13.2.11
Interpretation der Parabel „Die Brücke“ von Franz Kafka
In der Parabel „Die Brücke“, die 1916 von Franz Kafka
geschrieben wurde, will der Verfasser eventuell seine damalige Situation,
Gemütslage und Angst schildern.
Die Brücke, die über einen Abgrund mit einem Forellenbach
führte, wartet darauf, dass sie ihren Nutzen erfüllen könne. Einmal gegen
Abend nähert sich ein unbekannter Mann und sie hofft, endlich genutzt zu
werden. Doch der Mann springt mit beiden Füßen auf sie und sie erschauert vor
Schmerz. Die Brücke will sich zu dem Fremden umdrehen, doch dabei stürzte sie
in den Abgrund und wurde zerrissen und aufgespießt von den Kieselsteinen.
Die Parabel kann in drei Abschnitte geteilt werden. Im
ersten Abschnitt(Z.1-10) wird die einsame Lage der Brücke geschildert. Es wird
beschrieben, dass sie Körperteile eines Menschen besitzt, wie Fußspitzen und
eingebohrten Händen. Der zweite Teil(Z.10-19) leitet den dritten Teil ein, dass
heißt, die Handlung wird aufgebaut. Dazu wird gesagt, dass die Gedanken der
Brücke immer in einem „Wirrwarr“(Z.12) gehen. Der irreführende Satzbau
unterstreicht das nochmal. Die Brücke nimmt die Mannesschritte wahr(Z.14), die
auf sie zu kommen. Sie bereitet sich auf den Unbekannten vor und fordert sich
selbst dazu auf sich für ihn zu strecken und sich in stand zu setzen(Z. 15). Im
dritten Teil der Parabel nähert sich der Mann der Brücke und behandelt sie
vorsichtig, doch er springt ihr plötzlich auf den Leib(Z.24-25).
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Diese Parabel kann man im Allgemeinen auf einige Situationen
zwischen zwei Menschen beziehen. Die Brücke symbolisiert dabei die
zwischenmenschliche Beziehung oder Verbindung zweier Menschen. In diesem
Beispiel beruht die Verbindung nicht auf Gegenseitigkeit, sondern geht nur von
der Brücke aus, was man dadurch erkennt, dass sie menschliche Glieder besitzt.
Für
eine erfolgreiche Beziehung muss die Verbindung immer von zwei Seiten ausgehen,
doch sie geht in diesem Text nur von Einer aus. Durch das forsche Verhalten der
Brücke gegenüber, zerbricht diese und wird zerstört. Diese Zerstörung
bezeichnet den psychischen Schaden, der dabei entsteht, denn der Mensch, von
dem die Verbindung ausging, wartete auf Zuneigung und Verständnis der anderen
Seite.
Wenn man den Brief, den Franz Kafka 1919 an seinen Vater
schrieb, liest, wird klar, dass Franz Kafka, einst selbst diese Situation
durchleben musste. Er sehnte sich im Nachhinein seiner Kindheit nach Vertrauen
und Zuneigung seines Vaters, aber dieser brachte ihm nur Misstrauen entgegen
und lehrte ihm anderen Menschen nicht zu vertrauen, weshalb es Kafka schwer
fällt Verbindungen und Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, was der
psychische Schaden ist, für den sein Vater verantwortlich ist. Sein
Selbstvertrauen litt wahrscheinlich sein Leben lang unter dieser psychischen
Last.
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warum sich Menschen von ihren Mitmenschen isolieren und sich ausgrenzen, was
langfristig zu Mobbing oder Ähnlichem führen kann.
523 Wörter
Yannic Borgfeld
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