Maler der
Renaissance
(15./16.Jh.)
Ab
dem 14. Jh. überwinden die Maler die mittelalterlichen Bildformen und
entwickeln eine perspektivische Darstellungsweise. Durch das allg. Interesse am
Diesseits beschränkt sich die Kunst nun nicht nur auf sakrale Darstellungen.
Auffallend ist bes., dass sich die Malerei einem bis dahin vollkommen
unüblichen Realismus zuwendet.
Außerdem entwickeln die
Menschen allg. eine humanistische Geisteshaltung, die zu einem gr. Interesse
am Menschen führt. Dadurch entsteht das Porträt. Geistiges und kulturelles
Zentrum ist Florenz mit seinen reichen Patrizierfamilien (Bankiers Medici) und
später dann auch Rom. Die Neuerungen und Veränderungen in allen Bereichen
(wirt., polit., kult.,..) veranlassen Vasari (Biograf vieler Künstler und
Kunstspezialist), diese Zeit „Renaissance“ zu nennen - „Wiedergeburt“. Man
lässt die Antike neu aufleben. Der Humanismus, das Interesse am Menschen, das
Nachdenken über Gott und die Welt ist in der klassischen Antike enthalten, und
dort knüpfen nun die Renaissancekünstler an. Man studiert die Proportionen der
antiken Skulptur, ihren Realismus und ihre Dynamik. Die Aspekte Raum, Farbe,
Körper und nun auch Licht sind in allen Werken vertreten und orientieren sich
an der Antike.
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àKünstler der Frührenaissance
+
Masaccio revolutioniert die Malerei durch Perspektive und dramat.
Licht-Schatten-Effekte. Seine Fresken in der Brancacci-Kapelle werden später
u.a. von Leonardo und Raffael immer wieder studiert, weil Masaccio ein gr.
Vorbild darstellt. In seinem Werk „Die Hl. Dreifaltigkeit“ zeigt sich bes. gut
sein Verständnis für die Zentralperspektive (Kassettendecke) und für die
Plastizität der Figuren. Er gilt als Pionier der Renaissancemalerei.
*
Paolo Ucello: „Schlacht von San Romano“: Pferde erinnern in ihrer
Plastizität an die antike Skulptur - Zentralperspektive (Pferde teilweise stark
verkürzt) - Lanzen am Boden weisen zum Fluchtpkt. hin ; Fanatiker der
Perspektive
*
Piero della Francesca stellt alle seine Werke nach einem strengen
geometrischen Muster dar; er erkennt die Bedeutung des Lichts für die
Farberscheinung; verwendet Lasurtechnik - damit entsteht der Eindruck von
natürlichem, taghellen Licht; z.B. „Die Geißelung Christi“
*
Sandro Botticell: Hang zur griech. Mythologie; „Geburt der Venus“:
erster monumentaler weiblicher Akt der nachantiken Kunst im Gegensatz zur
körperlosen Kunst der Gotik - stellt nicht nur die „Schaumgeborene“ dar,
sondern vielmehr eine Allegorie auf die Wiedergeburt der Menschheit aus dem
Geist der Antike.
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àKünstler der Hochrenaissance
+
Leonardo da Vinci
Maler,
Bildhauer, Architekt, Naturforscher und Erfinder (Universalmensch);
verwirklicht am reinsten die Schönheitsideale der damaligen Zeit; erstellt
exakte naturwissenschaftliche Studien und verbindet agierende Figuren mit
Landschaftshintergründen in abmildernder Lichtführung („sfumato“); bewusste
Anwendung der Luft- und Farbenperspektive; Verzicht auf überflüssige Details -
klassisch ausgewogene Komposition.
Werke:
Mona Lisa; Die Felsgrottenmadonna; Abendmahl; Verkündigung...
+
Michelangelo
Bildhauer,
Maler, Baumeister; arbeitet vorwiegend in Florenz und Rom; geht von Masaccio
und Giotto aus und entwickelt eine in der Malerei plastisch gesehene
Körperbewegung mit heller Farbigkeit. Als Bildhauer studiert er die antike
Skulptur mit heroischen Zügen als Ideal. Er setzt sich bes. für die Ideale der
R. ein.
Werke:
David, Deckenfresko & Jüngstes Gericht in der Sixtina, Pièta, Grabmal der
Medici, Petersdom (Weiterbau)
+
Raffael
verwirklicht
die Idealvorstellung von der harmonischen Form. Die Fresken in den Stanzen des
Vatikans gelten als der Höhepunkt seines Schaffens. In der „Schule von Athen“
hat er die gesamte Welt der Antike vereint. Er hat ausserdem den Hang zum
Monumentalen (Madonnenbildnisse) und teilweise auch zu manierist. Elementen.
Werke:
Die schule von Athen, Madonna mit dem Distelfink, Madonna Tempi, Bauleiter des
Petersdoms
Tizian
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Werke:
Venus von Urbino (gr. Vorbild für spätere Maler); Nymphe und Schäfer; Bacchus
und Ariadne,...
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