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Die Julisch-Claudischen Kaiser .doc

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Universität Stuttgart
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Repititorium: Römische Geschichte, SoSe2006, Tabelle
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Die Julisch-

Claudischen Kaiser

Universität Stuttgart

Historisches Institut: Abteilung Alte Geschichte

Repititorium: Römische Geschichte

Christian Winkle, M.A.

SS 2006

 

 

Tiberius 42 v. Chr. - 37

 

Caligula 12 - 41

 

Claudius 10 - 54

 

Nero 37 - 68

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regierungsantritt

 

Adoption 4 n.Chr. Designation Akklamation 14 n.Chr.

 

Nicht adoptiert u. keine Designation -> Vorleistung des Tiberius fehlt, Prätorianer als"Kaisermacher"

 

Modellelemente des Augustus fallen weg. Prätorianer rufen Claudius zum Kaiser aus, während der Senat über das Prinzipat diskutiert.

 

50 n.Chr. von Claudius adoptiert. Burrus sichert nach Claudius Tod die Loyalität der Prätortianer für Nero.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innenpolitik / Princepsqualität

 

Wenig aktive Bemühung um Funktionsfähigkeit des Systems. Majestätsgesetzt und Majestätsprozesse. Prätorianer als neue Macht im Staat -> Strukturelle Veränderung.

 

Zuerst Bemühung um Zuneigung u. Caligulaeuphorie in allen Schichten. Dann Herrschaftsdemonstration gegen Aristokratie. Machtquelle: Armee+Prätorianer + Syphatie der Plebs Urbana. => keine Sachpolitik, sondern Machtpolitik.

 

Hält sich an die "Klientelspielregeln", Rückkehr zu alten Werten, Sach- und Realpolitik. Kümmert sich um die Reichsbevölkerung (Juden in Alexandria). Öffnung des Senats für Provinziale.

 

„Quinquennium“, Zäsur 59 n.Chr. öffentliche Demontage der Oberschicht, Senatoren -> vom Senat wird Nero zum Staatsfeind erklärt (im Gegensatz zu Caligula erhät er sich die Plebs) ABER: Erfüllt Patronspflichten. Rückkehr zur reinen Machtpolitik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außenpolitik

 

Wiederaufnahme der Offensive in Germanien, Ausdehnung nach Osten -> keine substantiellen Veränderungen.

 

Nur im Rahmen von Virtuserwerb, ohne große Erfolge.

 

Eroberung Britanniens 43 n. Chr., Romanisierung (großzügig mit Bürgerrecht), Infrastrukturelle Erschließung.

 

Erfolge vor 59 durch Sextus Africanius Burrus. Einer von drei Kaisern, der die Pforten den Janustempels schließt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verdinste

 

Identifizierung Kaiser-Staat. Etablierung + Institutionalisierung des Systems -> Pricipat wird von Ausnahmegewalt zur Normalgewalt (mosmajorum). Prätorianer

 

Erster Priceps, der monarchischen Charakter des Systems offenlegt -> Erster Autokrat. Religiöse Erhöhung des Princeps.

 

Sicherung des Reiches durch Gewöhnung der anderen an die römische Kultur.

 

Principat ist entgültig institutionalisiert -> Amt. Förderung von Kunst und Kultur. Loyalitätsverpflichtung der Prätorianer allein auf den Kaiser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwächen

 

Meidet Menschen -> Rückzug nach Capri ab 26 n. Chr. Zurücknahme der eigenen Bedeutung im Senat. Vernachlässigung der Klientelpflege. Führte zu wenige Kriege.

 

Staatsverschuldung, Bewusstes Übertreiben (Karikierung von Augustus), Gewalt und Mord.

 

Starke körperliche Gebrechen, Außenseiter/Sonderling von Augustus nicht (wie dessen Bruder Germanicus) adoptiert. Paranoia Frauen + Freigelassene erhalten viel Einfluß. Unvermögen sich auszudrücken.

 

"Griechenlandsplien", Morde, auch in der Familie, Paranoia.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen

 

Tacitus Annalen: Prinzipatskritisch (senatorische Geschichtsschreibung) Sueton Viten: "Schlussellochperspektive" Velleius Paterculus; Kompendium der römischen Geschichte: Zeitgenosse der vom Prinzipat profitierte. Cassius Dio 150- 235; röm. Geschichte: Senator, aber durch Distanz höherer Reflektionsgrad

 

Tacitus: Nicht erhalten Sueton (im Dienst der Adoptivkaiser): Geisteskrankheit Seneca: Grausame Bilder in Tradition hellenistischer Tyrannenpoetik, aber keine Geisteskrankheit Cassius Dio

 

Tacitus: Annalen + De vita Iulii Agricolae Sueton: Claudius Herrschaft sei ein wunderbarer Zufall, Spott wegen der Gebrechen Seneca:Divi Claudii apotheosis oder Iudus de morte Claudii (Schmähschrift)

 

Tacitus: Freude über den Tod bei Senat und Ritterstand, Trauer bei den einfachen Bevölkerungsschichten Sueton:Berichtet auch über den Selbstmord Neros Christliche Autoren sahen in Nero den Antichristen


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