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Die Jugendkultur des Punk .doc

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Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd - PH
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Die Jugendkultur des Punk

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung.. 1

1. Begriffserläuterungen von Jugendkulturen.. 2

2. Geschichte des Punk. 3

2.1 Ursprünge in den USA.. 3

2.2 Großbritannien – das Geburtsland des Punk. 4

2.3 Die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. 6

3. Punk in Deutschland – Welche Gruppierungen gibt es?.. 7

3.1 Die politischen Punks – Die Anarcho-Szene. 7

3.2 Die unpolitischen Punks. 9

3.3. Die Mode- Punks. 9

4. Äußere Merkmale der Punkszene. 9

4.1 Die Kleidung der Punks. 9

4.2 Schuhe in der Szene. 10

4.4 Schmuck und Accessoires. 12

4.5 Marken der Szene. 13

5. Kultur und Livestyle der Punks. 13

5.1 Musik. 13

5.2 Lifestyle. 14

5.3 Szenetreffs und Events. 15

5.4 Bevorzugte Medien der Szene. 16

Schlussbetrachtung.. 17

Literaturverzeichnis. 1


Einleitung

Im Rahmen des Seminars „Jugendszenen und Subkultur“ habe ich gemeinsam mit drei Kommilitonen ein Referat über die Jugendszene der Punks gehalten. Da der zeitliche Rahmen sehr begrenzt war, sollen hier nun die betrachtetet Aspekte weiter ausgeführt werden.

Ein Einstieg in meine Arbeit soll ein Steckbrief eines Punks sein:

„Spitzname: Schnuffi

Geboren: 1982

Augenfarbe: Grün

Haarfarbe: zurzeit braun, hatte aber schon mal rot, grün usw.

Größe: 181 cm

Gewicht: nach Bier 81 kg, ohne Bier: 76 kg; Rechengang: 81-(10 x 0,5 l) = 76 ergo 76 kg

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Lieblingsfarbe: rot (rot ist die Farbe der Revolution“

(Großegger & Heinzlmaier, 2004, S.147).

Innerhalb dieser wenigen Worte kann man schon sehr viel über die Lebenseinstellung, das Aussehen und die Motivation der Punks herauslesen. Auf die im weiteren Verlauf näher eingegangen werden soll. Eine zentrale Frage wäre hier. Inwiefern liegt in der jugendlichen Vergemeinschaftlichung des Punks eine Jugendszene vor.

Aus diesem Grund habe ich meine Arbeit auf die Charakteristiken von Jugendkulturen gelegt und versucht herauszuarbeiten inwiefern sie auf den Punk zugeschnitten sind.

Damit eine Basis für diese Fokussierung geschaffen werden kann, habe ich den Begriff „Jugendkultur“ am Anfang näher betrachtet, um dann gezielt auf die vorgegebenen Punkte einzugehen.

Ein paar wenige Eingangsworte zum Punkbegriff. Punk bedeutet übersetzt soviel wie „Müll“, oder „Dreck“. Dieser Definitionsweisen lassen sich gut auf das Aussehen, die Lebensumstände und die Sicht auf die Punks von Seiten der Gesellschaft projizieren. In den näheren Ausführungen werde ich gezielter auf diese Gegebenheiten zu sprechen kommen.

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Das Phänomen der Jugendkulturen lässt sich in alle Industrienationen finden und diese werden als integrativen Bestandteil einer Gesellschaft angesehen. Zum ersten Mal wurde der Begriff „Jugendkultur „ in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts von Gustav Wyneken (1875-1963), einem der „geistigen Führer“ der Jugendbewegung, verwendet.

