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Die Verwandlung
DIE VERWANDLUNG VON FRANZ KAFKA Franz Kafka: ¯ Geboren am 3. Juli 1883 in Prag ¯ Ältester Sohn des Kaufmanns Hermann Kafka ¯ Er studiert zwei Semester Germanistik, danach Jura an der Deutschen Unive


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Hiebel-Prüfungsfra­gen Lyrik Inwiefern ist Eichendorffs -Mondnacht- eine Realisierung des -interesselosen Wohlgefallens-? (14) Wie zeigt sich der sog. Ausdifferenzierung­s. bzw. Autonom

Die Klassik

Der Begriff

klassisch: lat. classicus = Angehöriger der ersten Steuerklasse. Bevorzugt, mustergültig.
Begriff in der Neuzeit = antik, harmonisch, ausgewogen, vorbildlich. Klassische Autoren = antike Schriftsteller; mustergültig, beispielgebend.

ästhetischer Normenbegriff: aus einer Reihe von Dichtern und Werken à einige herausragend.

Bilden einen Kanon (= Maßstab, Norm) à zeitlose Gültigkeit, Ursprünge in der Vergangenheit, Wertmaßstab für die Zukunft. Goethe + Schiller = Klassiker, obwohl ihre Werke kaum mehr

gelesen werden.

literarischer Epochenbegriff: bestimmte Epochen in einzelnen Ländern à „klassisch“, stehen im

Zusammenhang mit historischen Vorgängen oder historisch-politischen Persönlichkeiten

(griech.: Perikles, röm.: Augustus, engl.: Elisabeth I., fr.: Ludwig XIV.).

Klassische Periode: Reaktion auf die franz. Revolution, Goethe + Schiller empfanden sie als

chaotisch.

Klassik in deutschen Literaturgeschichten = Weimarer Klassik (Zeit von Goethes Italienreise bis zu Schillers Tod à 1786-1805). G. + S. bezeichnen sich jedoch nie als Klassiker.


Französische Literatur

1789 von deutschen Dichtern begeistert aufgenommen:
Herder spricht vom Sturm auf die Bastille als „Taufe der Menschheit“, Hölderlin: „neue Schöpfungsstunde“. Nach Hinrichtung von König Ludwig XVI.
à Begeisterung kühlt ab à Abhlehnung

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Theoretische Grundlage à „Über die ästhetische Erziehung der Menschen“ von Schiller. Ziel: Ausgleich zwischen sinnlicher und rationaler Natur im Menschen. Diese Art von Pädagogik wird in den Werken der klassischen Dichter idealtypisch dargestellt. „Klassischer“ Held = Vorbildfunktion, keine Darstellung der Wirklichkeit à reine Utopie.

Klassiker bieten Konzepte an à Mittel gegen Revolution.

ästhetische Autonomie (Schönheitsideal): alles Nützliche und Praktische wird in der Literatur abgelehnt. Orientierung für neue Lebensweise. Schiller verlangt „strengste Separation von der wirklichen Welt“ à Wirklichkeit würde Dichter nur beschmutzen.

Man strebt nach geschlossener Form, nach Vollendung. Mittelpunkt: schöner, guter, in sich ruhender Mensch; glaub an Selbstverantwortung und –bestimmung.

Schönheitsideal: aus der griech. Kunst abgeleitet; Kunst- u. Bildungsideal, Vorbild fürs Leben. Ziel: Harmonie zwischen Individualität und Typus durch Bändigung der Triebe, Normung von Verhaltensweisen, Formung von Denkweisen.

Rückgriff in die Antike à Drama: Sprache wird zum Vers, allgemeine Formulierung, wenige Figuren und Szenen. Elemente werden übernommen à Chor, Monolog, ..
Themen: - Konflikt zwischen Individuum bzw.

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Humanitätsideal: wird v. a. von Herder und Humboldt vertreten. Laut Herder: Humanität = Zweck der Menschennatur, „Charakter unseres Geschlechts“. Schiller stellt in Horen (Zeitschrift) ein Kulturprogramm der „wahren Humanität“. à Forderung der Ordnung, Krieg und Revolution im Zeichen des Chaos.

Ordnung = zentrales Anliegen der Kultur. Soll für alle Zeit gelten.

ästhetische Erziehung und Bildung: Hauptmerkmal der Weimarer Klassik; Erbe der Aufklärung. Durch Kunst (=Literatur) ließen sich individuelle Vollkommenheit und politische Reformen erreichen. Umfassende Bildung des Menschen à Bildung des gesamten Menschengeschlechts. à Revolutionen ließen sich vermeiden à Ausgleich und Versöhnung.

