Die Böden des Grazer Feld
Das Grazer Feld liegt südlich von Graz, es wird südlich
vom Leibnitzer Feld, im Westen vom Kaiserwald und im Osten von der Mur
begrenzt. Das Grazer Feld ist geprägt durch seine Terrassenlandschaft und den
charakteristischen Bodentypen der einzelnen Terrassen. Das Grazer Feld wird im
Grunde durch mächtige 20-30 m dicke kristalline Kalkschotter der letzten
Eiszeiten (Würm, Riss) aufgebaut, darüber befindet sich Feinmaterial.
Man unterscheidet 4
Terrassen, hier gegliedert aufsteigend nach der Höhe/Alter:
·
Niedere Austufe (Gegenwart /
Postglazial) Sie ist die rezente Stufe und wird
regelmässig überschwemmt. Die Mur schneidet sich südöstlich der Stadt Graz
nicht so stark ein, daher liegt der Grundwasserspiegel höher und eine
Aulandschaft kann entstehen. Die niedere Austufe ist ein schmaler Streifen
entlang der Mur und durch viele Flußschlingen und Rinnen (Murgänge)
durchschnitten. Regulierungen führten dazu dass es heute nicht mehr zu
Überschwemmungen kommt.
Die Böden sind grau und kalkhaltig, sie sind sehr leicht, wechselfeucht und
kaum für die Landwirtschaft zu gebrauchen da es an Mikroorganismen fehlt, an
der Oberlfäche bilden sich graue vergleyte Auböden und Augleyen mit Modermull
als Deckschicht.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
·
Höhere Austufe (Postglazial) Sie liegt einen halben bis 1 Meter
über der niederen Austufe und wurde nur mehr alle 30-40 Jahre überschwemmt.
Hier ist die Vernässung nur mehr sehr gering, intensive Landwirtschaft ist
möglich da die Böden reifer sind.
Typisch ist der Braune Auboden.
Typischerweise wird Mais hier angebaut (Nitratprobleme im Grundwasser!).
Vergleyte Braune Auböden findet man an stellen mit sehr seichtem
Grundwasserspiegel. An den vernässten Bereichen kann es auch zur Bildung von
Anmooren kommen.
Die Terrassenkannte ist gekennzeichnet durch höhere Feuchtigkeit bzw.
Vernässung, und hier findet man Erlen, Weiden und Schilfe.
·
Niederterrasse (Würmkaltzeit) Die Niederterrasse besteht aus
würmzeitlichen Schottern der letzten Eiszeit und liegt etwa 5 Meter über der
Austufe. Die Schotter bilden einen sehr unruhigen Untergrund, welcher durch bis
zu 70cm dicke Schichten von Feinmaterial ausgefüllt wurde und so eben
erscheint. Das Grundwasser hat keinen Einfluß mehr auf die Böden der
Niederterrasse, hier findet man hauptsächlich kalkfreie bis zu 1 Meter dicke
lockersediment Braunerden welche einen optimalen Standort für die
Landwirtschaft darstellen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
·
Kaiserwaldterrasse
(Mindelkaltzeit) Sie ist die höchste Stufe und liegt
einige Meter über der Niederterrasse. Die Kaiserwaldterrasse wird auch
Rissterrasse genannt und wurde wahrscheinlich schon in der Mindel-Kaltzeit
gebildet. Die Kaiserwaldterrasse besteht aus bis zu 8 Meter dicken
Losslehmdecken, dieser Löss wurde durch Aufwehungen von Feinmaterial aus den
vegetationsfreien Schottern der niedereren Terrassen herangeführt. Braunerde
würde hier überwiegen, aber duch Tagwasserstau entsteht oft Pseudogley. Die
Kaiserwaldterrase wird großteils nur forstwirtschaftlich genutzt daher (Föhren
Stileichenwald).
|