Die Andenstaaten
Zu den Andenstaaten zählen
alle Länder Südamerikas die Anteil am Gebirge der Anden haben, dies sind von N
nach S Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile und Argentinien.
Prägend für diese Staaten ist
die Hohe Reliefenergie (bis zu > 6000m) und die ausgeprägte Ausbildung aller
Höhenstufen vom Meeresspiegel bis zu den Vergletscherten Gipfeln.
Bedingt durch die Entstehung der Anden sind diese Staaten großen Naturgefahren
wie Erdbeben und Vulkanismus ausgesetzt.
Entstehung der Anden
Die Anden entstanden durch die
Kollision der Nazca- und der leichteren Südamerika-Platte. Dabei taucht die
schwere Nazca Platte unter die Südamerika Platte und schmilzt dort auf
(Subduktion). 2 Faktoren tragen nun zur Gebirsgsbildung bei: Einerseits wird
Ozeanische Kruste abgeschabt und an der Kontinentalplatte angelagter,
andererseits führt das aufgeschmolzene Asthenosphärenmaterial zu starker
Vulkantätigkeit.
Vorteil des Vulkanismus ist aber dafür die Bildung von metallogenen
Lagerstätten, insbesondere Kupfer, Zinn sowie Blei, Zink, Schwefel und Gold.
Der Bergbau ist somit das wichtigste Standbein der Wirtschaft von Peru, Chile
und Bolivien.
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Zentralkordillieren (Cor. Central) und Ostkordillieren (Cor. Oriental). Im
breitesten Bereich bei Peru und Bolivien befindet sich eine große Hochebene,
der sogenannte Altiplano, welcher sich durch Absenkung (vor 65 Ma.) gegenüber
den Westkordillieren, Sedimentation und anschließender Anhebung (seit 2 Ma.)
bildete.
Klima:
Wichtig ist zu bemerken das
die Anden sich geographisch über 6500 km erstrecken, und zwar von 12° Nord in
Kolumbien bis 53° Süd in Chile. Das Klima wird stark durch das Gebirge
bestimmt, einerseits durch den Luv/Lee Effekt (Stauniederschläge im Westen /
W-E Formenwandel / Trockenheit im Osten), andererseits durch den
Massenhebungseffekt (Altiplano, +8K gegenüber freier Atmosphäre), oder auch
durch modifizierte Winde. Auch das Meer wirkt stark auf das Klima ein, das
kalte Auftriebswasser des Humboldstroms vor der Küste der Zentralanden
verhindert die Bildung von Regenwolken.
3 Klimazonen unterscheidet
man grob in den Südanden: Kontinentales Klima herrscht am Altiplano, Maritimes Klima
ab 35° Süd, und hochozeanisches Klima ab ca. 45° Süd.
Ansonsten herrscht in Kolumbien und Ecuador Tropisches immerfeuchtes A-Klimat,
in den Wüsten(Atacama) und Steppen B-Klimate.
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Wirtschaft und Nutzung:
Wirtschaftlich gesehen befinden sich
die Andenstaaten am Übergang von Entwicklungs zu Schwellenländern, mit lokal
starken Differenzierungen. Politisch gesehen ist die Situation zwiespältig,
viele Diktaturen (Chile) wurden erst vor 20-30 Jahren beendet, neue
sozialistische Modelle sind auch gerade wieder im entstehen (Venezuela).
Wichtigste Einnahmequellen sind der Bergbau, vor allem in Peru, Chile, und
Bolivien welcher allerdings auch zu starker Umweltverschmutzung führt. Der
Tourismus hat oft Probleme durch die unsichere politische Lage (Bolivien, Kolumbien
– Guerillakrieg).
Bolivien blockiert vor allem
durch den Konflikt mit Chile (Arica) und Ecuador seine wirtschaftliche
Entwicklung, sowie durch den ungezügelten Koka-Anbau der weitreichende Probleme
mit sich zieht. |