Während dieser Zeit zeichnete sich eine erste Bewegung in Form der „Wandervögel“ ab. Wyneken bezeichnete dieses Phänomen „als Gegengewicht zur autoritären Ordnung in Familie, Schule, und Betrieb“ (Schäfers & Scherr, 2005, S.137)

Um den Begrifflichkeiten näher zu kommen, sollte man sich zunächst mit dem Wort „Kultur“ auseinandersetzen. Es gibt weit über 300 Versuche „Kultur“ zu definieren und es kann problematisch sein eine geeignete herauszufiltern. Eine Möglichkeit lässt sich bei Müller-Bachmann finden: „Kultur oder Zivilisation im weitesten ethnologischen Sinne ist jener Inbegriff des Wissens, Glauben, Kunst, Moral, Gesetz, Sitte und allen übrigen Fähigkeiten und Gewohnheiten, welche der Mensch als Glied in der Gesellschaft sich angeeignet hat.“ (Tylor 1871; zitiert nach Hirschberg 1988: 269)“ (Müller-Bachmann, 2002, S. 21).

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Müller-Bachmann, 2002, S.21). Jedes Individuum einer Gesellschaft sieht die kulturellen Bedingungen als Teil seiner Identität an.

Bezüglich des allgemeinen Kulturbegriffs kann man auf jugendliche Individuen sagen, dass sie sich ebenfalls in Auseinandersetzung mit der Gesellschaft befinden und die vorherrschenden Werte und Normen genau für sich prüfen. Heute sind jugendliche Lebensformen, in ihrer ganzen Bandbreite, im Gegensatz zu früheren Zeiten, ein Teil der Gesellschaft und es muss nicht bedeuten, dass sie im Widerspruch zur gegebenen Gesellschaftsstruktur wirken.

Im heutigen Kontext lassen sich unzählige Jugendszenen, mit unterschiedlichen Ausprägungen und Abspaltungen finden. Jugendliche finden sich zu Gruppen zusammen, um sich in der Identitätsfindung zu helfen und ein Gemeinschaftsgefühl zu erleben.

Bedeutsam wären hierfür die gemeinsamen Wertorientierungen und eine Interessemsgemeinschaft. Darauf werden die Tätigkeiten der Szene abgestimmt und auch nach außen hin repräsentiert. „Wer einer Szene angehört, möchte es seiner Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes zeigen: „Seht her, ich bin ein HipHopper!“, „Seht her, ich bin ein Skater!“ Szenenkultur funktioniert nicht in der Abgeschiedenheit einer eigenen, kleinen, exklusiven Welt.

Sie ist nach außen hin offen, sie ist öffentlich.“ (Großegger & Heinzlmaier, 2004, S.13).

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Jeder in der Szene muss diese Zeichen verstehen, nur dann wird man akzeptiert.

Generell stehen Jugendszenen jedem offen, solang man die Regeln des Codes akzeptiert. Auch müssen die Mitglieder nicht zwingend gleich alt sein. Obwohl viele Szenen sehr groß sind und sich nicht alle Jugendlichen persönlich kennen, gehören sie, verbunden über die Szenecodes, zusammen.

Sie verfolgen gemeinsame Interessen, Ideen und Einstellungen, vermitteln ein Wir-Gefühl und teilen die für die jeweilige Szene typischen Ausdrucksmittel miteinander. „Soziale Barrieren, die in der Gesellschaft bislang unüberbrückbar waren, scheinen nahezu aufgelöst. Das Herkunftsmilieu verliert mehr und mehr an Bedeutung und gemeinsame Lebenslagen schaffen für die Jugendlichen (auch in der Freizeit) immer weniger eine Grundlage für gemeinsame Erfahrungsräume“ (Großegger & Heinzlmaier, 2004, S. 17).

Im Bezug auf die Jugendbewegung des Punk soll nun im Folgenden erörtert werden, inwieweit der Begriff der „Jugendkultur“ stimmig ist und wo Berührungspunkte vorhanden sind.

2. Geschichte des Punk

2.1 Ursprünge in den USA

Die Ursprünge der Punkbewegung gehen bis in die späten 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Er wurde als eine Gegenreaktion zur damaligen Hippie-Bewegung gesehen. Seine Intention war gegen den friedvollen Optimismus der Hippies und man setzte Zeichen gegen die Gesellschaft im Allgemeinen.


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