Sumpfwälder bilden heute zum Beispiel die Kohlelagerstätten des Erzgebirgischen Beckens zwischen Chemnitz und Zwickau. Das geologische Zeitalter in dem dies geschah, wurde als „Karbon“ bezeichnet.

Schon am Ende des Karbons war durch die physischen und chemischen Verwitterungs-prozesse vom Varistischen Gebirge nur noch eine wellige Hochfläche übrig geblieben. Reptilien und Saurier verdrängen die Amphibien und das Paläozoikum endete.

Dagegen wird die geologische Entwicklung im nun folgenden Erdmittelalter, dem Mesozoikum, in Mitteleuropa durch eine Phase der Ruhe bestimmt.

Das neue Festland ist erhärtet, der Vulkanismus ist erloschen. In groben Zügen dürfte die geologische Karte der damaligen Zeit schon mit der heutigen übereinstimmen. Die Verwitterung und Einebnung des Faltengebirges hat die Gneise und Granulite freigelegt, die im Paläozoikum in den Tiefen der Erdkruste entstanden sind.

Tief unter der Erde kühlen noch immer die heißen Granitschmelzen langsam ab. Das abkühlende Gestein zieht sich dabei zusammen und gibt Spalten und Klüfte frei, in die Gase und Grundwasser eindringen und auf diese Art und Weise eine Vielzahl von Thermalquellen entstehen lassen.

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Das Känozoikum – die Erdneuzeit – beginnt. Vom Atlas-Gebirge über die Pyrenäen, die Alpen, Apenninen und das Dinarische Gebirge, über die Griechischen Inseln bis nach Kleinasien und weiter nach Osten bis zum Himalaja entsteht ein neuer, noch gewaltigerer geologisch zusammenhängender Gebirgszug. 

Das geht auch am steif gewordenen Rest des Varistischen Gebirges nicht spurlos vorüber. Alte von Lava zusammengeschweißte Spalten reißen wieder auf.

Der Oberrheingraben, das Elbtal und der Eger-Graben sinken in die Tiefe, gleichzeitig werden Erzgebirge und Oberlausitz angehoben. Die Schollengebirge bilden sich, heben sich als „Horste“ - wie der Harz - oder einseitig als „Pulte“ - wie das Erzgebirge - empor. Dazwischen brechen wieder Magmen tief aus dem Erdmantel durch.

Natürlich beginnen auch hier wieder sofort Wind und Regen an der Substanz der Felsen zu arbeiten.

Die „frischen“ Sedimente füllen heute die Norddeutsche Senke und die Leipziger Tieflandsbucht auf.

Am Beginn des Pleistozäns vor etwa 1,5 Millionen Jahren stoßen die skandinavischen Gletscher bis an den Südrand des neuen Schollengebirges vor.

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Auf Landkarten wird diese Region häufig als „Mittelsächsisches Hügelland“ zusammengefasst. 


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