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Die Margarine .doc

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Medical Science
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Nutritional Science
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HBLA Saalfelden
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2002
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Die Margarine

 Warum Margarine eines der wichtigsten festen Nahrungsfette ist

Die Margarine ist eine Fettmischung und zählt heute zu den am meisten verwendeten Fetten für Bachwaren und Süßspeisen. Margarine besitzt eine hohe Anpassungsfähigkeit an die verschiedenen Verwendungszwecke.

Es gibt nämlich neben den verschiedenen Haushalts- und Delikatessmargarinen eine ganz Reihe von Spezialmargarinen, die durch die gezielte Auswahl der Rohstoffe in Schmelzverhalten, Konsistenz und Verarbeitungsqualität auf die unterschiedlichen Anforderungen der Bäckers und des Konditors "maßgeschneidert" werden können.

Margarine ist vor allem zum Backen, zum Abschmelzen, zum Dünsten und natürlich als Brotaufstrich geeignet. Durch die Beigabe von etwas festem Fett wird der Geschmack fertig gegarter Nahrungsmittel abgerundet.

In Österreich liegt der jährliche Margarineverbrauch bei 5,7 kg pro Person. Das bedeutet, dass Margarine etwa ein Viertel des gesamten Bedarfs an sichtbarem Fett abdeckt.

  I.      Die Geschichte der Margarine

Im Jahre 1869 beteiligt sich der Franzose Mège Mouriès an einem Preisausschreiben Napoleons III. zur Entwicklung eines vielseitig verwendbaren – vor allem aber auch haltbaren – Nahrungsfettes.

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Das Ergebnis ist ein neues, gut streichbares Fett. Er nennt seine Erfindung "Oleomargarin" und lässt sich das Verfahren patentieren.

Diese Urmargarine würde unseren heutigen Qualitätsansprüchen und Geschmacksvorstellungen jedoch wenig genügen.

Der Margarine-Verbrauch stieg rasch an und bald fehlte es an den notwendigen Rohstoffen, selbst große Rinderimporte aus den USA reichten nicht mehr aus. Da gelingt es um die Jahrtausendwende dem Deutschen Wilhelm Normann flüssige Öle in Fett umzuwandeln.

Das bedeutet eine Revolution auf dem Lebensmittelsektor: Jetzt steht der Margarine-Herstellung das ungeheure Reservoir an flüssigen Pflanzenfetten zur Verfügung. Nun gibt es genügend Margarine und die Qualität kann wesentlich verbessert werden.

II.      Die Herstellung der Margarine

Margarine ist – ähnlich wie auch Butter – eine Emulsion von Wasser in Fett. Sie muss mindestens 80% Öle und Fette enthalten, etwa 18% bestehen aus entrahmter, gesäuerter Frischmilch und Wasser. Margarine wird vorwiegend aus Sojaöl, Sonnenblumenöl, Erdnussöl, Palmöl, Kokosfett und Palmkernfett erzeugt.

Die Herstellung erfolgt heute fast ausschließlich im sogenannten Rohrkühler-Verfahren mit den technischen Anlagen der Margarine-Werke. Die großen Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, dass sich der gesamte Vorgang kontinuierlich und innerhalb eines geschlossenen Systems abspielt, was in hygienischer Hinsicht ganz besonders wichtig ist.

Das Prinzip der Herstellung

Jeder könnte Margarine selber machen, denn der Produktionsvorgang besteht nur aus drei Schritten: Mischen – Rühren – Kühlen.

So könnte man Margarine selbst herstellen:

1.    Die Zutaten werden vorbereitet, das sind: flüssiges Fett und

Pflanzenöl, saure Milch, Eidotter, etwas Salz und ein paar Tropfen

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2.   Im Schneekessel werden die Zutaten miteinander vermischt.

3.   Die Masse wird im Eisbad so lange gekühlt und gleichzeitig gerührt, bis sie glatt und geschmeidig ist und zu Margarine geworden ist.

Die maschinelle Herstellung der Margarine in den Margarine-Werken sieht so aus:

1.    Fettanteile und Milchanteile werden getrennt , das sind die Fettphase, die aus reinem Pflanzenöl, Hartfett und fettlöslichen Zutaten wie Lecithin, Carotin und fettlöslichen Vitaminen besteht, und der Milchphase, die aus Sauermilch, Wasser, Stärke und Zitronensäure besteht.

2.   In der Dosiermaschine werden alle Zutaten im richtigen Verhältnis miteinander vermischt: Die Fettphase wird mit der Milchphase zu einer Emulsion verbunden:

3.   Die Masse wird in einem geschlossenen Schnellkühlsystem bei –15 0C verrührt und geknetet, bis sie glatt und geschmeidig ist.