Betonung der Natur: Natur steht immer in Verbindung mit Kunst. Laut Goethe à Voraussetzung für jede Kunstproduktion.

Goethe in Weimar

Weimar: Ort ohne Industrie, hervorragender Ruf bei Intellektuellen und Kunstfreunden.

Goethes Entschluss, von Frankfurt nach Weimar zu ziehen à Abschied von Sturm und Drang. Nach geplatzter Verlobung à Keine Freunde mehr in Frankfurt. Übersiedlung = Rettung aus einer drohenden Isolation, Erweiterung des Wirkungskreises.

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Schiller, Herder, Fichte, Humboldt kamen nach Weimar à bildeten „Weimarer Kreis“.

Goethe: Autor, Regisseur, Schauspieler; leitet das Hoftheater. Drama „Torquato Tasso“ zeigt, wie er sich als bürgerliches Genie gefühlt hat. Mehrere Reisen: Harz, Schweiz, Italien (merkt man auch in seinen Werken).


Iphigenie auf Tauris

Drama ohne Dramatik à Publikum enttäuscht. Goethe feilt lange daran, mit der dritten Fassung ist er zufrieden. Erzählt den Mythos neu: am Ende nicht nur Athene, sondern Iphigenie à Verkörperung reinster Menschlichkeit, harmonisches Ende: versöhnt die Männer, heilt ihren Bruder vom Wahnsinn, schafft die Barberei ab = reine Seele, kein lebendiger Charakter = Verkörperung eines klassischen Ideals.

Iphigenie stammt aus dem Geschlecht des Tantalus, auf das ein Fluch ruht.

beim antiken Drama: Schicksal wirkt; bei Goethe: Iphigenie hat menschliche Entscheidungskraft, macht das Eingreifen der Götter nicht mehr notwendig.


Goethe und Schiller

Kennenlernen seit 1788, Freundschaft ab 1794. Langsamer Annäherungsprozess, intensive Zusammenarbeit à ermuntern sich gegenseitig, kritisieren sich ehrlich. Gemeinsam: Zeitschrift Horen à Sprachrohr. „Balladenjahr“ 1797: Schiller gibt „Musenalmanach“ heraus à Balladen entstehen, werden zu Bildungsgut.

Zusammenarbeit endet mit Schillers Tod (na wirklich?!).


Friedrich Schiller

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- „Maria Stuart“ (16. Jdht)

- „Die Jungfrau von Orleans“ (15. Jhdt)

Künstlerische, individuelle, politische Freiheit wird zur „inneren Freiheit“. Bürgerliche Inhalte à nicht mehr aristokratisch.


Don Carlos (Handlung bitte durchlesen, S. 92)

Schiller hat lange an dem Drama gearbeitet. Ursprüngliche Haupthandlung weicht der politischen Tragödie des Marquis Posa.


Der Dichter, die Liebe und die Natur

Goethes Lyrik der Weimarer Zeit unterscheidet sich in von der der Sturm-und-Drang-Zeit.

Eigenschaften: stiller, sanfter, gedämpfter, ruhiger.

Regelmäßigerer Satzbau und Versmaße, strengere Formen, feste Gedichtsformen.
Gelegenheits- und Erlebnisgedichte. Inhalt, Liebe, Natur des Lebens werden poetisch verarbeitet.


Roman

Wurzeln für den Roman aus Goethezeit: Aufklärung und Empfindsamkeit. Ist den übrigen Gattungen gleichgestellt und anerkannt.

Roman = Ausdruck einer bürgerlichen Lebensform. Regellosigkeit, Formlosigkeit, Offenheit à Freiraum für Hoffnungen des Publikums. Absichten: belehren, unterhalten, unterrichten, gefallen à Gefühls- und Seelengeschichten zur Verbesserung der Menschen


Wilhelm Meister

Musterbeispiel für einen Bildungsroman. Inhalt: Entwicklung eines Menschen. Ziel: nach langem Ringen à Integration in die Gesellschaft als tätiges Mitglied. Normbildend. Impulse nehmen:

- „Franz Sternbalds Wanderungen“ von Tieck

- „Lucinde“ von Schlegel

- „Ahnung und Gegenwart“ von Eichendorff

- „Der grüne Heinrich“ von Keller

-„Nachsommer“ von Stifter


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