- „Blechtrommel“ von Grass
- „Der kurze Brief zum langen Abschied“
von Handke
erste Fassung („Wilhelm Meisters Theatralische Sendung“): wird 1777 begonnen. Lebensgeschichte eines Kaufmannsohnes, will aber
nicht einer werden, widmet sich eher dem Theater und einer Schauspielerin. Wird
Schauspieler, Theaterdichter.
Thema beschränkt sich aufs Theater. Für Wilhelm:
Theater = eine „idealische Republik“. Schauspieler = Vereinigung von freien
Menschen.
zweite Fassung („Wilhelm Meisters Lehrjahre“): entstand nach Italienreise. Ziel: Nationaltheater gründen à Station im
nie endenden Bildungsprozess. Frühere Hinwendung Wilhelms zum Theater à Irrweg.
dritte Fassung („Wilhelm Meisters Wanderjahre“): wird mit „Ist fortzusetzen.“ abgeschlossen à wird auf permanenten
Bildungsprozess hingewiesen.
Eigentliche Bildungsaufgabe: angemessene
und würdige Rolle zu finden. Glück oder Unglück entscheidet, ob man die zum
eigenen Charakter passende Rolle findet. Wilhelm spielt einige Rollen durch
(entsprechen seinem Bildungsniveau) à bedeuten Weiterentwicklung: Puppenspieler,
Regisseur, Theaterdichter, Schauspieldirektor, Hamletdarsteller.
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vom Adel) und Nützlichkeit (Merkmal vom Bürgertum) möglich. Laut Goethe:
Individuation = Kompromiss zwischen Adel und Bürgertum, stellt aber das
Bildungskonzept der Turmgesellschaft in Frage. Seine Sympathie gehört Mignon +
Hafner à Figuren, die nicht mit Nutzen, Vernunft, Praxis zu tun haben;
verkörpern die Poesie.
Bildung allein steht nicht im
Mittelpunkt, auch das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Man erfährt mehr
über Lebensverhältnisse als über Wilhelms Inneres. Schlegel (Theoretiker) mag
den Roman wegen der Ironie; Novalis (Dichter) lehnt in ab à sein
„Heinrich von Ofterdingen“ = „Gegen-Meister“.
Buchmarkt und Verlagswesen
1794/95 à Interesse an
politischen Problemen nimmt ab, Beziehung Dichter – Publikum wird schwierig.
Auf Volkstümlichkeit und Verständlichkeit wird verzichtet à Publikum
wird schwierig. Auf Volkstümlichkeit und Verständlichkeit wird verzichtet à Publikum
wird den Schriftstellern überlassen (nur Unterhaltung). Zur Zeit, wo
Lesepublikum und Buchhandlungen wachsen, kommt das nicht Goethe oder Schiller
zugute. Freier Markt: schlecht für Schriftsteller, gut für Verleger (Reclam,
Cotta).
1771 – 1880: Verdoppelung der
Buchproduktion, geht danach wegen Kriegen zurück
1760 – 1802: Verdreifachung der
Buchhandlung, Einbruch während der Napoleonischen Kriege,
1815 – 1830 wieder Blütezeit.
ab 1813: Zeit des Wiener Kongresses,
verstärktes Bedürfnis nach Unterhaltungsliteratur à 1817: Gründung der
ersten Druckmaschinenfabrik.
Zeitschriften machen den Büchern Konkurrenz.
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Faust
Goethe hat mit 24 begonnen, mit 82
aufgehört à ganzes Leben lang begleitet. Vier Arbeitsphasen:
erste Fassung („Urfaust“): Szenenfolge
in Prosa; 1775 in Weimar geschrieben; Sturm-und-Drang-Drama.
zweite Fassung („Faust, ein Fragment“):
1788 in Rom und Weimar geschrieben; Text in Versen; um einige Szenen erweitert.
Letzte Szene: Gretchen im Dom.
dritte Fassung („Faust“): Schiller
drängt ihn dazu, arbeitet bis 1801.
vierte Fassung („Faust, 1. Theil“): 1808,
letzte Fassung; zwischen 1825-31. à 2. Teil wird 1832 (nach Goethes Tod)
veröffentlicht.
Faustsage: Hauptperson ist Figur des 16.
Jahrhunderts, um 1480 geboren. Astrologe, Handleser, Quacksalber; bekommt
überall Ärger. Um 1587 gestorben.
Volksbuch: „Historia von D. Johann
Fausten, dem weitbeschreyten Zauberer und Schwartzkünstler“ à erstes
Faust-Buch. Faust schließt Pakt mit dem Teufel, der ihn 24 Jahre dienen muss
und ihn durch die Welt führt. Faust ahnt sein schlimmes Ende, will sich
bekehren à Teufel lässt das nicht zu, zur Abschreckung wird sein Tod besonders
gräulich dargestellt.
Bearbeitungen: - Marlowe: „Die
tragische Historie von Doktor Faustus“ (1604)
- Lessing: „Faust-Fragmente“ (1755-81)
- Klinger: „Fausts Leben, Taten und
Höllenfahrt“ (1791), „Der Faust der
Morgenländer“
(1787)
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Nach Goethe: „Faust“ von Lenau, „Doktor
Faustus“ von Mann.
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