Dabei werden durch den schnellen Knet-Rühr-Prozess winzige Wassertröpfchen in die Fettphase eingebettet: Es entsteht Margarine.

  I.      Wichtiges bei der Herstellung der Margarine

    • Nur durch langjährige praktische Erfahrungen und umfangreiche Forschungsarbeiten war es möglich, die optimale Fettkomposition zu finden. Haltbarkeit und Konsistenz der Margarine hängen wesentlich von den Eigenschaften der verwendeten Fette ab.
    • Nur bei der Herstellung der Margarine besteht die Möglichkeit, die Fettkomposition nach Bedarf festzulegen und dadurch Streichfähigkeit, Konsistenz und Schmelzverhalten den gewünschten Erfordernissen anzupassen.
    • Die Fettkomposition wird für die einzelnen Margarinesorten bereits in der Raffinerie zusammengestellt.
    • Lecithin sorgt für die Stabilität der Margarine, Carotin gibt ihr die appetitlich goldgelbe Farbe. Die fettlöslichen Zutaten Lecithin, Carotin, Vitamine und Aromastoffe werden in einem kleinen Teil der Fettkomposition auf dem Weg zum Schnellkühler zudosiert.
    • Die Magermilch wird pasteurisiert, in einem Milchreifer abgekühlt und mit Hilfe einer Milchsäurekultur angesäuert. Dieser Vorgang dauert etwa 13 Stunden. Die Qualität der angesäuerten Milch ist für die Qualität der Margarine von entscheidender Bedeutung.
    • Die wasserlöslichen Zusätze wie Stärke, Salz, Zitronensäure können mengenmäßig bei den einzelnen Margarinesorten differieren. Sie werden dem Milch-Wasserstrom zudosiert.

  I.      Die Verpackung

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Laufend werden chemische Untersuchungen zur Kontrolle der Qualität und Verkostungen zur Verbesserung der Margarine durchgeführt.

II.      Die Margarinearten – Margarine ist nicht gleich Margarine

Margarinesorten unterscheiden sich folgendermaßen:

  • Tafelmargarine, Kochmargarine:

Sie können eine Mischung tierischer und pflanzlicher Fette sein und werden unter Verwendung von Wasser hergestellt. Diese Margarinesorten eignen sich – im Gegenteil zu den anderen – für alle Kochbereiche.

Sie weisen aber nur geringe Mengen an essentiellen Fettsäuren auf.

  • Milchmargarinen:

Auch diese können aus pflanzlichen und tierischen Fetten bestehen, an Stelle von Wasser wird jedoch Milch zugegeben. Sie eignen sich auch für alle Kochbereiche und weisen nur geringe essentielle Fettsäuren auf.

  • Delikatessmargarinen:

Sind Milchmargarinen, deren Fettansatz rein pflanzlichen Ursprungs ist. Da der Gehalt an essentiellen Fettsäuren gering ist, muss angenommen werden, dass bei diesen Produkten vorwiegend Soja- und Rapsöl sowie Kokos- und Palmfett zum Einsatz kommen.

Delikatessmargarinen eignen sich jedoch nicht zum Frittieren.

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Auch Pflanzenfettmargarinen können in der Küche vielseitig verwendet werden.

  • Diätmargarinen:

Diese Margarinen werden für bestimmte Verbrauchergruppen hergestellt, um besondere Ernährungsbedürfnisse zu befriedigen. Die Produkte werden grundsätzlich aus hochwertigen pflanzlichen Fettrohstoffen hergestellt, so dass sie mindestens 40 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Diese Spezialmargarinen sind vor allem als Brotaufstrich gedacht, eignen sich aber auch zum Braten und Backen.

  • Minarinen

sie enthalten nur 40 Prozent Fett, also rund die Hälfte der bisher angeführten Sorten. Der Fettanteil besteht ausschließlich aus pflanzlichen Ölen und Fetten. Aufgrund des hohen Wassergehalts (50%) sind diese Streichfette zum Braten, Backen oder Kochen ungeeignet.

Der Gehalt an essentiellen Fettsäuren kann aufgrund der Fettreduzierung nicht allzu groß sein – er liegt etwa zwischen 15 und 20 %.

  I.      Der Nährstoffgehalt der Margarine

100g Tafelmargarine enthalten ca.

80 g	Fett

0,2 g	Eiweiß

0,4 g 	Kohlenhydrate

19,1 g	Wasser und

100 – 160 mg Mineralstoffe.

VIII. Hinweise zur Lagerung


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